N e w s l e t t e r  4/2000

 






 

 

Einladung zur Posterpräsentation

Am 7./8. Juni 2001 hält die ÖGGW&PH ihre 5. Wissenschaftliche Jahrestagung ab. Diese steht unter dem Thema: „Reform des Gesundheitssystems. Wer profitiert – wer verliert?” Es besteht wiederum die Möglichkeit einer Posterpräsentation. Geben Sie bitte das Thema Ihres Projektes/Ihrer Projekte unter der Angabe der benötigten Stellfläche an folgende Adresse bis spätestens

12. Januar 2001 bekannt: susanne.lilpop@ooegkk.at


TTermine

 

30. – 31. März 2001, Kongresshaus Bad Ischl, Oberösterreich, Österreich:

Tagung „1. EBN-Praxiswerkstatt“ Evidence based nursing

Call for papers and posters:

Zum Generalthema „Evidence based nursing“ laden wir zu Beiträgen ein, die sich u.a. folgenden Fragen widmen:

  1. Wie kann die Pflegeforschung besser auf dieBedürfnisse der Praxis abgestimmt werden?
  2. Welche Möglichkeiten und neuen didaktiktische Modelle bieten sich, EBN bereits in die Ausbildung des Pflegenachwuchses zukunftsweisend und  praxisnah zu integrieren?
  3. Wie kann der Informationsfluss (Knowledge Management) zw. Theorie u. Praxis verbessert, effizienter und effektiver organisiert und dauerhaft gesichert werden?
  4. Welche positiven Auswirkungen zeigt die Umsetzung des EBN-Konzeptes in Bezug auf die zunehmende           Knappheit der Ressourcen an Personal, Zeit und Geld für den Pflegealltag ? usw.

Die Anmeldung der Beiträge erfolgt mittels Kurzfassung (Abstract) von max. einer DIN-A4-Seite bis spätestens 30. November 2000. Eine Vorlage hierfür kann aus dem Internet (PflegeNetz Werk AustroCare, www.austrocar.org) heruntergeladen ausgefüllt und sogleich per E-Mail versandt oder ausgedruckt und per Fax übermittelt werden FaxNr.: +43/2743-8797)

 

22. – 25. March 2001, Sarajevo, Federal Republic of Bosnia and Herzegovina:

„Health care systems in countries member-states of the stability pact“

First congress of social medicine – public health of the Federal Republic of Bosnia & Herzegovina. Call for papers:

  1. Health status of population and possible trends in member-states of stability pact
  2. Public health measures in investigation of health care needs in countries under transition
  3. Reform, management and information systems as a condition to approach the European countries 

Application: Medical faculty of Sarajevo, Cekalusa 90, 71000 Sarajevo; Tel: +387/33 444-714, Fax: +387/33 444-714, +387/33 663-742, +387/33 663-743;

E-Mail: imasic@utic.net.ba


Berichte /Projekte

 

