Neuerscheinungen und Literaturempfehlungen der ÖGPH-Newsletter-Redaktion

Weitere Buchempfehlungen und Rezensionen zum Thema Public Health finden Sie unter

 

Kurskatalog “medicine & health”

Der ideale Karriere-Kompass für Medizin und Public Health Der neue Kurskatalog „medicine & health“ 2008 unterstützt Experten im Gesundheitsbereich – sowohl in Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern – bei der Wahl ihrer Aus- und Weiterbildung in Biomedizin und Gesundheitswissenschaften. Ein Teil des Kursangebots ist speziell auf den Sektor Gesundheit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe ausgerichtet. Der Kurskatalog bietet eine umfassende Übersicht innovativer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten mit mehr als 2.500 Masterprogrammen, Workshops und Konferenzen von mehr als 700 renommierten Universitäten, Veranstaltern und Organisationen weltweit. Alle Kurse sind übersichtlich dargestellt und beinhalten aktuelle Kontaktadressen. Unsere Leser haben so die Möglichkeit, sofort mit den Veranstaltern in Verbindung zu treten und sich rasch über Bewerbung und Anmeldung zu Kursen zu informieren.

in der Going-International Online Datenbank werden die alle Public Health Lehrgänge laufend aktualisiert: GI Online Datenbank

Armutsbericht Oberösterreich 2008

Der Armutsbericht Oberösterreich 2008 beschäftigt sich mit dem Thema der Integration und Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Personen aus Nicht-EU-Ländern. Diese sind wesentlich häufiger von Armut betroffen oder gefährdet als ÖsterreicherInnen.
Erhältlich bei: Frau Irene Auinger, irene.auinger@jku.at, Tel.: 0732/2468 – 7161, Preis € 7,--

Martin Sprenger (Hrsg.):
Public Health in Österreich und Europa, Dezember 2005

© 2005 Pabst Science Publishers, D-49525 Lengerich, ISBN 3-89967-274-7

56 nationale und internationale AutorInnen geben in der Festschrift zu Ehren von Univ.-Prof. Dr. Horst R. Noack Einblicke in so unterschiedliche Felder wie Forschung und Praxis in Gesundheitsförderung und Primärprävention, Gesundheitspolitik, den soziokulturellen Kontext von Gesundheit und Krankheit, Public Health Aus- und Weiterbildung, die Zukunft von Public Health und verschiedene Aspekte des österreichischen Gesundheitssystems. (-> Inhaltsverzeichnis ist beigefügt)

Preis Euro 20, direkt über das Lehrgangssekretariat des Universitätslehrgang Public Health Medizinische Universität Graz.

Universitätsplatz 4/3 8010 Graz; Tel: ++43-(0)316-380-7772 Fax: ++43-(0)316-380-9668

E-mail: public.health@meduni-graz.at; Homepage: http://public-health.meduni-graz.at


Thomas Altgeld (Hrsg.):

Männergesundheit
Neue Herausforderungen für Gesundheitsförderung und Prävention.

Juventa Verlag. Weinheim-München 2004, 288 S., € 24,15
ISBN 3-7799-1659-2

Die Männergesundheit ist ein relativ junges Betätigungsfeld der Medizin. Abgesehen von der urologischen Praxis wurden geschlechtsbezogene Gesundheitsdienstleistungen bisher ausschließ-lich für Frauen angeboten. Nunmehr werden auch Männer als Zielgruppe medizinischer Angebote entdeckt. Einen – wenn auch obskuren – Höhepunkt hat diese Entwicklung mit dem pharmakologischen Siegeszug von Viagra erreicht. Zur Zeit gibt es Bestrebungen, die neue Disziplin des “Männerarztes” zu etablieren. Männer-gesundheit geht aber darüber weit hinaus. Der vorliegende Sammelband analysiert die Gesundheit aus der männlichen Perspektive. Welchen Stellenwert hat Gesundheit innerhalb männlicher Identi-tätsbildung? Welchen Stellenwert hat Gesundheit für Männer? Was zeichnet männliche Lebensstile aus? Mögliche Antworten auf diese Fragen nach dem Gesundheitsverständnis der männlichen Bevölke-rung bilden die Grundlage für die weiteren Analysen des Sammelbandes, der die Schwerpunkte in den Gesundheitsstatus und das Gesundheitsverhalten im Alltag von Männern legt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Beiträge zur Gesundheitsförderung mit und für Männer.

Robert B. Cialdini:

Die Psychologie des Überzeugens

Verlag Hans Huber. Bern 2004, 3. korr. Auflage, 367 S., € 26,70
ISBN 3-456-84053-5

Der Autor, dessen Arbeitsschwerpunkte in der Persönlichkeits- und Sozialpsychologie liegen, legt in seinem Buch dar, welche Verhaltens- und Beziehungsmuster dazu führen, dass Personen anderen gegenüber Zugeständnisse machen, die sie aus einer Betrachtung mit einem gewissen Abstand nicht mehr verstehen. Das vorliegende Lehrbuch beschreibt nicht nur die Ursachen für diese Wirkungszu-sammenhänge, sondern zeigt auch welche Gegenstrategien Individuen entwickeln können, um sozusagen “Verführern nicht auf den Leim zu gehen”. Das aus dem Amerikanischen übersetzte Lehrbuch wendet sich an Studenten der Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaften, Theologie und Wirtschaftswissenschaften; ist aber auch für interessierte Laien eine ausgezeichnete Lektüre. Es ist, wie im Allgemeinen bei amerikanischen Lehrbüchern üblich, didaktisch hervorragend gestaltet.

Karl-Heinz Henze und Gudrun Piechotta (Hrsg.):

Brennpunkt Pflege
Beschreibung und Analyse von Belastungen des pflegerischen Alltags.

Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main 2004, 230 S., € 23,55
ISBN 3-935964-08-0

Im vorliegenden Buch beschreiben Pflegepersonen ihren beruflichen Alltag. Diese kommen aus verschiedenen Bereichen: Einer onkologischen Station, einer Intensivstation einer chirurgischen Abteilung, aus dem Altenpflegebereich und aus dem ambulanten Sektor. Sie schildern Rollenkonflikte, emotionale Verstrickungen, albtraumhafte Situationen und das Gefühl, mit den Belastungen alleine gelassen zu werden. Diese Erfahrungen werden aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Verfasser analysiert. Durch die Zusammenführung von Berichten aus der pflegerischen Praxis und wissenschaftlicher Analyse ist ein Buch entstanden, welches die kritischen und belastenden Situationen und Strukturen in der Pflege darstellt und reflektiert.

Robert A. Applebaum et al.:

Patientenzufriedenheit
Benennen, bestimmen, beurteilen.

Verlag Hans Huber. Bern 2004, 144 S., € 51,20
ISBN 3-456-83844-1

Kundenzufriedenheitsmessungen haben bereits eine lange Tradition, stellen aber in der Gesundheits- und Krankenpflege noch Neuland dar. Das vorliegende, aus dem Amerikanischen übersetzte Buch stellt somit einen wichtigen Beitrag zu diesem an Bedeutung gewinnenden Zweig dar. Nach der Darstellung der Gründe für die zunehmende Bedeutung der Untersuchungen der Kundenzufriedenheit werden die Theorie der Kundenzufriedenheit sowie methodische Ansätze zur Messung der Kundenzufriedenheit behandelt. Nach dieser eher allgemeinen Auseinandersetzung mit der Kundenzufriedenheit werden Ansätze zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit im konkreten Feld der Pflege behandelt, und zwar die Teilbereiche häusliche Pflege, die Zufriedenheit der Bewohner von Pflegeheimen und betreuten Wohnprojekten sowie die Messung der Kundenzufriedenheit in der professionellen Pflege im Allgemeinen.

Eva Luber und Raimund Geene (Hrsg.):

Qualitätssicherung und Evidenzbasierung in der Gesundheitsförderung

Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main 2004, 196 S., € 20,35
ISBN 3-935964-44-7

Wie das Gesundheitsversorgungssystem insgesamt, so sind auch Gesundheitsförderung und Prävention aufgefordert, über die Notwendigkeit, Wirksamkeit und Qualität der von ihr erbrachten Leistungen Nachweise vorzulegen. Welche Maßnahmen der Gesundheitsförderung sind wirksam? Wie können BürgerInnen, Versicherte und PatientInnen beurteilen, was gut ist, um ihre Gesundheitspotenziale zu fördern? Diesen und anderen Fragen wird im vorliegendem Sammelband nachgegangen. Es werden die gängigen Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation in Theorie und Praxis vorgestellt. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Experten und Akteuren aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Krankenkassen sowie Praktikern aus dem Feld der Gesund-heitsförderung entstanden und gibt den aktuellen Diskussionsstand wieder.


Manfred Schmidbauer:

Der gitterlose Käfig
Wie unser Gehirn die Realität erschafft.

Springer Verlag. Wien-New York 2004, 185 S., € 24,80
ISBN 3-211-20319-2

Die klassische Neuroanatomie scheiterte am Versuch, Erklärungs-modelle für die Gesetzmäßigkeiten von Kognition, Verhalten, Erinnerung und Emotion zu schaffen. Eine Cartesianische Geist-Körper-Kluft verläuft daher mitten durch die Neurologie und Psychiatrie, die erst jetzt mit neuen neurobiologischen Einsichten aufgefüllt wird. Der Verfasser entwickelt ein anatomisch und neurophysiologisch orientiertes Verständnis für Gefühle, Sexualität, Erinnerung und Sprache, aber auch für die Erstarrungstendenzen unseres rationalen Planens und Verhaltens. Aus dieser Perspektive auf das Leben in Gesundheit und Krankheit zu blicken, bedeutet, das eigene Gehirn und seine Funktionen näher kennen zu lernen.


Hartmut Häcker und Kurt-Hermann Stapf (Hrsg.):

Dorsch Psychologisches Wörterbuch

Verlag Hans Huber. Bern 2004, 14. Aufl., 1.188 S., € 51,35
ISBN 3-456-83966-9

Die 14. erweiterte, gründlich überarbeitete und auf den neuesten Stand gebrachte Auflage des bewährten Wörterbuches erläutert sämtliche wichtigen Fachbegriffe der gesamten Psychologie. Neben den knapp erläuterten Stichwörtern sind ausführliche Darstellungen wichtiger Grundbegriffe und tabellarische Zusammenfassungen enthalten. Den Studenten der Psychologie im Haupt- und Nebenfach wird eine rasche aber dennoch umfassende Orientierung über das Wissensgebiet geboten. Aber auch Studenten anderer Studienrichtungen mit Wahl- und Pflichtfächern aus der Psychologie, einschlägig Berufstätigen sowie interessierten Laien ermöglicht das Lexikon einen fundierten Überblick über das mittlerweile sehr komplexe Wissensgebiet der Psychologie.


