Liebe Leserin, lieber
Leser!
Die Bundesregierung hat
nach der anfänglichen Konsolidierungsphase Tritt gefasst, und
die Marschrichtung, vor allem in der Sozial- und
Gesundheitspolitik ist mittlerweile unschwer zu erkennen. Der
kurzfristige Abbau des Budgetdefizits und die mittelfristige
Reduktion der Staatsschulden wird naturgemäß den dynamisch
wachsenden Gesundheitssektor mit seinem traditionell hohen
Finanzierungsanteil durch die öffentliche Hand radikal und
nachhaltig treffen. Der sozialen Krankenversicherung, deren
Einnahmensteigerung nun schon seit mehreren Jahren unter der
Wachstumsrate des BIP liegt, wird nicht nur eine Mittelzufuhr
verweigert, sondern ihr werden sogar zusätzliche
Finanzierungslasten aufgebürdet. So müssen nunmehr vor allem
die Gebietskrankenkassen für den Gebarungsabgang der
strukturell benachteiligten Krankenversicherung der Bauern
gerade stehen, für deren Abgänge (1999: 624 Mill. ATS)
bislang der Bund aufgekommen ist. Da anzunehmen ist, dass die
Regierung ihr Versprechen, die Sozialversicherungsbeiträge
nicht anzuheben, einhalten wird, bleiben letztendlich die
Patienten über. Leistungseinschränkungen und die massive Erhöhung
von Selbstbehalten für die Patienten werden unabwendbar. In
Deutschland, wo dieser Kurs schon früher beschritten wurde,
wird mittlerweile ein Drittel der Gesundheitsausgaben von den
betroffenen Patienten finanziert. Der gewaltige Brocken einer
Neuordnung der Krankenanstaltenfinanzierung steht noch bevor.
Der „eiserne Sparwille“ der Regierung wird den
Finanzierungsdruck auf die nachgeordneten Gebietskörperschaften
verlagern. Die Diskussionen rund um die begonnenen
Verhandlungen zum Finanzausgleich, geben hierzu einen
Vorgeschmack. Dass die Länder ihrerseits versuchen werden,
ihre Finanzierungsprobleme weiterzugeben, ist zu erwarten. Wir
befinden uns zweifellos in einer Umbruchsphase, die
einschneidende und richtungsweisende Veränderungen bringen
wird. Die 5. Wissenschaftliche Jahrestagung der ÖGGW&PH:
„Reform des Gesundheitssystems.Wer profitiert - wer
verliert?”, am7./8. Juni 2001 wird sich daher mit den
möglichen Auswirkungen der bisher erkennbaren
Gesundheitsreformen beschäftigen.
Bitte merken Sie sich den
Termin schon heute vor.
Dr.Dr.
Oskar Meggeneder, Präsident der ÖGGW&PH

Termine
4.
- 6. Oktober 2000, Universität Ulm, Deutschland:
14. Wissenschaftliche
Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Soziologie e.V
Nähere Hinweise und
Kontaktadressen finden sich unter: http://www.uni-ulm.de/uni/fak/medizin/soziologie/soz-homepage/kongress.htm#dgms
12.
Oktober 2000, Salzburg, Österreich:
„Gesundheitsförderung
braucht Partner – Strategien und Praxis in Klein- und
Mittelbetrieben”
5. Informationstag der
Österreichischen Kontaktstelle für betriebliche Gesundheitsförderung
im Rahmen des EU-Netzwerkes,
Teilnahmegebühr: ATS
500,--/EURO 36,34;
Ansprechpartner:
Oberösterreichische Gebietskrankenkasse, Gruberstr. 77, 4020
Linz
Frau Martina Blutsch, Tel.: 0732/7807/2851; Fax:
0732/7807/2680
E-Mail: martina.blutsch@ooegkk.at
12.
