Newsletter 2/2000

 






 

  • Ist Mammographie als Reihenuntersuchung für die Brustkrebsfrüherkennung gerechtfertigt?
  • Internationaler KongressPublic Health - Entwicklungen und Potentiale vom 6. bis 8. Oktober 1999 in Freiburg i. Br.

 

 

  

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Die am 13./14. April des Jahres abgehaltene wissenschaftliche Jahrestagung der Gesellschaft, die unter dem Titel stand: „Vernetzte Gesundheit – Chancen und Risiken des Internet für die Gesundheit“, kann als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Mit rund 150 TeilnehmerInnen haben wir in der Reihe der bereits zum vierten Mal abgehaltenen Jahrestagungen sozusagen einen „Besucherrekord“ aufgestellt. Mit dem Tagungsthema wurde offensichtlich ein wichtiger Bereich angesprochen, wie die regen und mitunter hitzigen Diskussionen bei den Plenarreferaten und in den Workshops zeigten. Obwohl der Schwerpunkt der Referatsbeiträge in der technischen Seite des Internet lag und vor allem die Chancen betonte, fehlte es nicht an kritischen Untertönen. Insbesondere im Schlussreferat von Dippoldsmann wurden sehr pointiert die risikobehafteten Auswirkungen im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich dargestellt. Der Tagungsband, der die schriftliche Fassung der Referate sowie die Diskussionsergebnisse in den Workshops enthält, wird dieses Mal wahrscheinlich rasch fertiggestellt werden können. Dies ist uns mit dem Tagungsband der 3. wissenschaft- lichen Jahrestagung, die unter dem Thema stand: „Transparenz im Gesundheitswesen“ nicht gelungen. Dieser wurde erst dieser Tage kostenlos an die TagungsteilnehmerInnen und die Mitglieder der Gesellschaft versandt. Der Tagungsband der 3. wissenschaftlichen Jahrestagung kann über dem Buchhandel bezogen werden. 

Im folgenden die bibliographischen Daten: Oskar Meggeneder und Horst Noack (Hrsg.): Transparenz im Gesundheitswesen. Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik Johannes Kepler Universität, Linz 2000, ISBN 3-900581-29-0, 189 Seiten, ATS.198,–

Anlässlich der Generalversammlung wurden für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Univ.-Doz. Dr. Elisabeth Seidl und Dr. Katharina Heimerl einstimmig neu in den Vorstand gewählt: Frau Maga Silvia Kühne-Ponesch, Leiterin der Pflege und Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Rudolfinerhaus in Wien sowie Dr. Reli Mechtler, Wissenschafterin am Forschungsinstitut für Pflege- und Gesundheitssystemforschung der Universität Linz.

Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern sei an dieser Stelle sehr herzlich für ihre Mitarbeit in der Gesellschaft gedankt. In unserer Homepage wurde ein Button: „Artikel aus internationaler Fachpresse“ eingefügt. Sie finden dort wichtige Kurzbeiträge, die von unserem Vorstandsmitglied Dr. Franz Piribauer übersetzt wurden.

 

Dr. Dr. Oskar Meggeneder, Präsident der ÖGGW&PH


Termine

15.-17. Juli 2000, Hannover, Deutschland:

"Medicine meets millennium"

World Congress on Medicine and Health anlässlich der World Exposition EXPO 2000

Kontaktpersonen: Dr. Karl Kuhn, Natalie Henke, Vivien Peters, Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin, Friedrich-Henkel-Weg 1-25. D-44149 Dortmund, Tel: +49/2319071 243/242, Fax: +49/2319071-454;

e-mail: baua@baua2do.shuttle.de

 

14.-18. August 2000, Bad Schwartau, Deutschland:

"Qualitätssicherung in Einrichtungen des Gesundheitswesens"

Interne Prozessbegleitung und -beratung zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung (IFB) Seminarreihe in 3 Teilen Themen u.a.: Einführung in das Fachgebiet "Qualitätssicherung", Aktionsplanung zur Einführung eines dezentralen Qualitätssicherungssystems, Wissenschaftlich begründete Entwicklung von Pflegestandards, Motivation und Schulung von MitarbeiterInnen; Ansprechpartner: DBfK Geschäftsstelle , Landesverband Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Am Hochkamp 14, D-23611 Bad Schwartau, Tel: +49/451/-292340,

Fax: +49/451/2923444

 