Thorsten Noack:

Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht des Patienten
Juristische Entscheidungen, Politik und ärztliche Positionen 1890 – 1960.

Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main 2004, 238 S.,
€ 26,70 ISBN 3-935964-43-9

Patientinnen und Patienten sind im Gesundheitssystem in gewisser Weise “Konsumenten”. Die Stärkung der Rolle als Konsument von Versorgungsleistungen für Gesundheit und Krankheit wäre eine Strategie der Veränderung des Gesundheitsverhaltens. Das von Noack vorgelegte Buch versteht sich als ein Beitrag zum Selbstbestimmungsrecht des Patienten, indem es dessen oft unergründliche Entwicklung über einen Zeitraum von 70 Jahren nachzeichnet. Es gab einzelne Denkschulen, wie jene des politischen Liberalismus und der Vertreter der Naturheilkunde, die für eine Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Patienten eintraten. Insgesamt war jedoch die Diskussion über den untersuchten Zeitraum wenig ergiebig, da der traditionelle ärztliche Paternalismus in einen gesellschaftlichen Kontext mit autoritär strukturierten Denk- und Verhaltensweisen eingebettet war.


Hans Günther Homfeldt und Sandra Steigleder:

Gesundheitsvorstellungen und Lebenswelt
Subjektive Vorstellungen von Bewohnern benachteiligter Wohngebiete über Gesundheit und ihre Einflussfaktoren.

Juventa Verlag. Weinheim-München 2003, 200 S., € 24,70
ISBN 3-7799-1198-1

Gesundheit nimmt im Leben von fast allen Menschen einen hohen Stellenwert ein; auch von Bürgern in benachteiligten Wohngebieten. Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den Gesundheitsvorstellungen von Bewohnerinnen und Bewohnern ausgewählter benachteiligter Wohngebiete und mit den sie bedingenden Faktoren. Die Untersuchung stützt sich auf Gruppeninterviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern, die mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Es geht dabei sowohl um das Erfassen des Gesundheitsverständnisses der Befragten, als auch um deren persönliche Einschätzung, in wie fern sie ihre Gesundheit durch äußere Lebensbedingungen beeinflusst sehen und glauben, selbst einen Einfluss auf ihre Befindlichkeit und ihren Gesundheitszustand nehmen zu können. Der Fokus im Zusammenhang mit dem Gesundheitsverständnis wird dabei auf die Kategorien körperliches, seelisch-geistiges und soziales Wohlbefinden gelegt. Die Bedeutung subjektiver Daten im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung werden dargelegt sowie mögliche Schlussfolgerungen für eine kleinräumige Gesundheitsberichterstattung gezogen.


Heinrich Wottawa und Heike Thierau:

Lehrbuch Evaluation

Verlag Hans Huber. Bern 2003, 3. korr. Aufl., 176 S., € 35,95
ISBN 3-456-84051-9

Die dritte gründlich durchgesehene und auf den neuesten Stand gebrachte Auflage des bewährten Lehrbuches vermittelt ein fundiertes Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen sozialwissenschaftlich gestützter Evaluation. Ziele, Bewertungskriterien und Einsatzgebiete der Evaluation werden genauso behandelt wie die Planung von Evaluationsprojekten und die Durchführung von Evaluationsstudien. Ein eigener Abschnitt ist dem Qualitätsma-nagement nach DIN-EN-ISO-9000 und folgende gewidmet. Abgeschlossen wird das Lehrbuch mit einem Literatur- und einem Stichwortverzeichnis.


Theodor Much:

Der veräppelte Patient?
Alternativmedizin zwischen (Aber-)Glauben und Wissenschaft.

Edition Va Bene. Wien 2003, 192 S., € 23,90
ISBN 3-85167-143-0

In Österreich geben die Menschen deutlich mehr Geld für alternativmedizinische Behandlungen aus, als für sämtliche Selbstbehalte im schulmedizinischen Bereich. Das Buch beginnt mit einem geschichtlichen Streifzug durch die Medizin des Mittelalters, die Paramedizin und die Heilungskräfte des Aberglaubens, die heute verniedlichend als Placebo-Effekte bezeichnet werden. Bei der Homöopathie beginnend über Bach-Blüten, Bioresonanz, Edelsteintherapie, Wünschelruten bis hin zur Eigenbluttherapie und OzonSauerstoff-Behandlungen behandelt der Autor, selbst Mediziner, alle bekannten und weniger bekannten alternativen, manchmal obskuren Methoden. Diese werden nicht nur von Scharlatanen sondern überwiegend von Ärzten erbracht. Der Autor setzt sich gründlich und ernsthaft mit den sogenannten Alternativmethoden auseinander, wobei die Bewertungen bezüglich der Effizienz überwiegend sehr negativ ausfallen.

Jennie Naidoo und Jane Wills:

Lehrbuch der Gesundheitsförderung

Verlag für Gesundheitsförderung. Köln 2003, 393 S.,€ 13,50 zuzüglich Versandkosten
ISBN 3-929798-33-6

Diese Übersetzung des weltweit bei Lehrenden und Lernenden sowie Praktikern gleichermaßen populären Buches “Health Promotion - Foundations for Practice” ist das erste umfassende Lehrbuch der Gesundheitsförderung für den deutschsprachigen Raum. Herausgegeben von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung stellt es nun im deutschen Sprachraum ein zu Recht unumgängliches Standardwerk dar. Das Lehrbuch beschreibt in systematischer und anschaulicher Weise die wichtigsten Grundlagen und Schlüsselqualifikationen zur Gesundheitsförderung und bietet den in der Gesundheitsförderung Tätigen klare Konzepte für ihre praktische Arbeit. Teil 1 legt die theoretischen Grundlagen dar. Teil 2 widmet sich den Strategien der Umsetzung und der Methoden der Verhaltensänderungen. Teil 3 geht ausführlich auf den modernen Setting-Ansatz in den relevanten Feldern, wie Betrieb, Schule, Wohnumfeld, primäre Gesundheit vor Gesundheitsversorgung und Krankenhaus, ein. Teil 4 widmet sich dem Management der Gesundheitsförderung. Erfreulich ist vor allem, dass darin der Erfassung und Bewertung der Gesundheitsbedürfnisse, Planung der Umsetzungsmaßnahmen und Evaluation breiter Raum gewidmet wird. Bestellung des Buches per Email: G.Conrad.Verlag@t-online.de

Martin Härter et al. (Hrsg.):

Qualitätsmanagement in der Psychotherapie
Grundlagen, Methoden und Anwendung.

Hogrefe-Verlag. Göttingen 2003, 401 S., € 41,10
ISBN 3-8017-1176-5

Der vorliegende Sammelband informiert über den aktuellen Stand und die Möglichkeiten von Qualitätsmanagement in der Psychotherapie. Die theoretischen Grundlagen qualitätsfördernder Maßnah-men werden genauso vermittelt wie die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Ausführlich werden Konzepte und Methoden sowie Umsetzungsmöglichkeiten des Qualitätsmanagements in verschiedenen Einrichtungen sowie unterschiedlichen Anwendungsbereichen der Psychotherapie dargestellt. Die dargestellten Beispiele veranschaulichen das Spektrum der psychotherapeutischen Tätigkeitsfelder, die jeweils spezifische Aufgabenstellung und den Spielraum an Lösungsmöglichkeiten. Den Praktikern werden Anregungen und fundierte Hilfen angeboten, ihr berufliches Spektrum um die Kompetenz des Qualitätsmanagements zu erweitern und diese gezielt in ihren Berufsbereich anzuwenden.

Thomas Bohrmann: Organisierte Gesundheit

Das deutsche Gesundheitswesen als sozialethisches Problem.

Duncker & Humblot, Berlin 2003, 377 S., € 76,10
ISBN 3-428-11019-6

Das deutsche Gesundheitswesen ist von einer Reformwut gekennzeichnet, was angesichts der geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen (Finanzierungs)-Probleme verständlich ist. Die Reformen sind nicht selten mit Nachteilen für die BürgerInnen, aber vor allem für die PatientInnen verbunden. Der Autor geht in diesem Zusammenhang der Frage nach: Welche Leitlinien und Orientierungen kann die christliche Sozialethik in die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion einbringen? Zentrale Anliegen der Sozialethik sind Gerechtigkeit, Personalität, Solidarität und Subsidiarität. Für den Verfasser ideal ist ein Gesundheitswesen, das einerseits solidarisch ausgerichtet ist und andererseits Eigenverantwortung stärker in die Gesundheitsversorgung integriert. Er vertritt den Standpunkt, dass eine „solidarische Wettbewerbsordnung“ die Prinzipien einer kollektiven Gesundheitssicherung mit marktwirtschaftlichen Prinzipien verbinden kann.

Susanne Kollmann und Susanne Schuster-Tatzber (Hrsg.):

Gesund am Arbeitsplatz

ÖGB-Verlag. Wien 2003, 280 S., € 21,-
ISBN 3-7035-0945-7

Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehen Hand in Hand und beeinflussen unser individuelles und soziales Wohlbefinden. Die zahlreichen Beiträge des Sammelbandes konzentrieren sich auf die wechselseitigen Wirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit unter Berücksichtigung des ganzheitlichen Ansatzes der Gesundheitsför-derung. Arbeit, Freizeit und Urlaub lassen sich heute nicht mehr scharf voneinander trennen. Zahlreiche Tipps sowohl für die individuellen Verhaltensweisen als auch für die Gestaltung des sozialen Settings Betrieb geben der Leserin und dem Leser Hilfestellungen für den Arbeitsalltag aber auch für die Freizeit.