- 13. Oktober 2000, Wien, Österreich:
5. Österreichische
Konferenz
Gesundheitsfördernder
Krankenhäuser: „Förderung der Gesundheit von PatientInnen
durch Empowerment”
„Empowerment” ist ein
Konzept, das erstmals in den 60er Jahren im Zusammenhang mit
der Stärkung ethnischer Gruppen in den USA beschrieben und
von der Gemeindepsychologie aufgegriffen wurde. Zentrales
Thema des Empowerment ist die Ermächtigung von Personen oder
Gruppen zur Übernahme bestimmter selbstverantwortlicher
Rollen. Ansprechpartner:
Österreichische
Gesellschaft für Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung,
Universitätsstr. 7/2, 1010 Wien,
Frau Brigitte Wilhelm, Tel.: 01/4277-48287, Fax: 01/4277-48290
E-Mail: oenetz.soc-gruwie@univie.ac.at
6.
- 7. November 2000, Köln, Deutschland:
Wettbewerbsvorteil
Gesundheit –
Betriebliche
Gesundheitsförderung in die Zukunft der Arbeit
Im Mittelpunkt der diesjährigen,
siebten Veranstaltung dieser Reihe steht die an Bedeutung ständig
zunehmende Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen einer
sich wandelnden Arbeitswelt. Auf welche Weise verändern sich
Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation sowie die damit
einhergehenden Belastungen? Welche Rolle kommt dabei der
Gesundheitsförderung zu?
Ansprechpartner:
BKK-Team Gesundheit, Gesellschaft für Gesundheitsmanagement
mbH
Dr. Reinhold Sochert, Dorothea Waschke, Rellinghauser Str. 93,
D-45128 Essen
Tel.: +43/201-179-1477, Fax: +43/201-179-1030 oder 1032
E-Mail: waschke@bkk-team-gesundheit.de
10.
- 11. November 2000,
Graz-Eggenberg, Österreich:
5. Grazer Kongress für
neue Wege in der Geburtshilfe und Wochenbettperiode
Ansprechpartner:
Eltern-Kind-Zentrum,Bergmanngasse 10, 8010 Graz
Tel.: 0316/378140, Fax: 0316/378140-22
13.
- 15. November 2000, Wien, Österreich:
5. Internationales
Symposium über Qualität im Gesundheitswesen
Ansprechpartner:
Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, Kongressbüro,
Adalbert-Stifter-Str. 65, 1200 Wien
Tel.: 01/33111-537, Fax: 01/33111-469
E-Mail: hik@auva.sozvers.at

Berichte/Projekte
Stipendienprojekt
„Public Health“
Mürzzuschlag
- England - Nordirak - Uganda -
Südsudan - das waren einige der beruflichen Stationen
der in Dechantskirchen in der Steiermark geborenen
Krankenschwester Monika Klampfl. Dazwischen lagen
Weiterbildungen in der Schweiz und ein Studium der
Gesundheitswissenschaften, abgeschlossen mit dem
akademischen Grad eines Master of Public-Health. Zurückgekehrt
bringt Monika Klampfl nun ihre Erfahrungen und ihr Wissen in
das steirische Gesundheitssystem ein. Sie gehört damit zu
jenen Fachleuten, die sich durch multidisziplinäre und
internationale Ausbildungen und Erfahrungen auszeichnen. Diese
Qualifikationen werden in Zeiten des raschen
gesellschaftlichen Wandels, in denen sich auch die
Anforderungen an das Gesundheitswesen ändern, immer
wichtiger.
Internationales
Know-how für das steirische Gesundheitswesen
Auf diese
Anforderungen reagiert das Land Steiermark mit einem österreichweit
einmaligen Stipendienprojekt. Mit diesen Stipendien werden
Studien der Gesundheitswissenschaften (Public-Health) an
internationalen Universitäten gefördert. So wie Monika
Klampfl, die ihr Studium in Australien absolvierte, studieren
derzeit über zwanzig Personen an Universitäten in Amerika,
der Schweiz, Deutschland und England. Im Zentrum dieser
Studien stehen dabei die Wissenschaft und die Praxis der
Krankheitsverhütung, sowie die Förderung der Gesundheit
durch bevölkerungs- und systembezogene Maßnahmen. Die
Steiermark verfügt damit über eine Anzahl von Experten und
Expertinnen, die zukünftig ihr internationales Wissen und Können
in das steirische Gesundheitswesen einbringen werden. So dient
das Stipendienprojekt im Endeffekt der gesamten Bevölkerung.