Erythropoietin bei Tumoranämie

Die zweistelligen Zuwachsraten der Medikamentenkosten werden von österreichischen Kostenträgern zunehmend mit Besorgnis beobachtet: Das gerade abgeschlossene Assessment zu Erythropoietin, einem sehr kostspieligen Präparat, hat den angemessenen Einsatz des Medikaments zum Inhalt. Die guten Ergebnisse der Behandlung renaler Anämien mit Erythropoietin (80-95%ige Respondenz) lösten die Erwartung aus, dass die Ergebnisse der Behandlung anderer chronischer Anämien mit r-HuEPO ähnlich erfolgreich wären. Während allerdings Anämien bei chronischen Nierenerkrankungen durch einen Mangel an Erythropoietin – ein beim gesunden Erwachsenen vor allem in den Nieren gebildetes Hormon – bedingt sind, sind die Ursachen für Anämien bei Krebserkrankungen vielfältiger Natur. Dementsprechend sprechen nur 50-60 % der Patienten mit chronischer Anämie bei Krebserkrankung auf r-HuEpo an. Nachdem es sich bei r-HuEPO um ein sehr kostspieliges Präparat handelt, und in Österreich wie auch in den USA r-HuEPO wesentlich häufiger als in anderen westlichen Ländern angewendet wird, stellten die Kostenträger den Bedarf nach Empfehlungen zum Einsatz von EPO bei Tumoranämie und zur Früherkennung jener 40 bis 50 % der Patienten, die nicht auf die r-HuEPO Gabe ansprechen, fest. Es war die Aufgabe des Assessments, das Wissen für eine angemessene Selektion jener Patienten, die den größten Nutzen aus einer Behandlung mit r-HuEPO haben, zusammenzuführen. Im onkologischen Bereich wird Erythropoietin bei Tumoranämie bzw. bei der durch Chemotherapie induzierten Anämie eingesetzt. Ziel ist die Anhebung des Hb-Wertes und die Vermeidung von Bluttransfusionen. Ungefähr 4 Wochen nach Beginn der Erythropoietintherapie kommt es bei einem Teil der Patienten zu einem signifikanten Anstieg der Hb-Werte im Vergleich zu Kontrollgruppen. Diese Patienten, die im Therapieverlauf einen Hb-Anstieg > 2 g/dl erreichen, werden häufig als Responder bezeichnet. Die Responderrate liegt durchschnittlich bei 50-60 %. Aus den vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten kann kein eindeutiger Unterschied in den Responderraten der einzelnen Tumorerkrankungen festgestellt werden. Gute Erfolgschancen einer Erythropoietinbehandlung finden sich bei Patienten mit stabilem Krankheitsbild, d.h. bei Patienten mit längerer  Lebenserwartung und guten Heilungschancen. Der große Vorteil einer Erythropoietintherapie besteht im Verzicht auf Bluttransfusionen, allerdings ist dies nicht immer möglich. 20-30 % der anämischen Patienten müssen trotz Erythropoietingabe Bluttransfusionen erhalten. Über den Wert/Nutzen einer medizinischen Intervention zu entscheiden, ist keine leichte Aufgabe, zumal herkömmliche Konzeptionen fast immer den Nutzen an der lebensverlängernden Wirkung messen. Da der Maßstab der Lebensverlängerung bei der Behandlung von Tumoranämien mit Erythropoietin nicht angelegt werden kann, wird als Maßstab die Anhebung des Hämoglobin-Wertes, die Verhinderung/Reduktion von Transfusionen und daraus resultierend die gewonnene Lebensqualität angesehen. In der ökonomischen Beurteilung stehen der Wert des Managements von Symptomen und der Wert der Lebensqualität als legitime klinische Behandlungsansätze nicht in Frage. Kontroversiell zeichnet sich aber die Frage ab, welche PatientInnen einen Nutzen aus der Gabe von EPO gemessen an Lebensqualitäts-Parametern (z.B. Hebung des Energie-Niveaus, funktionale Eigenständigkeit im Alltag) durch EPO haben. Da es sich bei EPO um eine sehr kostspielige Intervention handelt, wird eine gesteigerte Kosten-Nutzen Relation erwartet, wenn ausschließlich Patienten mit einer langen Lebenserwartung EPO erhalten, bei denen ein hoher Transfusionsbedarf zu erwarten ist, und eine drastische Reduktion oder Verhinderung der Transfusionen erreicht wird. Der Schlüssel zur Zielgenauigkeit des Einsatzes von EPO ist die Vorhersagbarkeit von Transfusionsbedarf und von Response auf EPO. Nach Feststellung der angemessenen Indikation (Anämiebestimmung) und dem Ausschluss von Fehlindikationen hat die Früherkennung der Responder, bzw. der Non-Responder aus gesundheitsökonomischer Sicht oberste Priorität, und hier insbesonders unter jenen Patienten, die an einer der häufigen Tumorarten erkrankt sind. Die vorgeschlagenen Handlungsoptionen zu Einschränkungen von Anwendungen von Erythropoietin umfassen interne Maßnahmen der Qualitätssicherung (Auditing, Richtlinien) und externe Maßnahmen der Anwendungsüberprüfung (Controlling) und betreffen intra- wie extramurale Entscheidungsträger (Spitalserhalter und Sozialversicherungen). Vor Drucklegung wurde das Assessment in einem Expertengespräch vor Hämatoonkologen präsentiert und diskutiert.