Christoph Kranich und Karl D. Vitt (Hrsg.):

Das Gesundheitswesen am Patienten orientieren

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2003
180 S., € 18,40 ISBN 3-935964-10-2

Der Einsatz von Informationstechnologien im Gesundheitswesen bestimmt in nicht unerheblichem Ausmaß die gesundheitspolitische Diskussion. An Themen sind in diesem Zusammenhang zu nennen:
Versicherten-Chipkarte, elektronischen Patientenakte, Diagnoseco3dierung sowie Vernetzung ambulanter und stationärer Informationssysteme. Dabei wird häufig argumentiert, dies geschehe zum Wohl des damit verbundenen „gläsernen Patienten“. Tatsächlich benötigen wir aber einen Perspektivenwechsel vom Patienten als Objekt zum Patienten als im Eigeninteresse handelndes Subjekt. Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich neben der zweifellos notwendigen Transparenz des Gesundheitswesens mit dem Beschwerdewesen als ein Instrument zum patienten-freundlichen Handeln. Beispiele aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande und Österreich zeigen mögliche Wege, wie das Beschwerdemanagement als ein wichtiger Baustein der Qualitätssicherung im Interesse der Patientinnen und Patienten genutzt werden kann.

Matthias Jerusalem und Hannelore Weber (Hrsg.):

Psychologische Gesundheitsförderung
Diagnostik und Prävention.

Hogrefe-Verlag, Göttingen 2003
781 S., € 61,65 ISBN 3-8017-1003-3

Der Titel des vorliegenden Sammelbandes ist irreführend, da sich nur ein einziger der 41 Beiträge mit dem Gesundheitsförderungsansatz – wie er zumindest in der Public Health Forschung vertreten wird – beschäftigt. Sehr wohl gibt das Buch aber einen ausgezeichneten Überblick über den Beitrag der Gesundheitspsychologie im breiten Feld der Prävention. Die einzelnen Beiträge sind in drei Abschnitte gegliedert: Diagnostische Verfahren zur Erfassung gesundheitlicher Ressourcen und Risiken; wichtige methodische Ansätze sowie Angebote und Interventionsansätze. Insbesondere im dritten Teil haben die Herausgeber darauf geachtet, dass die einzelnen Beiträge einen starken Praxisbezug aufweisen. Die praxisorientierten Beiträge beschäftigen sich mit Prävention von Risikoverhalten mit den Schwerpunkten: Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Rauchen, gesundheitsgefährdendes Sexualverhalten (HIV/AIDS), Stress, gesundheitsgefährdendes Verhalten im Straßenverkehr sowie unvernünftigem Umgang mit Arzneimitteln und kritischer Sonnenexposition. Einen weiteren Schwerpunkt der praxisorientierten Beiträge bilden Prävention in verschiedenen Lebensaltern sowie auf der Ebene von Gruppen und Organisationen. Im Unterkapitel: „Prävention angesichts schwerer Erkrankungen und kritischer Lebensereignisse“ setzen sich die einzelnen Beiträge mit den Themen: Asthma, Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheiten, Neurodermitis, Schmerz, chronischer Tinnitus, posttraumatische Belastungsstörungen und bösartige Erkrankungen auseinander. Abgeschlossen wird der materialreiche Sammelband mit übergreifenden Aspekten gesundheitspsychologischer Prävention

Matthias Jerusalem und Hannelore Weber (Hrsg.):

Psychologische Gesundheitsförderung
Diagnostik und Prävention. 

Hogrefe-Verlag, Göttingen 2003
781 S., € 61,65  ISBN 3-8017-1003-3

Der Titel des vorliegenden Sammelbandes ist irreführend, da sich nur ein einziger der 41 Beiträge mit dem Gesundheitsförderungsansatz – wie er zumindest in der Public Health Forschung vertreten wird – beschäftigt. Sehr wohl gibt das Buch aber einen ausgezeichneten Überblick über den Beitrag der Gesundheitspsychologie im breiten Feld der Prävention. Die einzelnen Beiträge sind in drei Abschnitte gegliedert: Diagnostische Verfahren zur Erfassung gesundheitlicher Ressourcen und Risiken; wichtige methodische Ansätze sowie Angebote und Interventionsansätze. Insbesondere im dritten Teil haben die Herausgeber darauf geachtet, dass die einzelnen Beiträge einen starken Praxisbezug aufweisen. Die praxisorientierten Beiträge beschäftigen sich mit Prävention von Risikoverhalten mit den Schwerpunkten: Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Rauchen, gesundheitsgefährdendes Sexualverhalten (HIV/AIDS), Stress, gesundheitsgefährdendes Verhalten im Straßenverkehr sowie unvernünftigem Umgang mit Arzneimitteln und kritischer Sonnenexposition. Einen weiteren Schwerpunkt der praxisorientierten Beiträge bilden Prävention in verschiedenen Lebensaltern sowie auf der Ebene von Gruppen und Organisationen. Im Unterkapitel: „Prävention angesichts schwerer Erkrankungen und kritischer Lebensereignisse“ setzen sich die einzelnen Beiträge mit den Themen: Asthma, Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheiten, Neurodermitis, Schmerz, chronischer Tinnitus, posttraumatische Belastungsstörungen und bösartige Erkrankungen. Abgeschlossen wird der materialreiche Sammelband mit übergreifenden Aspekten gesundheitspsychologischer Prävention.

Christoph Kranich und Karl D. Vitt (Hrsg.): 

Das Gesundheitswesen am Patienten orientieren

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2003
180 S., € 18,40  ISBN 3-935964-10-2

Der Einsatz von Informationstechnologien im Gesundheitswesen bestimmt in nicht unerheblichem Ausmaß die gesundheitspolitische Diskussion. An Themen sind in diesem Zusammenhang zu nennen: Versicherten-Chipkarte, elektronischen Patientenakte, Diagnosecodierung sowie Vernetzung ambulanter und stationärer Informationssysteme. Dabei wird häufig argumentiert, dies geschehe zum Wohl des damit verbundenen „gläsernen Patienten“. Tatsächlich benötigen wir aber einen Perspektivenwechsel vom Patienten als Objekt zum Patienten als im Eigeninteresse handelndes Subjekt. Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich neben der zweifellos notwendigen Transparenz des Gesundheitswesens mit dem Beschwerdewesen als ein Instrument zum patientenfreundlichen Handeln. Beispiele aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande und Österreich zeigen mögliche Wege, wie das Beschwerdemanagement als ein wichtiger Baustein der Qualitätssicherung im Interesse der Patientinnen und Patienten genutzt werden kann.

Thomas Bohrmann: 

Organisierte Gesundheit
Das deutsche Gesundheitswesen als sozialethisches Problem. 

Duncker & Humblot, Berlin 2003
377 S., € 76,10  ISBN 3-428-11019-6

Das deutsche Gesundheitswesen ist von einer Reformwut gekennzeichnet, was angesichts der geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen (Finanzierungs)Probleme verständlich ist. Die Reformen sind nicht selten mit Nachteilen für die BürgerInnen, aber vor allem für die PatientInnen verbunden. Der Autor geht in diesem Zusammenhang der Frage nach: Welche Leitlinien und Orientierungen kann die christliche Sozialethik in die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion einbringen? Zentrale Anliegen der Sozialethik sind Gerechtigkeit, Personalität, Solidarität und Subsidiarität. Für den Verfasser ideal ist ein Gesundheitswesen, das einerseits solidarisch ausgerichtet ist und andererseits Eigenverantwortung stärker in die Gesundheitsversorgung integriert. Er vertritt den Standpunkt, dass eine „solidarische Wettbewerbsordnung“ die Prinzipien einer kollektiven Gesundheitssicherung mit marktwirtschaftlichen Prinzipien verbinden kann.

Margitta B. Beil-Hildebrand: 

Institutional Excellence im Krankenhaus
Rhetorik und Realität. 

Verlag Hans Huber, Bern 2003
384 S., € 30,80  ISBN 3-456-83974-X

Gemeinsame Organisationsziele führen auch in Gesundheitseinrichtungen zu qualitativ und ökonomisch besseren Ergebnissen. Dies jedoch nur dann, wenn die Organisationsziele nicht als rhetorische Phrasen versanden, die den Mitarbeitern und dem Management allenfalls zur Legitimierung der Durchsetzung eigener Ziele dienen. Anhand einer Fallstudie in einem Krankenhaus beschreibt und analysiert die Autorin, wie die Geschäftsführung eines Krankenhauses gemeinsame Werte entwickelt und vermittelt, die Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten der MitarbeiterInnen auf allen Ebenen fördert und dadurch sicher zu stellen sucht, dass die qualitativen und wirtschaftlichen Organisationsziele erreicht werden. Das Ergebnis ist allerdings nicht sehr befriedigend. Dies nicht nur, weil es im gesamten Prozess Spannungen und Verzögerungen gibt, sondern auch deshalb, weil ein scheinbar motivierendes Vorgehen zu stärkerer Kontrolle und höherer Arbeitsintensität führt. Die MitarbeiterInnen sind daher nur wenig überzeugt, dass sich die Organisationsziele mit ihren Zielen und jenen der PatientInnen decken. Da man aus Fehlern mitunter mehr lernen kann wie aus Erfolgen, ist die Fallstudie für Organisationsmanager in Gesundheitseinrichtungen sicher empfehlenswert.

Marion Rauner und Kurt Heidenberger (Hrsg.): 

Quantitative Approaches in Health Care Management

Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2003
307 S., € 45,50 ISBN 3-631-39009-2

Gesundheitspolitiker sehen sich mit dem Problem begrenzter Ressourcen und einer wachsenden Nachfrage konfrontiert. Quantitative wissenschaftliche Ansätze können helfen, dieses dringende Problem zu lösen. Die europäische Working Group on Operational Research Applied to Health Services, gegründet 1975, hat sich im Rahmen ihrer Ziele des Ideen-, Erfahrungs- und Wissens-Austauschs bei ihrem Treffen in Wien im Jahr 2001 mit solchen quantitativen Ansätzen generell, in der Krankenversorgungsplanung, im Spitalsbereich, hinsichtlich Systemen zur Entscheidungshilfe, sowie für Prävention und Gesundheitsförderung beschäftigt. Nun ist der Tagungsband erschienen und fasst 18 Beiträge zum Treffen der Arbeitsgruppe zusammen. Unter anderem beschäftigt sich auch ein Beitrag aus Österreich mit der Entwicklung der Leistungsfähigkeit in österreichischer Spitalsabteilungen.

Christian Weymayr und Klaus Koch: 

Mythos Krebsvorsorge
Schaden und Nutzen der Früherkennung. 