Das Stipendienprojekt läuft noch bis Ende 2000.
Förderungsstelle
des Bundes für Erwachsenenbildung für die Steiermark, Schönaugasse
8, 8010 Graz
Tel: 0316 83 13 73 (Fax DW 6)
E-Mail: melitta.muehlbacher@eb-stmk.at
AltersGerechte und
gesunde Schulen in der Steiermark
Bei
„AltersGerechte und gesunde Schulen in der Steiermark”
handelt es sich um ein Programm zur Förderung von Gesundheit,
Arbeitsfähigkeit und Arbeitsinteressen von Lehrern und
Lehrerinnen. Der Verbleib in einem gesund erhaltenden
Arbeitsprozess wäre möglich, wenn sowohl die Arbeitsfähigkeit
als auch die Attraktivität des Arbeitplatzes erhalten und gefördert
werden. Zielgruppen des Projektes sind alle Lehrerinnen und
Lehrer (mit Ausnahme von Berufsschulen) und DirektorInnen in
der Steiermark, das sind insgesamt rund 16.000
ArbeitnehmerInnen und etwa 1.150 Schulen und zwar:
Das Projekt wird vom
Institut für betriebliche Gesundheitsförderung Österreich
in Kooperation mit dem LehrerInnenberatungszentrum Graz unter
der Trägerschaft des Landesschulrats Steiermark und mit
Unterstützung der steirischen Landesregierung, der Stadt Graz
und der Versicherung öffentlich Bediensteter durchgeführt.
Das Aktionsmodell im Programm ist auf die Förderung der
Arbeitsfähigkeit (Gesundheit) und Sinnfindung im Arbeitsleben
(Interesse, Herausforderung, Verwirklichung von Werten)
ausgerichtet. Das Projekt wurde von zahlreichen
Kommunikationselementen unterstützt und begleitet (Folder,
Briefe, Telefonservice, Präsentationen, Interviews,
Begehungen). Die Beteiligung der Lehrerinnen und Lehrer an dem
Projekt, insbesondere auch an der Fragenbogenerhebung war überdurchschnittlich
gut.
Lehrerberatungszentrum,
Walter Klug, Ägydigasse 12/2, 8020 Graz
Tel u. Fax: +43/316/717394
E-Mail: erna.walter.klug@aon.at
Information im
Frauengesundheitszentrum Graz
Großen Wert auf
Informationsmanagement legt das Frauengesundheitszentrum Graz.
Eine gut strukturierte Bibliothek steht den Nutzerinnen während
der Öffnungszeiten ebenso zur Verfügung, wie eine
Dokumentation mit Hängeordnerarchiv zu rund 250 Schlagwörtern.
Die Bibliothek umfasst über 800 Bücher zu allen Themen der
Frauengesundheit – von Schwangerschaftsabbruch über Essen,
Gesundheitsförderung, Mädchen, Sexualität bis zur Verhütung.
Aktualität wird gewährleistet durch die ständige Betreuung
durch eine Dokumentarin und Bibliothekarin, sowie durch die
laufende Analyse von rund 30 internationalen Fachzeitschriften
zum Thema Frauengesundheit. Unter http://www.fgz.co.at finden
Interessierte darüber hinaus eine informative und stets
aktuelle Homepage. Durch eine eigene Veranstaltungsreihe zu
frauenspezifischer Gesundheitsinformation im Internet
erleichtert das Frauengesundheitszentrum Graz außerdem einen
Überblick über die vielfältige und oft widersprüchliche
Informationsflut im Bereich Frauengesundheit.