Der Projektbericht ist unter http://www.oeaw.ac.at/ita/hta/hta.htm verfügbar. 
Claudia Wild & Susanna Jonas, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Strohgasse 45, 1030 Wien, cwild@oeaw.ac.at, sjonas@oeaw.ac.at

 

 

Zeitschrift: „Public Health Forum”

Die Zeitschrift Public Health Forum berichtet seit Juli 1993 vierteljährlich über das aktuelle Public-Health-Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland. Sie dient dem Informationsaustausch zwischen Forschung, Lehre und Versorgungspraxis, ohne jedoch eine rein wissenschaftliche Fachzeitschrift zu sein. Das Forum richtet sich sowohl an Wissenschaftler und Studierende im Gesundheitswesen als auch an Vertreter von Ministerien, der Politik und Verwaltung sowie an Mitarbeiter von Krankenkassen, Verbänden und Institutionen in diesem Bereich. Herausgegeben wird das Public Health Forum von den fünf vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Public-Health-Verbünden (Bayerischer Forschungsverbund, Berliner Zentrum Public Health, Norddeutscher Forschungsverbund, Nordrhein-Westfälischer Forschungsverbund und Forschungsverbund Public Health Sachsen) sowie der Deutschen Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften. Gefördert wird die Zeitschrift von der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit dem Ziel, den Prozess der akademischen Institutionalisierung von Public Health zu unterstützen. Gleichzeitig soll es die Entwicklung des Berufsfeldes Public Health sowie die Verbreitung von Public-Health-Erkenntnissen in der Öffentlichkeit fördern. Die Auflage der Zeitschrift liegt derzeit bei 5.500 Exemplaren, mit steigender Tendenz. Jede Ausgabe des Public Health Forum widmet sich einem Schwerpunktthema, zu dem sich einzelne Projekte der Verbünde vorstellen und über erste Forschungsergebnisse berichten. Daneben informiert das Forum regelmäßig über die Public Health-Lehre und Forschung in Europa, Neuigkeiten aus den Forschungsverbünden und Studiengängen sowie über Public Health relevante Veranstaltungen. Weitere feste Rubriken sind: Veranstaltungs- und Literaturhinweise, Berufserfahrungsberichte, Verbands- bzw. Institutionsdarstellungen.

 

Das Public Health Forum kann kostenlos bezogen werden bei:

Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, OE 5410, Dr. Ulla Walter / Harriet Assel M.A., 30623 Hannover, Tel.: +49/511/532-4452, Fax: +49/511/532-5347,

E-Mail: phforum@epi.mh-hannover.de

Homepage: www.epi.mh-hannover.de/public.health.forum.html

 

 

Seminarprogramm des Fonds Gesundes Österreich:

Gerade im Bereich der Gesundheitsförderung und –vorsorge zeigt es sich, dass sehr unterschiedliche Wissensbereiche für eine erfolgreiche Arbeit in der Praxis erforderlich sind. Daher wurde vom Fonds Gesundes Österreich das „Seminarprogramm Gesundheitsförderung - Bildungsnetzwerk“ initiert. Nachdem 1999 dieses Projekt als Pilotprojekt in drei Bundesländer (Wien, Oberösterreich und Vorarlberg) erfolgreich durchgeführt wurde, startet der FGÖ im Jahr 2000 in allen neun Bundesländern. Es wurden neun regionale KoordinatorInnen beauftragt, das Programm vor Ort zu konzipieren und umzusetzen. Diese KoordinatorInnen stehen auch als Kontaktpersonen bei Fragen zu den einzelnen Seminaren oder zur Anmeldung gerne zur Verfügung. Das Programm „Bildungsnetzwerk“ verfolgt das Konzept, offene Seminare anzubieten, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen ansprechen zu können. Ziel der offenen Seminare soll es sein, LeiterInnen und MitarbeiterInnen im Bereich der Gesundheitsförderung weiterzubilden und zu vernetzen. PraktikerInnen sollen in ihrer anspruchsvollen Arbeit unterstützt und in ihren Kompetenzen und Ressourcen gefördert werden. Das Seminarprogramm besteht aus vier thematischen Bereichen:

  • Schlüsselqualfikationen/Soziale Kompetenzentwicklung

  • Projektmanagement/Qualitätsmanagement

  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie

  • gesundheitsförderungsspezifische Themen.

 

Das Programm kann beim Fonds Gesundes Österreich unter der Telefonnummer 01/895 04 00 11 kostenlos angefordert werden.