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003
293 S., € 20,50  ISBN 3-8218-3950-3

Das Thema Krebsfrüherkennung ist von hoher Aktualität und es wird intensiv für eine Teilnahme an Vorsorgeprogrammen geworben. Auch bei den zur Zeit laufenden Verhandlungen zwischen der Österreichischen Ärztekammer und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zur Neugestaltung der Vorsorgeuntersuchung wird dem Thema eine große Priorität eingeräumt. Tendenziell wird die Meinung vertreten, Früherkennungsprogramme sind immer zu befürworten, weil damit Leben gerettet werden kann. Die beiden Autoren des vorliegenden Buches hinterfragen dieses Dogma. Sie zeigen, dass im deutschen Sprachraum bisher kaum die Wirksamkeit von Früherkennungsprogrammen ernsthaft geprüft wurde. Es fehlt auch eine umfassende Bestandsaufnahme, die den Erfolg der Programme belegen könnte. Die Verfasser weisen nach, dass Tests zur Früherkennung von Krebs nicht so harmlos sind wie allgemein suggeriert wird. Am Beispiel verschiedener Krebsarten, versuchen die Autoren eine realistische Einschätzung von den Vor- und Nachteilen von Krebsfrüherkennungsprogrammen vorzunehmen.

Björn Arlt et al.: 

Telematik im Gesundheitswesen

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2003
148 S., € 18,40  ISBN 3-935964-25-0

Das Gesundheitswesen ist jener Wirtschaftsbereich der noch zu den Entwicklungsgebieten der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zählt. Im vorliegenden Sammelband entwickeln die einzelnen Autoren praxisorientierte Konzepte, um Informationen und Daten aus dem Gesundheitswesen anwenderorientiert zur Verfügung zu stellen. Im ersten Beitrag wird ein internetbasiertes Informations- und Alarmsystem für PatientInnen mit septischen Schock abdominaler Ursache vorgestellt. Mit diesem Frühwarnsystem ist ein Zugriff via Internet auf alle verfügbaren Daten von Intensivpatienten mit der gleichen Diagnose möglich. Durch den schnellen Zugriff auf Vergleichsdaten, können kritische Zustände rasch beendet werden, wodurch sich die Letalität verringert. Das Autorenteam des zweiten Beitrages entwickelt ein patientenbezogenes Textverarbeitungssystem für ein Patienten-Daten-Management-System, mit welchem Arztbriefe und Epikrisen benutzerfreundlich und qualitativ hochwertig halbautomatisch erstellt werden können. Der letzte Beitrag zeigt künftige Kundennutzenpotentiale der mobilen Datenkommunikation im Bereich Healthcare auf. Er beschreibt eine Dienstleistung für die Übertragung individualisierter, räumlich und zeitlich angepasster Gesundheitsinformation per Mobilfunk.

Daniel Hell et al.: 

Kurzes Lehrbuch der Psychiatrie
Das Basiswissen mit Repetitoriumsfragen. 

Verlag Hans Huber, Bern 2003
187 S., € 20,50  ISBN 3-456-83982-0

Das vorliegende Lehrbuch der Psychiatrie beinhaltet das Basiswissen für Studierende der Medizin und der klinischen Psychologie und ist als Repetitorium und zur Prüfungsvorbereitung gedacht. Das Buch ist allerdings auch für interessierte Leser und Leserinnen anderer Professionen als eine Einführung in die Thematik der Psychiatrie geeignet. Neben einer allgemeinen Einführung in die wissenschaftliche Disziplin Psychiatrie und eine Darstellung der in der Psychiatrie angewendeten Methoden werden folgende Krankheitsbilder behandelt: Organisch bedingte psychische Störungen, durch Suchtgifte verursachte Störungen, Schizophrenien, affektive Störungen, neurologische, Belastungs- und somatoforme Störungen, Störungen im psychobiologischen Bereich, Persönlichkeitsstörungen sowie kinder- und jugendpsychiatrische Störungen. Beiträge zur forensischen Psychiatrie und psychiatrischen Notfällen runden das übersichtliche und informative Lehrbuch ab.

Regina Lorenz-Krause und Elisabeth Uhländer-Masiak (Hrsg.): Frauengesundheit

Perspektiven für Pflege- und Gesundheitswissenschaften.

Verlag Hans Huber. Bern 2003, 293 S., € 41,-
ISBN 3-456-83674-0

Das Thema Frauengesundheit ist für die Pflege von mehrfacher Bedeutung, sind doch mehr als 80 Prozent der professionellen Pflegepersonen Frauen. Frauen bilden die Bevölkerungsmehrheit und die demographische Entwicklung bedingt eine Feminisierung des Alters. Das vorliegende Fachbuch bietet aus der Sicht der Pflege- und Gesundheitswissenschaften einen Überblick über die Entwicklung des Themas Frauengesundheit. Es bemüht sich um einen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis; also zwischen wissenschaftlichen Grundlagen und neuen Versorgungskonzepten, und gibt Anregungen und Hinweise zur Verbesserung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung von Frauen. Der vorliegende Sammelband ist das erste Handbuch in deutscher Sprache zur Frauengesundheit aus pflegewissenschaftlicher Sicht.

Christian Peinbauer und Manfred Mandl:

Schulung und Coaching in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Springer Verlag. Wien-New York 2003, 146 S., € 25,-
ISBN 3-211-83816-3

Der medizinische und technische Fortschritt bedingt eine erhebliche Aufgabenerweiterung und Spezialisierung im Gesundheitswesen und insbesondere im Krankenhausbereich. Aufgrund der niedrigen Verbleibsrate im Beruf, besteht in den Krankenhäusern beim Pflegepersonal eine erhebliche Fluktuation. Daher kommt der Schulung und Betreuung von Mitarbeitern eine enorm wichtige Bedeutung zu. Das vorliegende Buch unterstützt die Führungspersonen im Pflegebereich bei der Schulung und dem Coaching (Führen) von Mitarbeitern. Die Autoren haben übersichtlich und praxisbezogen das einschlägige Wissen zusammengefasst und eine strukturierte Coachingmappe für neue Mitarbeiter erstellt. In jedem Kapitel werden im Anschluss an die theoretischen Grundlagen die Möglichkeiten einer bewährten praktischen Umsetzung beschrieben.

Manfred Spitzer: Nervensachen

Perspektiven zu Geist, Gehirn und Gesellschaft.

Schattauer Verlag. Stuttgart 2003, 368 S., € 30,50
ISBN 3-7945-2202-8

Der Autor gibt in 60 Kurzbeiträgen informative, spannende und zugleich unterhaltsame Einblicke in die Funktion des Gehirns. Er beschäftigt sich dabei mit Fragen, wie: Warum gibt es Auffahrunfälle im Nebel? Was und wie lernt das Ungeborene im Mutterleib? Wie lernen und vergessen wir? Wie vollzieht sich der Prozess des Kopfrechnens? Und anderes mehr. Aufgrund der rasanten Fortschritte in den Neurowissenschaften, hat sich unser Wissen über das menschliche Gehirn entscheidend verändert, welches der Autor dem Leser auf spannende Weise näher bringt. Das Buch enthält außerdem kurze Beiträge zur Geschichte der Neurobiologie und ihrer klinischen Anwendung in der Nervenheilkunde. Zugleich verlässt der Autor immer wieder das engere Feld der Neurobiologie und setzt sich mit der Gesellschaft von Menschen mit Gehirnen auseinander.

Ingeborg Löser-Priester: 

Privatisierung öffentlicher Krankenhäuser und Partizipation der Beschäftigten

Mabuse Verlag, Frankfurt am Main 2003
444 S. € 32,60  ISBN 3-933050-67-7

Zunehmend werden Krankenhäuser öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, auf Grund von Finanzierungsproblemen, privatisiert oder in wettbewerbsähnliche Strukturen überführt. Damit verändern sich für die Krankenhäuser und die in den Krankenanstalten beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die vorliegende Studie untersucht, wie Gewerkschaften, Betriebsräte und Personalvertretungen auf die Ausgliederung von Krankenhäusern in eine private Rechtsform reagieren und welche kollektivvertraglichen sowie betriebspolitischen Strategien und Instrumente im Zuge dieses Veränderungsprozesses eingesetzt werden. Die Autorin legt den Schwerpunkt ihrer Untersuchung auf die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung demokratischer Partizipation im Krankenhaus. Die im Buch dargestellte betriebliche Fallstudie liefert zahlreiche Anregungen zur Umsetzung einer beteiligungsorientierten Modernisierungspolitik in der sich verändernden Krankenhauslandschaft.

Rolf Rosenbrock und Doris Schäfer (Hrsg.): 

Die Normalisierung von Aids - Politik-Prävention-Krankenversorgung. 

edition sigma, Berlin 2002
284 S., € 20,50  ISBN 3-89404-687-2

Der im Sammelband enthaltene Aufsatz von Rosenbrock „Ein Grundriss wirksamer Aids-Prävention“ stammt zwar aus dem Jahre 1993, hat aber in seinen Grundaussagen nichts an Aktualität und Gültigkeit verloren: die Formulierung der zentralen Präventionsziele lautete damals „ (1) Minimierung der Anzahl der Neuinfektionen, (2) Verhinderung der Ausgrenzung und Diskriminierung von infektionsgefährdeten, infizierten und erkrankten Menschen, (3) bedürfnisgerechte Krankenversorgung und die Ermöglichung eines würdigen Sterbens.“ (S. 71.). Heute, wo die Betroffenen in den reichen Industriestaaten mit der antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt werden, ist dieser Forderungskatalog zu ergänzen. Auch den Infizierten in der Dritten und Vierten Welt sollen nicht nur die Medikamente, sondern auch die vorausgehenden Screenig-Tests und eine kontinuierliche, flankierende Kontrolle der Laborwerte (T4-Zellen/Virusbelastung) während der Behandlung zur Verfügung stehen.

Die Aufsätze „Aids als Experimentierchance für Innovationen im Krankenhaus“ und „Innovation versus Normalisierung. Anpassungsversuche der ambulanten Pflege an HIV und Aids“ sind topaktuell und eine reichhaltige Informationsquelle für alle, die an Patientenorientierung, Gesundheitsförderung, Qualitätssicherung sowie Organisations- und Strukturentwicklung im Krankenhaus interessiert sind. Unbedingt lesenswert ist der kurze Essay „Normalisierung und kein Ende“ von Köhler. Seine Überlegungen zu einer „präventionsorientierten Gesundheitspolitik“ und einem „Stigmamanagement“ sind wert rezipiert und reflektiert zu werden.