Frauengesundheitszentrum
Graz, Brockmanngasse 48, 8010 Graz
Tel: 0316/837998, Fax: 0316/837998-25
E-Mail: frauen.gesundheit@fgz.co.at
http:www.fgz.co.at/fgz
Call
for manuscripts
Public
Health is rapidly changing in Europe and globally. Today, we
face new challenges in linking population based research with
health promotion practice and health policy. The Journal
Social and Preventive Medicine (SPM) is responding: From
Spring 2001 on Health Survey Research and Health Promotion
will become a new focus of
SPM. In doing so, we will provide an international and
interdisciplinary platform for publishing high quality
manuscripts in these two interrelated areas of Public Health
research and practice. There will also be changes in the
formal status and the processing of submissions, such as a new
subtitle „International Journal in Public Health“, shorter
time spans between submission and publishing, etc. SPM offers
the unique possibility to publish original articles in either
English, German or French including abstract in all three
languages. SPM is indexed in Medline and Current Contents and
carries, as one of few European Public Health journals, a
small yet lately increasing impact factor. We would like to
invite you and your colleagues to submit high quality
manuscripts particularly in the areas of Health Survey
Research and Health Promotion, but also in other areas of
Public Health.
Contact:
Nicole Graf, Editorial Office SPM, Institut für Sozial- und
Präventivmedizin, Universität Bern, Niesenweg 6, CH-3012
Bern
fon: +41 31 631 35 19, fax: +41 31 631 34 30
E-Mail: graf@ispm.unibe.ch

Neuerscheinungen
Martina
Böhmer
Erfahrungen
sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen
Ansätze für eine
frauenorientierten Altenarbeit. Mabuse-Verlag, Frankfurt am
Main 2000
136 S., ATS 218,– ISBN 3-933050-16-2
Viele Verhaltensweisen,
Reaktionen und Botschaften von alten Frauen in Altenheimen und
der ambulanten Pflege weisen darauf hin, dass im Pflegekontext
traumatisierende Erfahrungen durch erlebte sexualisierte
Gewalt aktualisiert werden können. Die Frauen sprechen jedoch
nur sehr selten über solche Erlebnisse. Vergewaltigung in der
Ehe, Zwangsprostitution, frauenspezifische Kriegserlebnisse
und auch „alltägliche“ sexualisierte Gewalt wurden möglicherweise
nie thematisiert oder aufgearbeitet. Ein anderes Verständnis
für alte Frauen, ein anderes Umgehen mit ihnen –
insbesondere in Pflegesituationen, Diagnosestellung und
Behandlung – fordert die Autorin als Resultat einer
differenzierten Pflegediagnose, entstanden durch praktische
Erfahrungen in der Altenarbeit.
Gregor
Breucker (Hrsg.)
Towards
Better Health at Work
Successful
European Strategies. Wirtschaftsverlag
NW Verlag für neue Wissenschaften GmbH, Bremerhaven 2000, 371
S., DEM 52,50 ISBN 3-89701-546-3
1990 wurde das Europäische
Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung mit Unterstützung
der Europäischen Kommission errichtet. Mittlerweile sind sämtliche
15 Mitgliedsstaaten sowie die Länder des Europäischen
Wirtschaftsraumes Mitglieder des Netzwerkes. Das vorliegende
Buch analysiert die Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung
in den Mitgliedsländern des Europäischen Netzwerkes und
zeigt mögliche Entwicklungsstränge auf. Darüber hinaus gibt
das Buch eine Übersicht über den rechtlichen und
organisatorischen Rahmen der Arbeitsschutz- und betrieblichen
Gesundheitspolitik in den dargestellten Ländern. Die
jeweiligen Länderberichte werden durch Praxisbeispiele
aus Unternehmen abgerundet.
Peter Brückner-Bozetti
und Simone Schweizer (Hrsg.)
Krankenhausmanagement
und Arbeitnehmerstrategie
Mabuse-Verlag, Frankfurt
am Main 2000, 283 S., ATS 343,– ISBN 3-933050-34-0
Das Krankenhauswesen
befindet sich zur Zeit in einer Unbruchsphase, wobei vor allem
wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen. Sparmaßnahmen
und veränderte Finanzierungsstrategien sind häufig mit
Nachteilen für die Beschäftigten verbunden. Personalabbau,
Arbeitsverdichtung, Outsourcing und Privatisierung zwingen
auch die Interessenvertretungen der Beschäftigten in den
Krankenhäusern, eigene Reorganisationskonzepte zu entwickeln.