7. September 2000, Krakau, Polen:

"Fourth International Conference of the International Council of Education of People with Visual Impairment: Visions and Strategies for the New Century"

Diese Konferenz dient als Treffpunkt und zum Informationsaustausch für Erzieher, Lehrer und andere in der Ausbildung sehbehinderter Kinder und Jugendlicher tätiger Personen. Arbeitssprache ist English. Ansprechpartner: Hermann Gresnigt, ICEVI Europe, St. Elisabethstraat 4 5361 HK Grave, Niederlande, Tel: 003148/6471003,, Fax: 003148/6420497,

e-mail: hermann.gresnift@wxs.nl,

 

17.-23. September 2000, St. Andreasberg, Deutschland:

"Von Mäusen und Menschen …"

Tagung zu Auswirkungen der Gentechnologie auf den Menschen und deren weitere Entwicklung. Kostenpunkt: DM 415, Arbeitssprache Deutsch/Englisch, Ansprechpartner: Internationaler Arbeitskreis Sonnenberg, Bankplatz 8, D-38100 Braunschweig, Tel: +49/531/243640, Fax: +49/531/2436450, e-mail: sonnenberg@tu-clausthal.de

 

27.-29. September 2000, Kopenhagen, Dänemark:

Internationale Konferenz

"Reducing Social Inequalities in Health"

Diese Konferenz richtet sich an Entscheidungsträger, Forscher und Praktiker. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen u.a. europäische Fallstudien zu sozialen Ungleichheiten im Gesundheitsbereich und Strategien zu deren Abschwächung. Ansprechpartner: Allgemeine Informationen – Topcon ApS, Hovedgaden 14, P.O.Box 106, 2970 Horsholm, Dänemark, Tel: 0045/45761701, Fax: 0045/45767901, e-mail: conference@topcon.dk

 

12. Oktober 2000, Salzburg, Österreich:

"Gesundheitsförderung braucht Partner – Strategien und Praxis

in Klein- und Mittelbetrieben"

5. Informationstag der Österreichischen Kontaktstelle für betriebliche Gesundheitsförderung im Rahmen des EU-Netzwerkes, Teilnahmegebühr: ATS 500,–/EURO 36,34; Ansprechpartner: Oberösterreichische Gebietskrankenkasse, Gruberstr. 77, 4020 Linz, Frau Martina Blutsch, Tel.: 0732/7807/2851; Fax: 0732/7807/2680

e-mail: martina.blutsch@ooegkk.at

 

 

8.-11. November 2000, Wien,

"3. Wiener Geriatrietage":

"Der demente Patient"

Ansprechpartner: Wiener Medizinische Akademie, Alser Straße 4, 1090 Wien, Tel: 01/405 13 83;

Fax. 01/405 13 83 23; e-mail: office@medacad.org

 


 

Ist Mammographie als Reihenuntersuchung für die Brustkrebsfrüherkennung gerechtfertigt?

 

Mit der Methode der Evidenz basierten Medizin haben die dänischen Forscher Peter Gotzsche und Ole Olsen die Daten aller bisher veröffentlichten Studien zur Mammographie überprüft. Sie stellten fest: "Es gibt keinen verlässlichen Nachweis, dass Reihenuntersuchungen die Sterblichkeit an Brustkrebs verringert. (The Lancet 355, 9198, 8.01.2000) Gotzsche und Olsen weisen den bisherigen Studien methodische und statistische Fehler nach, die im Lancet Artikel ausführlich dargestellt werden. Sie gehen sogar soweit zu sagen, Reihenuntersuchungen seien nicht gerechtfertigt. Für besonders beunruhigend an den Ergebnissen dieser fundierten, in einer qualitativ höchstrangigen Zeitschrift publizierten Untersuchung hält Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Graz, dass keine Vorteile von Reihenuntersuchungen genannt werden können. Hinzu kommt, dass das sogenannte Screening auch negative Folgewirkungen haben kann: unnötige Eingriffe und falsch positive Resultate, die Frauen ängstigen. So liegt das Risiko, ein falsch positives Mammographieergebnis zu haben nach 10 Aufnahmen bei 40-49%, bei 20% dieser Frauen erfolgen Gewebeentnahmen. Seit 1985 gibt es in Schweden Reihenuntersuchungen, um Brustkrebs durch eine Mammographie frühzeitig zu erkennen. Eine Auswertung ergab, dass sich durch diese Untersuchungsmethode die Sterblichkeit an Brustkrebs nicht verringert hat. Diese Studie hat weitreichende Auswirkungen, da in verschiedenen Städten und Ländern Reihenuntersuchungen durch Mammographie erwogen werden. Im Unterschied zur Mammographie als Reihenuntersuchung an gesunden Frauen steht die Mammographie als diagnostisches Verfahren, wenn Frauen einen Knoten entdecken. In diesem Fall ist eine klinische Untersuchung durch ein(e) Ärzt(in) notwendig und sinnvoll.