Rolf Rosenbrock und Doris Schäfer (Hrsg.):

Die Normalisierung von Aids
Politik-Prävention-Krankenversorgung.

edition sigma, Berlin 2002,
284 S., € 20,50 ISBN 3-89404-687-2

Der im Sammelband enthaltene Aufsatz von Rosenbrock „Ein Grundriss wirksamer Aids-Prävention“ stammt zwar aus dem Jahre 1993, hat aber in seinen Grundaussagen nichts an Aktualität und Gültigkeit verloren: die Formulierung der zentralen Präventionsziele lautete damals „ (1) Minimierung der Anzahl der Neuinfektionen, (2) Verhinderung der Ausgrenzung und Diskriminierung von infektionsgefährdeten, infizierten und erkrankten Menschen, (3) bedürfnisgerechte Krankenversorgung und die Ermöglichung eines würdigen Sterbens.“ (S. 71.). Heute, wo die Betroffenen in den reichen Industriestaaten mit der antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt werden, ist dieser Forderungskatalog zu ergänzen. Auch den Infizierten in der Dritten und Vierten Welt sollen nicht nur die Medikamente, sondern auch die vorausgehenden Screenig-Tests und eine kontinuierliche, flankierende Kontrolleder Laborwerte (T4-Zellen/Virusbelastung) während der Behandlung zur Verfügung stehen. Die Aufsätze „Aids als Experimentierchance für Innovationen im Krankenhaus“ und „Innovation versus Normalisierung. Anpassungsversuche der ambulanten Pflege an HIV und Aids“ sind topaktuell und eine reichhaltige Informationsquelle für alle, die an Patientenorientierung, Gesundheitsförderung, Qualitätssicherung sowie Organisations- und Strukturentwicklung im Krankenhaus interessiert sind. Unbedingt lesenswert ist der kurze Essay „Normalisierung und kein Ende“ von Köhler. Seine Überlegungen zu einer „präventionsorientierten Gesundheitspolitik“ und einem „Stigmamanagement“ sind wert rezipiert und reflektiert zu werden.

Wolfgang Freidl und Christine Neuhold: 

Gesundheitssurveyforschung im regionalen Setting.
Gesundheitsberichterstattung in der Steiermark unter Berücksichtigung psychosozialer Aspekte.

VAS. Frankfurt am Main 2002, 375 S., € 23,50
ISBN 3-88884-339-2

Das von Freidl und Neuhold vorgelegte Buch wendet sich an Experten und Expertinnen, die sich mit dem Thema Gesundheitsförderung auseinandersetzen und in der Praxis arbeiten. Das Buch enthält die wesentlichen Ergebnisse der Befragung und bietet einen informativen Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Diskussion: Von der biomedizinischen Sicht von Gesundheit bis hin zu theoretischen Modellen der Gesundheitsförderung; beispielsweise Empowerment oder Lebensstilkonzept. Im Anhang findet sich die Linearauszählung des gesamten Fragebogens.

Manfred Neuffer: Case Management

Soziale Arbeit mit einzelnen und Familien.

Juventa Verlag. Weinheim und München 2002, 224 S., € 14,80
ISBN 3-7799-0733-X

Case Management in der Sozialarbeit soll ähnlich dem Case Management in der medizinischen Versorgung die zunehmend spezialisierten sozialen Dienstleistungen koordinieren und den Zugang für die Klienten zu diesen sichern helfen. Das vorliegende Lehrbuch legt den Schwerpunkt auf der individuellen Beziehungsarbeit mit Einzelnen und Familien. Und behandelt die gegenseitige Wechselwirkung zu ihren persönlichen und individuellen Netzwerken. Die aufeinander aufbauenden Phasen des Case Management: Assessment, Hilfeplanung, Controlling, Abschluss und Evaluation, werden praxisnahe dargestellt und anhand von Dokumentationsmaterialen illustriert. Schlüsselqualifikationen und Interventionstechniken für Case Manager erweitern das Handlungsrepertoire. Das Buch gibt nicht nur einen Einblick in zentrale Aufgabenstellungen der Sozialarbeit, sondern bietet anhand von Fallbeispielen auch Handlungsanleitungen für die berufliche Praxis.

Ludger Albers und Ottmar Leiß (Hrsg.): Körper-Sprache-Weltbild

Integration biologischer und kultureller Interpretationen in der Medizin.

Schattauer Verlag. Stuttgart 2002, 240 S., € 35,60
ISBN 3-7945-2119-6

Ärztliche Diagnosen sind Annahmen, die Mediziner über den realen Gesundheitszustand ihrer Patienten treffen. Nur der ständige kommunikative Abgleich ärztlicher Interpretationen mit denen des Patienten kann eine gemeinsame Realität als Handlungsgrundlage für das Heilungsbemühen von gesundheitlichen Störungen innerhalb des Körpers oder in den Körper-Umwelt-Beziehungen schaffen. In den einzelnen Beiträgen des Sammelbandes werden einerseits die unterschiedlichen biologischen und kulturellen Erklärungsmuster von Gesundheit und Krankheit dargestellt und andererseits deren bewusste Integration zu einer umfassenden medizinischen Deutung dargestellt. Wie ein roter Faden zieht sich die Bedeutung der Kommunikation zwischen Arzt und Patienten für ein integrative medizinische Betrachtung von Krankheit und Gesundheit durch die einzelnen Aufsätze.

 

Vlastimil Kozon und Elisabeth Seidl (Hrsg.):

Pflegewissenschaft - der Gesundheit verpflichtet.

Facultas Verlag. Wien 2002, 156 S., € 19,90
ISBN 3-85076-603-9

Der vorliegende Sammelband behandelt aktuelle Themen der Gesundheitsversorgung aus der Perspektive der Pflege und er stellt Entwicklungen vor, die für die professionelle Pflege richtungsweisend sind. In mehreren Beiträgen beschäftigen sich die Autoren und Autorinnen mit der Thematik der universitären Ausbildung und mit der Entwicklung der Pflegewissenschaft und der Pflegeforschung auf nationaler und internationaler Ebene. Weitere Schwerpunkte des Buches sind neueste pflegewissenschaftliche Erkenntnisse zur Betreuung Alter, chronisch kranker Menschen, die Situation von pflegenden Angehörigen und der Ausbau neuer Pflegebereiche wie beispielsweise ambulante und extramurale Pflege sowie Palliativpflege.

Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations (Hrsg.):

Ergebnismessung in der Pflegepraxis.

Verlag Hans Huber. Bern 2002, 211 S., € 29,95
ISBN 3-456-83826-3

In einem Gesundheitswesen, in welches zunehmend marktwirtschaftliche Elemente eingeführt werden, kommen Kriterien der Effektivität, Effizienz und Qualität eine große Bedeutung zu; nicht nur um Bestehendes zu verbessern sondern auch, um Gutes zu erhalten. Ergebnisorientierung, Ergebnismessung und Ergebnissicherung sind die dazu gehörenden Begriffe. Die deutsche Übersetzung des amerikanischen Fachbuches stellt die Grundlagen der Ergebnismessung und des Outcome-Managements in der Pflege dar. Es erläutert die praktische Umsetzung in den Prozessen der Pflege und der interdisziplinären Versorgung im Zusammenhang mit der Leistungsberechnung und der Qualitätssicherung.

Oskar Meggeneder und Horst Noack (Hrsg.):

Integration in der Versorgung und Pflege

Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Universität Linz, Linz 2002, 161 S., € 14,40
ISBN 3-900581-38-X

Ein wesentliches Merkmal des österreichischen Gesundheitswesens ist seine Fragmentierung. Diese zeigt sich auf den unterschiedlichsten Ebenen. So ist es bislang nur in Ansätzen gelungen, die schwierige Schnittstelle zwischen intra- und extramuraler Versorgung zu meistern. Verbesserungsbedürftig ist auch die Kooperation der verschiedenen Gesundheitsberufe. Es wird zwar zunehmend erkannt, dass der Patient Co-Produzent seiner Gesundheit ist, im Alltagsgeschehen der Krankenbehandlung sehen sich jedoch Patienten und Patientinnen paternalistischen Strukturen gegenüber. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien werden zwar allgemein als Chance zur Prozessoptimierung im Gesundheitswesen gesehen, es wird aber auch befürchtet, dass technische Information zu Lasten menschlicher Kommunikation geht. Die Fragmentierung des Gesundheitswesens zeigt sich auch in seiner Finanzierung. Etatistisches Denken verhindert eine Gesamtsicht auf das Gesundheitswesen und damit auch eine optimale Allokation der finanziellen Ressourcen. Namhafte deutsche und österreichische Experten zeigen das derzeitige Gesundheitswesen kennzeichnende Defizite auf und legen Lösungsansätze vor.

ICA-Deutschland e.V. (Hrsg.): Interstitielle Cystitis

The State of the Art.

Biermann Verlag, Köln 2002, 254 S., € 39,-
ISBN: 3-930505-39-8.

Obwohl der Begriff der interstitiellen Cystitis (IC) bereits Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt wird, gilt diese Erkrankung auch nach über 100 Jahren noch als letztlich unklare, unheilbare und chronisch verlaufende Blasenerkrankung. Für die IC gibt es, vermutlich auf Grund ihres unklaren Charakters, vergleichsweise wenig wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die IC ist definitionsgemäß zwar „gutartig“, vom Charakter her jedoch alles andere als „gutmütig“. Sie schränkt durch quälende Symptome, wie häufiges Wasserlassen, Dranggefühl und Schmerzen eine normale Lebensführung bereits in banalen Alltagssituationen ein. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden Epidemiologie, Ätiologie, Diagnostik der interstitiellen Cystitis behandelt. Teil zwei setzt sich mit den therapeutischen Ansätzen bei der interstitiellen Cystitis auseinander während der dritte Teil ergänzende Beiträge zur Behandlung der IC enthält. Eine Literatur- und Adressenliste runden den Sammelband ab.