Diese werden beispielhaft am „Landesbetrieb Krankenhäuser
Hamburg” dargestellt.
Alfred L. Lorenz
Abgrenzen
oder zusammen arbeiten? Krankenpflege und die ärztliche
Profession.
Mabuse-Verlag, Frankfurt
am Main 2000, 233 S., ATS 269,– ISBN 3-933050-46-4
Berufliche Emanzipation
und Professionalisierung des Pflegeberufes kann sich nur in
einer direkten Auseinandersetzung mit der ärztlichen
Profession vollziehen. Die vorliegende empirische Untersuchung
auf somatischen Krankenstationen kommt unter anderem zum
Ergebnis, dass die Pflegenden im großen und ganzen in ihrer
beruflichen Aufgabe zufrieden und nicht überlastet sind.
Auffallend ist jedoch, dass immer jene Elemente der Tätigkeit
Unzufriedenheit und Belastungsempfindungen erzeugen, die nur
in Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen durchzuführen
sind. Die Studie identifi-ziert jene Bereiche und Probleme,
bei denen mit den Methoden des Qualitätsmanagements Lösungen
gefunden werden können, welche die Chancen für eine
berufliche Emanzipation in der Pflege erhöhen.
Oskar Meggeneder
(Hrsg.)
Trends im
Gesundheitswesen
Neue Modelle der
ambulanten Versorgung und Gesundheitsberichterstattung.
Institut für Gesellschafts- und
Sozialpolitik, Linz 2000
163 S., ATS 198,– ISBN 3-900581-28-2
Die Beiträge des
Sammelbandes zeigen erfolgreiche Modelle der
Gesundheitsberichterstattung aus dem europäischen Raum und
geben einen Überblick über den Stand der
Gesundheitsberichterstattung in Österreich. Im Bereich der
ambulanten Versorgung wird anhand von europäischen Überblicksvergleichen
gezeigt, welche Wege der Finanzierung und Organisation des
ambulanten Sektors die medizinische Versorgung vergleichsweise
kostengünstig sicherstellen können. Gemeinsamkeiten sowie
die Unterschiede werden dabei gleichermaßen herausgearbeitet
und Vergleiche anhand ausgewählter medizinischer, ökonomischer
und organisatorischer Indikatoren dargestellt.
Rolf Meyer und Arnold
Sauter
Gesundheitsförderung
statt Risikoprävention?
Umweltbeeinflusste
Erkrankungen als politische Herausforderung.
Edition sigma, Berlin 2000, 189 S., DEM 36,- ISBN
3-89404-817-4
Leitende
Fragestellung des Buches ist:
„Welche negativen
gesundheitlichen Auswirkungen werden durch menschliche
Eingriffe in die Natur – insbesondere durch anthropogene
physikalische, chemische und biologische Noxen –
hervorgerufen?” Die Autoren sind bemüht, die
unterschiedlichen Antworten auf diese Fragestellung
nachvollziehbar zu machen und Hinweise zu ihrer Entschlüsselung
zu geben, damit eine eigene Urteilsbildung unterstützt wird.
Sie beschreiben Ansätze für einen vorsorgenden
Gesundheitsschutz, der sich nicht nur auf die Risikoprävention
stützt, sondern auch die Stärkung der gesundheitsförderlichen
Lebensbedingungen umfasst.
Jürgen Volkert
Soziale
Dienste und Umverteilung in Deutschland
Duncker & Humblot,
Berlin 1999, 290 S., ATS 861,– ISBN 3-428-09432-8
Paradoxe Entwicklungen
kennzeichnen die deutsche Sozialpolitik. Auf der einen Seite
nimmt der Wohlstand langfristig zu, auf der anderen Seite
zeigen Sozialberichte häufig erhebliche Sicherungsdefizite.
Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwieweit Fehlanreize
der Umverteilung und in den sozialen Diensten Ursache für
solche widersprüchliche Entwicklungen sind, wodurch diese
verursacht werden und welcher Handlungsbedarf sich daraus
ergibt.

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