 

Mag. Waltraud Posch. http://www.fgz.co.at

 

 

Die Gesundheit der Bevölkerung im Mittelpunkt: Internationaler Kongress

Public Health - Entwicklungen und Potentiale

Vom 6. bis 8. Oktober 1999 in Freiburg i. Br.

 

Die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit der Bevölkerung standen im Mittelpunkt des internationalen Kongresses zum Thema "Public Health – Entwicklungen und Potentiale", der von der Deutschen Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Frhr. v. Troschke organisiert wurde. Wissenschaftler und Repräsentanten des Gesundheitswesens und der Gesundheitswissenschaften/Public Health aus verschiedenen Disziplinen haben vom 6. bis zum 8. Oktober in Freiburg wichtige und aktuelle Fragen zu diesem Thema diskutiert. Die Österreichische Gesellschaft für Gesundheitswissenschaften und Public Health (ÖGGW&PH) und die Schweizerische Gesellschaft für Prävention und Gesundheitswesen (SGPG) haben sich an den Veranstaltungen beteiligt. Der Freiburger Public Health Kongress bot gleichzeitig das Forum für die wissenschaftlichen Jahrestagungen von fünf Fachgesellschaften:

  • Die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH)
  • Die 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
    für Sozialmedizin und Prävention
  • Die 7. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft
    für Epidemiologie (DAE)
  • Die 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
    für Medizinische Soziologie
  • Die Jahrestagung der Sektion Medizinsoziologie
  • der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 

An den drei Kongresstagen wurden in den wissenschaftlichen Sitzungen und Workshops insgesamt 650 Vorträge und Projektpräsentationen gegeben.

Die Schwerpunkte bezogen sich auf die folgenden Themen: Wie lässt sich das Gesundheitssystem effizient organisieren und finanzieren? Welche Möglichkeiten der Qualitätssicherung und Evaluation gibt es? Was ist der zukünftige Bedarf in Bereichen wie Prävention, Krankenbehandlung, Rehabilitation und Pflege und welche Konzepte gibt es dafür? Was sind die sozialen Folgen von Krankheit und Leid? Und schließlich: Wohin steuert die Gesundheitspolitik? Das Themenspektrum war breit gefasst, um die Vielfältigkeit und um das breite Spektrum zu beleuchten soll im folgenden in einer (nicht vollständigen) Auswahl die interessantesten Angebote an Workshop Themen, des Freiburger Public Health Kongress dargelegt werden:

Die Ausbildung für Public Health/Gesundheitswissenschaften in Deutschland und Europa / Harmonisierung, Qualitätsmanagement / Professionalisierung in den Gesundheitsberufen / Informationstechnologie und Public Health / Der Beitrag der Gesundheitspsychologie zur Public Health / Gesundheit in Entwicklungsländern 

Evaluation im Gesundheitswesen / Betriebliche Gesundheitsförderung / Migration und Public Health / Bevölkerungsorientierte Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung / EBM und Public Health (Netzwerk Evidenz-basierte Medizin, Deutsches Cochrane-Zentrum) / Tropenmedizin und internationale Gesundheit  / Gesundheitsökonomie: Der Beitrag der Wirtschaftswissenschaften zur Public Health / Managed Care in Deutschland? / Neoliberalismus und Gesundheitspolitik / Aids: Fragen und Lehren für Public Health / Salutogenese und Public Health / Kommune und öffentliche Gesundheit / Nutzung von Krebsregistern für die epidemiologische Forschung. Ergänzend dazu wurden in sehr übersichtlicher Form 49 ausgewählte POSTER Beiträge präsentiert und diskutiert. Dabei waren die Inhalte der Posterbeiträge den drei Themenschwerpunkten: - Evaluation und Evidenz / Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation / Zielorientierung, Information im Gesundheitswesen und Bedarfsforschung zugeordnet. Die Vielfalt der Fachrichtungen und Themenangebote während des Kongresses spiegelte den Strukturwandel von Medizin und Gesundheitswesen wider: Nicht mehr die Infektionskrankheiten, sondern chronisch-degenerative Leiden stehen heute im Vordergrund, die Altersstruktur der Bevölkerung hat sich verändert und die klassische medizinische Forschung und Behandlung ist oftmals an ihre Grenzen gestoßen. Den Gesundheitswissenschaftlern und Medizinern werden neue Kenntnisse und Fähigkeiten abverlangt werden und weitere Berufsfelder im Umfeld der Heilkunde sind im Entstehen begriffen. Viele dieser Themenbereiche lassen sich unter dem Dach der Gesundheitswissenschaften/Public Health zusammenfassen und sind auch für die Öffentlichkeit von eminenter Bedeutung. Die Verknüpfung von Public Health mit der medizinischen und gesundheitspolitischen Praxis ist daher so wichtig wie nie zuvor.