Alfred Pritz (Hrsg.):

Globalized Psychotherapy

Facultas Universitätsverlag, Wien 2002, 852 S., € 88,-
ISBN 3-85076-605-5

Die moderne Psychotherapie kann auf eine bereits zweihundertjährige Geschichte zurückblicken. Sie stellt zwar mittlerweile ein eigenes Berufsfeld und eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin dar. Dennoch ist auch heute vielen noch unklar, welcher Stellenwert der Psychotherapie in der Behandlung psychischer Konflikte zukommt. Aus diesem Grund hat sich der Herausgeber des Sammelbandes die Mühe gemacht, nicht weniger als 46 Länderbeiträge zu sammeln, die einen Überblick über den Stand der Psychotherapie und die bevorzugten Methoden im jeweils dargestellten Land geben. Weitere 21 Beiträge beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten psychotherapeutischen Methoden und Schulen. Dem materialreichen Sammelband ist eine Einführung des Herausgebers vorangestellt

David G. Kleinbaum und Mitchell Klein: Logistic Regression

A Self-Learnung Test.

Springer Verlag, New York 2002, 520 S., € 87,95
ISBN 0-387-95397-3

Die 13 Kapitel des in zweiter Auflage in der Reihe „Statistics for Biology and Health“ erschienenen Lehrbuchs zum Selbststudium sind in gleicher Weise gegliedert. Einer Einführung zum jeweiligen Kapitel folgt eine kurzgefasste Übersicht sowie eine Beschreibung der Ziele des jeweiligen Kapitels. Darauf folgt eine ausführliche Darstellung des Kapitelinhalts. Der nächste Abschnitt des Kapitels enthält eine ausführliche Übersicht, gefolgt von einem Kasten mit dem zum Kapitel gehörenden mathematisch-statistischen Formeln. Anschließend folgen Übungsbeispiele, dann Testaufgaben sowie die Lösungen zu den Übungsbeispielen. Die Lösungen zu den Tests sind für sämtliche Kapitel im Anhang enthalten. Gleichfalls im Anhang finden sich Beschreibungen und Beispiele von Computerprogrammen die geeignet sind, die im Haupttext enthaltenen statistischen Verfahren durchzuführen. Folgende Programme werden dabei berücksichtigt: ASA Version 8.0, SPSS Version 10.0 und STATA Version 7.0. Abgeschlossen wird das Lehrbuch mit einer Bibliographie und einem Sachindex.

Bernd Röhrle (Hrsg.):

Prävention und Gesundheitsförderung Bd. II

dgvt-Verlag, Tübingen 2002, 500 S., € 30,-
ISBN 3-87159-608-6

Der vorliegende Sammelband zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung legt den Schwerpunkt auf den Bereich der Psyche, der, zumindest in der Gesundheitsförderung, häufig vernachlässigt wird. Die einzelnen Beiträge beschäftigen sich mit der Prävention und Gesundheitsförderung psychischer Störungen (auf Grund von Scheidung und Fehlverhalten bei den Essgewohnheiten), Stressbewältigung in weitestem Sinne, Prävention von Sucht und Drogenmissbrauch, Gesundheitsförderung in Settings (Arbeitswelt und Hochschule) sowie Gesundheitsförderung für ältere Menschen, um deren Lebensqualität zu heben. Eingeleitet wird der sehr empfehlenswerte Sammelband mit drei Grundsatzbeiträgen zu Gesundheitsförderung und theoriegeleiteten Präventionsansätzen.

Hannelore Anthes, Janet Peters und Bettina Schubert-Hadeler:

Innovation (in) der Pflege.

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 230 S., € 19,80
ISBN 3-935964-03-X

Die drei im vorliegenden Buch enthaltenen Beiträge wurden mit dem „Innovationspreis Gesundheit“ des Landesverbandes Hessen der Betriebskrankenkassen ausgezeichnet. Peters weist in ihrer Arbeit die Notwendigkeit nach, dass die Pflege bei der Einführung von Diagnosis Related Groups, im Rahmen der Einführung der neuen Krankenhausfinanzierung in Deutschland, entsprechend berücksichtigt werden muss. Schubert-Hadeler beleuchtet in ihrer Arbeit das Thema der Beratung pflegender Angehöriger. Sie nimmt eine Inventur bestehender Beratungsangebote für pflegende Angehörige vor und durchleuchtet diese kritisch. Auf Grund der Kritik und dem eigenen Beratungsverständnis entwickelt sie ein neues Strukturmodell der Beratung in der häuslichen Pflege. Anthes verfolgt in ihrem Beitrag ein ähnliches Anliegen. Sie entwirft am Beispiel pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten einen gesundheitsfördernden (salutogenetischen) Beratungsansatz

Wolfram Fischer: Diagnosis Related Groups (DRGs) und Pflege

Grundlagen, Codierungssysteme, Integrationsmöglichkeiten.

Verlag Hans Huber, Bern 2002, 472 S., € 59,95
ISBN 3-456-83576-0

Etwa die Hälfte der Gesundheitsausgaben in Österreich entfällt auf den Krankenhaussektor. Dies war nicht zuletzt der Grund, dass die Krankenanstaltenfinanzierung im Jahr 1997 neu geregelt wurde. Seither werden die von den Krankenhäusern erbrachten Versorgungsleistungen mit den sogenannten Landesfonds abgerechnet, und zwar pro krankenversicherter Person nach Diagnosenfallgruppen (Diagnosis Related Groups). Die Einführung eines ähnlichen Systems in Deutschland steht bevor. Der Autor beschreibt die Erfahrungen mit derartigen Systemen an den Länderbeispielen: Belgien, Dänemark, Schweden und der Schweiz. Der Verfasser analysiert die unterschiedlichen DRG-Systeme und bringt in diesem Zusammenhang insbesondere den Aspekt der Pflege ein, die seiner Meinung nach zu wenig in die Systeme integriert ist. Eine entsprechende Berücksichtigung der Pflege könnte die Qualität von DRG-Systemen entscheidend verbessern.

Sabine Hering und Gudrun Maierhof: Die unpässliche Frau

Sozialgeschichte der Menstruation und Pflege.

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 192 S., € 19,90
ISBN 3-933050-99-5

Hering und Maierhof beschreiben in ihrem Buch die bis heute gängigen Vorurteile und Mythen bezüglich der Menstruation aus einer historischen Perspektive. Viele der kuriosen Überzeugungen, etwa von der Giftigkeit des Menstruationsblutes, sind offensichtlich unausrottbar und sorgen auch noch heute für Berufsverbote in der Lebensmittelindustrie. Es gibt aber auch subtilere Methoden, um mit der Menstruation, angebliche (Leistungs)Schwächen von Frauen in Beruf und Gesellschaft zu begründen. Man denke hier nur an die gängige Werbung für Tampons und Monatsbinden. So besehen ist das Buch nicht nur für die Betroffenen sondern auch für Männer eine höchst aufschlussreiche Lektüre.

BIOSKOP-AutorInnenkollektiv:

Sterbehilfe - Die neue Zivilkultur des Tötens?

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 96 S., € 14,90
ISBN 3-935964-02-1

„Über dem Thema Sterbehilfe liegt in Deutschland ein dröhnendes Schweigen“. Dieser Einleitungssatz des vorliegenden Buches trifft mindestens genauso für Österreich zu. Auch hierzulande beschreitet die Politik den Weg des „Nicht-Hinsehens“. Das allgemeine gesetzliche Verbot der Sterbehilfe wird hoch gehalten, gleichzeitig lässt man aber private Interessen gewähren und betrachtet mit mildem Interesse die Entwicklungen in Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Die Möglichkeiten der Intensiv- und Palliativmedizin, der um sich greifende „Jugendwahn“ und die zu beobachtende Entsolidarisierung der Gesellschaft verlangen aber geradezu nach einer aktiven Auseinandersetzung mit diesem Thema. Der vorliegende Sammelband gibt zwar keine Antworten; in den Beiträgen werden aber sehr diffizil jene Fragen aufgeworfen, die nur in einem gesellschaftlichen Konsens gelöst werden können

Dieter Ahrens: Technologiebewertung und Public Health

Gesundheitsökonomische Evaluation und HTA am Beispiel Krebsfrüherkennung.

Verlag Hans Huber, Bern 2002, 238 S., € 39,95
ISBN3-456-83870-0

Die Bewertung von neuen Technologien in der Medizin ist heute weitgehend akzeptiert und ist state of the art in der modernen Gesundheitspolitik. Angesichts knapper werdender Budgets im Gesundheitswesen und der Einsicht, dass die üblichen wettbewerblichen Marktsteuerungselemente im Gesundheitsmarkt versagen, werden zunehmend Methoden nachgefragt, die geeignet sind, eine effektive und effiziente Ressourcenallokation zu gewährleisten. Gesundheitsökonomische Evaluation und Health Technology Assessment (HTA) sind zwei Methoden, die diese Bemühen unterstützen können. An den Beispielen Mammographie-Screening und Zervixkarzinom-Screening werden die Potenziale und Grenzen der beiden Evaluationsverfahren dargestellt und diskutiert.

Reinhard Krepler et al.: Recht im Krankenhausalltag

Ein Ratgeber für Pflegepersonal, Ärzte und Patienten.

LexisNexis Verlag, Wien 2002, 151 S., € 25,-
ISBN 3-7007-2152-8

Die Verfasser des vorliegenden Buches zeigen in kurz gefasster Form anhand von praktischen Beispielen, wie die einschlägigen Rechtsvorschriften im Krankenhausalltag umgesetzt werden können. Ausgewählt wurden häufige, aber auch schwierig zu handhabende Probleme. Die Verfasser, der ärztliche Direktor eines großen öffentlichen Krankenhauses, die Pflegedirektorin einer Privatklinik und der Leiter des Rechtsbüros eines Großkrankenhauses bemühen sich um eine gemeinsame, allen Zielgruppen gerecht werdende Betrachtungsweise und vermitteln somit einen vertieften Einblick in die Problemstellungen des Krankenhausalltags.

Herbert Emberger et al. (Hrsg.):

Das ärztliche Gutachten

Verlagshaus der Ärzte, Wien 2002, 590 S., € 72,60
ISBN 3-901488-20-0

Die Bedeutung und Verantwortung der ärztlichen Sachverständigen in Gerichtsverfahren, in Verfahren vor Verwaltungsbehörden, bei Sozialversicherungsträgern und Bundessozialämtern sind in den letzten Jahren ständig gestiegen. Der juristische Teil des vorliegenden Buches vermittelt grundlegendes Wissen über das österreichische Gerichtsverfahrensrecht und Sachverständigenwesen sowie über die Befundaufnahme zum Aufbau eines schlüssigen und nachvollziehbaren Gutachtens. Daneben wird eine umfassende fachlich-medizinische Darstellung aller wesentlichen zu begutachtenden Bereiche geboten.

Doris Schaeffer und Michael Ewers (Hrsg.):

Ambulant vor stationär Perspektiven für eine integrierte ambulante Pflege Schwerkranker.

Verlag Hans Huber, Bern 2002, 415 S., € 34,95
ISBN 3-456-83662-7

Die gesundheitspolitische Leitidee: „Ambulant vor stationär“ gibt es im deutschen Sprachraum bereits seit 30 Jahren. Allerdings war den damit verbundenen Bemühungen um eine Verlagerung einzelner Leistungen und Patientengruppen aus dem stationären in den ambulanten Bereich lange Jahre nur wenig Erfolg beschieden. Den jüngsten Flop hat Österreich mit der Einführung der Ambulanzgebühr zu verzeichnen. In letzter Zeit gewinnt allerdings die häusliche Pflege und Versorgung - internationalen Vorbildern folgend - auch in Deutschland und Österreich mehr und mehr an Bedeutung. Ausschlaggebend sind dafür nicht zuletzt die Einführung und Adaptierungen der Krankenhausfinanzierung auf DRG-Basis. Der vorliegende Sammelband gibt einen guten Einblick in den gegenwärtigen Entwicklungsstand der häuslichen Pflege und Versorgung. Darüber hinaus bietet er die Möglichkeit, sich über die diesbezüglichen Entwicklungen in anderen europäischen Ländern sowie in den USA und Australien zu informieren. Zudem werden ausgewählte Problemfelder und Innovationen in der häuslichen Versorgung Schwerkranker beleuchtet.

Heinz Barta und Gerson Kern (Hrsg.):

Recht auf Gesundheit

Verlag Österreich, Wien 2002,
219 S., € 32,-
ISBN 3-7046-3770-X

Der von Barta und Kern herausgegebene Sammelband widmet sich grundlegenden medizinrechtlichen Fragestellungen, wie Patientenrechte und Patientenautonomie. Die in öffentlicher Diskussion stehenden Fragen in Verbindung mit medizinischer Forschung und Behandlung erfordern eine Besinnung auf ethische, religiöse und philosophische Grundwerte. Gesundheit ist nicht nur eine professionelle Angelegenheit der Mediziner; Rechte und Pflichten sind nicht nur ein Berufsinteresse der Juristen. Freiheit und Verantwortung sind mehr als nur ethische Kategorien. Glaube und religiöse Werte sind mehr als nur theologische Grundbegriffe. Ein interdisziplinärer Zugang im Sinne eines konstruktiven Aufeinanderhörens ist unverzichtbar und ist eine der großen Herausforderungen, um in Zukunft mit dem Recht auf Gesundheit und dem Schutz der Gesundheit in einer gesellschaftspolitisch verantwortungsvollen Weise umgehen zu können

Thomas Elkeles und Arno Georg:

Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen
Evaluation eines Modellprogramms

Juventa Verlag, Weinheim-München 2002,
359 S., € 28,- 
ISBN 3-7799-1429-8

Der Umgang des Arbeitsmediziners mit arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen ist ein komplexer Vorgang. Damit es zur Untersuchung von arbeitsbedingten Erkrankungen kommt, muss zunächst eine entsprechende Gesundheitsgefährdung festgestellt werden. Diese muss dem Arbeitsmediziner gegenüber auch ausgesprochen oder von diesem wahrgenommen werden. Die Untersuchung von arbeitsbedingten Erkrankungen, wie es das Gesetz vorschreibt, stellt die dritte Stufe im Umgang mit Gesundheitsrisiken  und Gesundheitsschädigungen dar. Die vierte Stufe lässt sich als Bewältigung von arbeitsbedingten Erkrankungen in dreifacher Hinsicht beschreiben: Prävention, Kuration und Rehabilitation. Traditionellerweise liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit der Arbeitsmedizin in den beiden letztgenannten Bereichen. Die von Elkeles und Georg durchgeführte Metaanalyse von zehn Fallstudien, in welchen in einem präventiven Ansatz arbeitsbedingte Erkrankungen bekämpft wurden, liefert zahlreiche übertragbare Ergebnisse für eine breite Anwendung dieses Ansatzes.

Jürgen Wallner:

Live or let die?
Ethische Überlegungen zur Ressourcenallokation im Gesundheitswesen.

Books on Demand GmbH, Wien 2002,
132 S., € 19,60 
ISBN 3-8311-4174-6

Das öffentliche Gesundheitswesen befindet sich in einem Veränderungsprozess, der von Fragen der Finanzierung und einem tiefgreifenden Wertewandel bestimmt wird. Diese Veränderungen verlangen vielfache ethisch relevante Wertentscheidungen. Wobei die behauptete Finanzierungsfrage sich auf das Leistungsgeschehen auswirken wird. Wallner beschäftigt sich mit der leistungsbezogenen Herausforderung und geht auf die medizinisch, ökonomisch und ethisch brisante Frage ein, wie die Ressourcen im Gesundheitswesen verteilt werden sollen. Er arbeitet dabei drei Gestaltungsoptionen heraus: Eine kontinuierliche Ressourcenaufstockung, die Einigung auf Rationierungskriterien und die Einführung eines Mehr-Säulen-Modells in der Krankenversicherung. Nach Meinung des Autors ist letztere Option die Wahl des kleinsten Übels und sollte daher in der Gesundheitspolitik diskutiert werden.

Gerhard Igl et al. (Hrsg.):

Qualität in der Pflege
Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen alten Menschen in der stationären und ambulanten Altenhilfe.

Schattauer Verlag, Stuttgart 2002,
419 S. € 39,95 ISBN 3-7945-2178-1

Die 23 Beiträge des Sammelbandes beschäftigen sich mit allen Facetten der Diskussion über die Qualität der Pflege in Deutschland. Behandelt werden allgemeine Rechtsgrundlagen, Fragen der Qualifizierung des Pflegepersonals und der Professionalisierung der Pflege oder Verbesserung bei der Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen der Laienpflege und der professionellen Pflege. Die Entwicklung von Expertenstandards, Ansätzen für Qualitäts- und Pflegemanagement und der Entwicklung eines leistungs- und qualitätsorientierten Betriebsvergleichs von Pflegeeinrichtungen. Die Übertragung der in der Theorie ziemlich fortgeschrittenen Pflegekonzepte in die Praxis ist ein zentrales Anliegen des Readers. Anders als beispielsweise im angloamerikanischen Raum gehört die Qualitätssicherung in Deutschland, aber auch in Österreich, nicht selbstverständlich zur Unternehmenskultur von Pflegeeinrichtungen. So gesehen enthält das Buch eine Fülle von Anregungen zur Verbesserung der Pflegepraxis.

Kevin Teasdale:

Fürsprache in der Gesundheitsversorgung
Praxishandbuch für Pflege und Gesundheitsberufe.

Verlag Hans Huber, Bern 2002,
184 S., € 26,95 
ISBN 3-456-83843-3

Trotz vielfältiger Bemühungen werden nach wie vor Menschen durch Systeme und Institutionen des Gesundheitswesens entmündigt, die eigentlich den Patienten und Patientinnen dienen sollten. Das vorliegende Buch beschäftigt sich daher mit den nach wie vor aktuellen Fragen: Wie können Pflege- und andere Gesundheitsberufe die Rolle des Anwalts der Patienten ausfüllen und gestalten? Wie können Patienten dazu ermutigt werden, für sich selbst und ihre Patientenrechte einzutreten? Die Antwort auf diese Fragen wird mit Hilfe von Beispielen aus der Akutpflege und Gemeindepflege sowie dem Bereich der Behindertenpflege und der psychiatrischen Versorgung gegeben. Das Ergebnis ist ein umfassender Aufriss dieser neuen Aufgaben sowie der professionellen Rolle für Angehörige der Pflege- und Gesundheitsberufe.

Ralph Grossmann und  Klaus Scala (Hrsg.):

Intelligentes Krankenhaus
Innovative Beispiele der Organisationsentwicklung in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Springer Verlag, Wien-New York 2002,
208 S., € 24,80 
ISBN 3-211-83702-7

Die optimale Entwicklung der Aufbau- und Ablauforganisation von und in Krankenhäusern ist zwar ein aktuelles aber noch weitgehend ungelöstes Problem. Dem interessierten Leser wird anhand von internationalen Fallbeispielen ein Überblick über konkrete Reorganisationsprojekte in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen gegeben. Die Autoren beleuchten den Stellenwert von Organisationsentwicklung für die komplexen Steuerungsanforderungen des Versorgungssystems Krankenhaus. Die Praxisbeispiele vermitteln einen guten Überblick über unterschiedliche Zugänge und Problemstellungen von Veränderung. Sie bieten eine praktische und theoretisch fundierte Orientierung aus erster Hand. Ein gesellschaftlich zukunftsweisender Umgang mit öffentlichen Gütern wie Gesundheit, Bildung, Sicherheit und sozialer Integration stellt hohe Anforderungen an die dafür eingerichteten Organisationen und ihre Steuerung. In diesem Sinne können die vorgestellten Praxismodelle auch als Beispiele für andere Sektoren dienen.

Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.):

Daten des Gesundheitswesens

Ausgabe 2001. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001,
407 S., € 40,- 
ISBN 3-7980-7660-0

 Die im Rahmen der Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit herausgegebene Datensammlung versteht sich nicht nur als Nachschlagewerk für Fachleute, sondern bietet auch jenen, die sich aus aktuellen Gründen mit Gesundheitspolitik beschäftigen, einen reichhaltigen Überblick. Die Ausgabe 2001 beinhaltet wesentliche Strukturdaten zu wichtigen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland. Zum ersten Mal erscheinen in der zweijährlich aktualisierten Zusammenstellung Daten zur Situation in den ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen. Der Bogen der zehn Kapitel spannt sich von Bevölkerungsentwicklung, Krankheiten und Gesundheitsverhalten über Arzneimittelmarkt, Gesundheitsberufe und Versorgungseinrichtungen bis hin zum privaten und sozialen Krankenversicherungswesen sowie Finanzierungsfragen des Gesundheitswesens. In jedem Kapitel sind zahlreiche (inter)nationale Vergleiche über Zeitreihen als Jahresübersicht und in Schaubildern thematisch übersichtlich zusammengefasst.