Der Kongress der sich an Gesundheitswissenschaftler, Dozenten und Studenten von Public Health-Studiengängen, an Mitglieder der beteiligten Fachgesellschaften, Gesundheitspolitiker und Repräsentanten/Mitarbeiter von Institutionen, Organisationen und Verbänden des Gesundheitswesens gewandt hat, bot in einer idealen Kombination die Möglichkeit und die Gelegenheit, sich sowohl im Rahmen ihrer Fachgesellschaften zu treffen, Veranstaltungen anderer Gruppierungen zu besuchen und gemeinsam interessierende Fragestellungen zu bearbeiten. Neben Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Diskussionsgruppen wurde Gelegenheit gegeben, in Poster-Sessions und einer umfassenden Ausstellung ein breites Spektrum an Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen.

 

Dr. Gerhard Polak, /Mitglied des Vorstandes ÖGGW&PH, Auslandsreferent der ÄK-Wien, Public Health Beauftragter der ÖÄK, Weihburggasse 10-12, 1011 Wien

 


 

Gerhard Polak (Hrsg):

Das Handbuch Public Health

Theorie und Praxis. Die wichtigsten Public Health-Ausbildungsstätten. Springer Medizin, Wien-New York 1999, 502 S., ATS 1.036,– ISBN 3-211-83176-2

In- und ausländische Experten diskutieren die Ziele und Aufgaben von Public Health, schreiben unter anderem über Management und Intervention , Analyse und Forschung sowie Berufsbild und Karrierechancen. Ein Nachschlageteil informiert über die renommiertesten Public Health-Ausbildungsstätten und gibt einen Überblick über sämtlich postgradualen Ausbildungsmöglichkeiten zum Master of Public Health.

 

Katja Ahlstich:

Gesundheitspolitische Einstellungen, Gesundheitsverhalten und Wertewandel

DUV Sozialwissenschaft, Wiesbaden 1999, 262 S., ATS 453,– ISBN 3-8244-4326-0

Zu den untersuchten gesundheitspolitischen Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger der alten und neuen Bundesländer Deutschlands gehören die dem Staat zugeschriebene Verantwortung für Gesundheit, die individuellen Präferenzen für staatliche Ausgaben und die Einstellungen zum Umfang der Aktivitäten im Gesundheitsbereich. Darüber hinaus wird die Bewertung der Leistungsfähigkeit von medizinischen Einrichtungen und der Qualität der Gesundheitsversorgung, das Vertrauen in das Gesundheitswesen sowie die individuelle Zahlungsbereitschaft für eine bessere gesundheitliche Versorgung analysiert. Die betroffenen Handlungsfelder sind: Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchgewohnheiten und Vorsorgeverhalten.

 

Klaus Zok:

Anforderungen an die gesetzliche Krankenversicherung

Einschätzungen und Erwartungen aus Sicht der Versicherten. Wissenschaftliches Institut der AOK, Bonn 1999, 80 S., DEM 22,– ISBN 3-922093-21-3

Die Studie enthält die Ergebnisse von zwei repräsentativen Befragungen und analysiert die Einstellungen und Erwartungshaltungen zu folgenden Themenbereichen: Krankenkassenwettbewerb, Hausärztliche Versorgung, Verbraucherschutz und Patientenrechte sowie Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung. Die Ergebnisse zeigen, dass künftig die Nachfrage von Versicherten und Patienten nach fundierter Beratung, Information und konkreter Unterstützung zunehmen wird.