Klaus-Dirk Henke und Christian Dräger (Hrsg.):

Gesundheitssysteme am Scheideweg: Zwischen Wettbewerb und Solidarität

Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001,
197 S., € 23,- 
ISBN 3-7980-7167-6

 Öffentliche Gesundheitssysteme, ihre Leistungsstandards, ihre Organisation und Wirtschaftlichkeit stehen nicht nur in Österreich auf dem Prüfstand. Allerdings erweist sich die Suche nach einem möglichst gerechten und umfassenden, gleichzeitig aber auch finanzierbaren Gesundheitssystem als schwierig. Wirtschaftliche Überlegungen stehen medizinisch-ethischen Gesichtspunkten gegenüber. Allenthalben wird ein Reformbedarf in der Krankenversicherung geortet, wobei sich die Diskussion auf den Kern zuspitzt: Öffentliche versus private Verantwortung. Dass bei einer Gesundheitsreform der Qualitätssicherung besonderes Augenmerk geschenkt werden muss, ist wohl unbestritten. All die angeführten Aspekte werden im vorliegenden Sammelband behandelt. Auch wenn der Schwerpunkt der Betrachtung auf der Situation in der Bundesrepublik Deutschland liegt, lassen sich die Diskussionsanstöße auf Österreich übertragen.

Thomas Kopetsch:

Zur Rationierung medizinischer Leistungen im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Nomos Verlagsgesellschaft. Baden-Baden 2001, 204 S., € 29,60
ISBN 3-7890-7142-0

Im ersten Teil des vorliegenden Buches werden die Ursachen analysiert, die für das dynamische Wachstum des Gesundheitsmarktes verantwortlich sind. Als wesentlichste Ursache wird herausgearbeitet, dass der medizintechnologische Fortschritt - in welcher Form auch immer - immer zu Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen führt. Medizintechnologischer Fortschritt, der zu Ausgabensenkungen führt, scheint ins Reich der Mythen zu gehören. Auch der von vielen Experten favorisierte Ausbau der Prävention erweist sich letztendlich als ausgabensteigernd und nicht als ausgabensenkend. Für den Autor ist die Rationierung medizinischer Leistungen unausweichlich, soll das Gesundheitswesen auch in Zukunft finanzierbar sein. Im zweiten Teil des Buches wird die Rationierungsproblematik unter medizinischen, ethischen und ökonomischen Aspekten beleuchtet und systematisiert. Zugleich werden die Rationierungspraktiken in verschiedenen Ländern dargestellt. Im dritten Teil seines Buches stellt der Autor sein eigenes Rationierungsmodell vor.

Manfred Haubrock und Susanne Gohlke:

Benchmarking in der Pflege
Mit einer Benchmarking-Studie ambulanter Pflegeeinrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft sowie Fragekatalogen und Auswertungsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen (inkl. CD-ROM).

Verlag Hans Huber, Bern 2001,
248 S., ATS 364,- ISBN 3-456-83369-5 - 

Benchmarking kann sich für ambulante Pflegedienste als ein Managementinstrument bewähren, um sich am Markt besser behaupten zu können. Im Regelfall ist bei Einsatz diese Instrumentes aber auch die Möglichkeit der Qualitätsverbesserung gegeben. Die Autoren beschreiben den Benchmarkingprozess, vor allem unter dem Gesichtspunkt seiner Anwendung in ambulanten Pflegeeinrichtungen. Anhand einer Benchmarkingstudie, die in acht Pflegeeinrichtungen durchgeführt wurde, erhalten die Leserinnen und Leser Anleitungen und Hinweise zur Durchführung von derartigen Vorhaben.

Heidi Schmocker et. Al. (Hrsg.):

Gesundheitsförderung im Alter durch präventive Hausbesuche
Ein neues Betreuungsmodell aus pflegerischer, geriatrischer und ökonomischer Sicht.

Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik, Muri 2000,
242 S., SFR 46,- ISBN 3-85707-062-5

 In einem Modellprojekt, welches in Bern durchgeführt wurde, konnte nachgewiesen werden, dass präventive Hausbesuche bei älteren Menschen Behinderungen und Pflegebedürftigkeit wirksam vermeiden oder hinausschieben können. Der Tenor einer kritischen Betrachtung des Modellprojektes durch Experten verschiedener Disziplinen lautet: Präventive Programme sollten langfristig zu einem anerkannten und integrierten Bestandteil der Altersvorbereitung werden, da nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflusst wird, sondern auch eine Ausgabenreduktion im Gesundheitswesen zu erwarten ist.

Helga Strätling-Tölle (Hrsg):

50 Tage intensiv - Oder: Die menschliche Würde im Krankenhaus.

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main,
192 S., ATS 218,- ISBN 3-933050-53-7

Im vorliegenden Buch werden die Erfahrungen einer Frau geschildert, deren Mann aufgrund einer Atemswegerkrankung 50 Tage auf einer Intensivstation verbracht hat. Ergänzt wird ihr bewegender Bericht durch die Erinnerungen des Betroffenen aus dem Koma. In der Akademie für Ethik in der Medizin in Göttingen tätige Wissenschafter und Wissenschafterinnen haben die Texte aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven kommentiert. Das Buch gibt zweifellos wertvolle Anregungen zur Förderung eines menschenwürdigen Umganges im Alltag eines Krankenhauses.

Regina Kunz et al.:

Lehrbuch Evidenzbasierte Medizin in Klinik und Praxis -

Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2000,
432 S., ATS 569,- ISBN 3-7691-0383-1

Einführend wird der Bedarf, das Handwerkzeug und die Technik evidenzbasierter Medizin dargestellt. Anschließend vermittelt der Sammelband das Basiswissen evidenzbasierter Medizin anhand von beispielhaften Diagnosen und Diagnosegruppen. Der Leser wird Schritt für Schritt mittels konkreter Fallbeispiele aus der Versorgungspraxis an die Grundlagen einer evidenzbasierten Entscheidungsfindung herangeführt. Der Sammelband ist didaktisch einheitlich aufgebaut und auf konkrete Umsetzbarkeit ausgerichtet. Ein Anhang mit einem Glossar, weiterführender Literatur und Kontaktadressen beschließt den Sammelband.

Jan Böcken et al. (Hrsg.):

Reformen im Gesundheitswesen - Ergebnisse einer internationalen Recherche.

Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2000,
190 S., ATS 212,- ISBN 3-89204-515-1

 Der vorliegende Reader untersucht die Gesundheitssysteme von Dänemark, Deutschland, Finnland, UK, Kanada, Niederlande, Schweiz und USA. Ansatz der Analyse ist es, herauszufinden, welche Anreizsysteme es in den einzelnen Ländern gibt, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, und die Qualität in den medizinischen Versorgungsstrukturen zu stärken, damit die medizinische Grundversorgung auch in Zukunft erhalten bleibt. Bei aller Problematik, mit der Ländervergleiche üblicherweise behaftet sind, so lassen sich doch Anregungen für unser Gesundheitssystem ableiten, vor allem aber lernt man, welche Fehler nicht unbedingt nachvollzogen werden sollten.

Jürgen Klauber et al. (Hrsg.):

Innovation im Arzneimittelmarkt

Springer-Verlag, Heidelberg 2000,
254 S., ATS 716,- ISBN 3-540-67706-2 -

Der vorliegende Sammelband stellt zunächst internationale Erfahrungen zur Beurteilung von Arzneimittelinnovationen dar, wobei schwerpunktmäßig der Umgang mit Arzneimittelinnovationen in Japan, British Columbia, Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland behandelt wird. Das Buch enthält des weitern eine Bestandsaufnahme und Beurteilung neuer Wirkstoffe (1978-1999), behandelt den innovatorischen Wettbewerb am Arzneimittelmarkt und setzt sich mit zahlreichen ökonomischen Aspekten auseinander, wie zum Beispiel: Steuerung der Verordnungsgewohnheiten, Budgetierung, Finanzierbarkeit, Kosten und Gewinnspannen. Abgerundet wird der Sammelband mit einem Beitrag über Lebenszyklen von Arzneimittelinnovationen.

Christina Dietscher et al. (Hrsg.):

Das Krankenhaus als gesundheitsfördernder Arbeitsplatz

Facultas, Wien 2000, 301 S.,
ATS 348,- ISBN 3-85076-500-8

Der vorliegende Band fasst die Referate und Poster der 3. Österreichischen Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser sowie eingeladener Beiträge zum Thema zusammen. Anhand von Beispielen aus der Praxis und empirischen Studien werden schwerpunktmäßig Strategien, Konzepte und Erfahrungen zur Entwicklung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze für Beschäftigte im Krankenhaus vorgestellt. Gerade angesichts der steigenden Lebensarbeitsdauer, welche die ohnehin vielfältigen und erheblichen Belastungen am Arbeitsplatz Krankenhaus prolongiert, ist der Einsatz gesundheitsfördernder Strategien und Maßnahmen ein Gebot der Stunde.

Knut Dahlgaard et al.:

Profit-Center-Strukturen im Krankenhaus
Potenziale, Risiken und (Neben-)Wirkungen.

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2000,
136 S., ATS 166,- ISBN 3-933050-51-0 -

Die Schaffung dezentraler Organisationsstrukturen soll einen Beitrag zur finanziellen Entlastung der Krankenhäuser leisten. Gleichzeitig werden, unter dem Stichwort Profit-Center, betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente eingeführt, welche dezentrale Ergebnisverantwortung, Motivationssteigerung und wirtschaftlichere Leistungserstellung zum Ziel haben. Das Autorenteam beleuchtet kritisch den konzeptionellen Hintergrund dieses Ansatzes, stellt den Entwicklungsstand und Verbreitungsgrad dar und beurteilt die Chancen und Risiken aus der Sicht des wichtigsten Erfolgsfaktor eines Krankenhauses, nämlich den Beschäftigten. Besondere Berücksichtigung findet der Zusammenhang zwischen betrieblichen Steuerungselementen und der den Krankenhäusern eigentümlichen Führungsstruktur

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upd: 20090105