 

Jochen Haisch, Rolf Weitkunat

und Manfred Wildner (Hrsg.):

Wörterbuch Public Health

Verlag Hans Huber, Bern-Göttingen-Toronto-Seattle 1999, 486 S., ATS 364,– ISBN 3-456-83051-3

Das Wörterbuch bietet einen Einstieg in die Begriffe und Themenfelder der sich rasch entwickelnden Gesundheitswissenschaften. Der Leser kann sich anhand der Stichworte rasch über diesen interdisziplinären und multiprofessionellen Wissensbereich informieren. Das Wörterbuch will bisher vorliegende Einführungen effektiv ergänzen. Dabei hält sich die Stichwortauswahl nicht an die engen Grenzen eines Faches, sondern geht fächerübergreifend möglichst umfassend auf Begriffe im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit ein.

 

Steiermärkische Krankenanstaltenges.m.b.H. (Hrsg.):

Qualitätsmanagement Führungskräfteklausur

Graz 1999, 110 S., kostenlos zu beziehen bei der Steiermärkischen Krankenanstaltenges.m.b.H., Herrn Mag. Andreas Mandl, Stiftingtalstr. 4-6, 8010 Graz

Der vorliegende Tagungsband enthält die Referate und Diskussionen einer Führungskräftetagung der Steiermärkischen KAGES. Die einzelnen Beiträge beschäftigen sich mit Evidence based medicine in der klinischen Praxis und dem Schnittstellenmanagement zwischen stationärem und niedergelassenem Bereich. Zwei Praxisbeispiele bezüglich der Erfahrungen mit dem Schnittstellenmanagement runden den Tagungsband ab.

 

Matthias David, Theda Borde

und Heribert Kentenich (Hrsg.):

Migration – Frauen – Gesundheit

Frankfurt am Main 2000, 276 Seiten, Mabuse-Verlag, ATS 291,– ISBN 3-933050-23-5

Eine ausreichende und effektive gesundheitliche Versorgung von Migrantinnen und Migranten wird oft durch interkulturelle Verständigungsschwierigkeiten, ethnisch und kulturell bedingte Missverständnisse oder Zugangsbarrieren behindert. In mehreren europäischen Ländern, unter anderem auch Österreich, wurden bereits erfolgversprechende Modelle für interkulturell ausgerichtete Versorgungseinrichtungen eingeführt. Diese auf die spezifischen Bedürfnisse der MigrantInnen zugeschnittenen Angebote werden im vorliegenden Sammelband beschrieben.

 

Leo Baric, Günter Conrad:

Gesundheitsförderung in Settings

Gamburg 1999, 188 Seiten, Verlag für Gesundheitsförderung, DEM 36,– ISBN 3-929798-27-1

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der Darstellung des Setting-Ansatzes der Gesundheitsförderung; und zwar den qualitativen Unterschied zwischen der Gesundheitsförderung in einem Setting und einem "gesundheitsfördernden Setting", als den neuen, von der WHO initiierten Ansatz der Gesundheitsförderung. Auf der Basis einer qualifizierten Differenzialdiagnose wird die konkrete Beschreibung eines gesundheitsfördernden Problems, die Auswahl seiner möglichen Lösungen und die Planung der entsprechenden Maßnahmen behandelt. Das Buch versteht sich als eine wissenschaftlich begründete und qualifizierte Orientierungshilfe für alle, die gesundheitsfördernde, bildende oder erzieherische Aktivitäten in einem Setting (Stadt, Schule, Betrieb und Krankenhaus) planen.

 

R. Horst Noack und Karin Reis-Klingspiegl:

Altern als Herausforderung, Band 2. Gesundheit macht alt

Graz 1999, 255 Seiten, Leykam Buchverlag, ATS 298,– ISBN 3-7011-7419-9

Das vorliegende Buch versteht Altern und insbesondere gesundes Altern als vielfältig vernetzte, dynamisch und aktiv gestaltete Lebens- und Entwicklungsprozesse. Es stellt ein neues, interdisziplinäres Modell gesunden Alterns sowie ein Arbeitsmodell für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsförderung vor. Es enthält eine Dokumentation von Gesundheitsprojekten für alte Menschen aus mehreren europäischen Ländern. Die gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse bilden gemeinsam mit den in den Projekten identifizierten innovativen Strategien und praktischen Maßnahmen die Grundlagen für mehrere Projektszenarien zur Gesundheitsförderung für ältere Menschen.