 

 

Gesundheits-Informations-Zentrum

GIZ Salzburg

Im Februar 2000 hat die Salzburger Gebietskrankenkasse als Service-Einrichtung ein in Österreich einzigartiges Gesundheits-Informations-Zentrum (GIZ) eröffnet. Grundlage für die Errichtung dieser Servicestelle bildete die Studie von Kastner (1997) für das Land Steiermark mit dem Thema „Gesundheitsinformationsbüros/ Gesundheitsläden in Großbritannien, Holland und Deutschland“. Während nach Kastner (1997) in Großbritannien und Holland öffentliche Institutionen für Patienteninformationen geschaffen wurden, wurden in Deutschland zu diesem Zeitpunkt Einzelinitiativen aus öffentlichen Geldern unterstützt. In diesen Einrichtungen arbeiten – wie auch in Salzburg – bewusst keine Ärzte, da nur eine neutrale Weitergabe der reinen Information erfolgt. Interpretationen werden dem Patienten überlassen. Durch die Weitergabe von Information werden implizite Zielsetzungen wie Mitbestimmung und Eigenverantwortung des Patienten im Umgang mit Krankheit und Behandlung umgesetzt, weiters kann durch Reduktion von Angst und Unsicherheit durch eine Erhöhung des Informationsstandes den einzelnen zum „kompetenten und mündigen Patienten“ hinführen. In 8-monatiger Vorbereitungszeit wurde von Mitarbeitern des GIZ ein Konzept erstellt, eine umfassende Gesundheits-Bibliothek aus Büchern, Broschüren und Zeitschriften gemäß dem ICD-10 aufgebaut sowie Datenbanken über Sozial- und Gesundheitseinrichtungen in Salzburg eingerichtet. Im GIZ können nun Informationen zu einzelnen Krankheitsbildern, gesundheitsfördernden Maßnahmen sowie Anbietern im Gesundheits- (Ärzte, Krankenanstalten, Rehab-Zentren) und Sozialbereich (Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen ...) sowie über das Leistungsangebot der Salzburger Gebietskrankenkasse eingeholt werden. Die GIZ-Bibliothek ermöglicht den Gratisverleih diverser Medien und Gratiskopien sowie einen freien Internetzugang. Bei speziellen Anfragen erfolgt durch die drei GIZ-Mitarbeiterinnen eine intensive Recherche in wissenschaftlich fundierten  Datenbanken. Weiters werden im GIZ zu speziellen Themen gesonderte Informationstage angeboten, die von den Kunden sehr gut angenommen werden (Rauchen, Diabetes, Bandscheiben, Übergewicht). An diesen Tagen stehen den Interessierten diverse Experten für Anfragen zur Verfügung. Durch individuelle Gespräche wird der Patient für seinen Weg durch das vielfältige Gesundheitsangebot gestärkt – eine positive und notwendige Ergänzung auf einem Gesundheitsmarkt, der eine zunehmende Tendenz zu elektronischer, beziehungsloser Informationsvermittlung (Internet) aufweist.

 

Salzburger Gebietskrankenkasse, Gesundheits-Informations-Zentrum, Mag. Margit Somweber, Faberstraße 17, 5024 Salzburg, Tel. 0662/871491, 
margit.somweber@sgkk.sozvers.at
www.sgkk.az

 


N 
Neuerscheinungen

 

Hildegard Entzian et al. (Hrsg.)

Soziale Gerontologie

Forschung und Praxisentwicklung im Pflegewesen und in der Altenarbeit. Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2000, 337 S., ATS 350,– ISBN 3-933050-50-2

 Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema fehlt in Österreich noch weitgehend. Daher kann der von Entzian et al. Herausgegebene Sammelband mit Nachdruck empfohlen werden, zumal die pflegewissenschaftlichen Beiträge vor allem die Schnittstellen der einzelnen Disziplinen behandeln und der Schwerpunkt auf die Lebensqualität in den Einrichtungen sowie Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung gelegt wird. Von praktischer Bedeutung sind auch jene Aufsätze die sich mit dem Zugang der Pflegehaushalte zu pflegerischen Dienstleistungen und deren Potenzialen beschäftigen.

 

Uwe Lebok:

Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Krankenhausverweildauer in Deutschland

Duncker & Humblot, Berlin 2000, 451 S., ATS 1.007,– ISBN 3-428-10020-4

 Im Zuge der Gesundheitsreformen in Deutschland bildete regelmäßig die Erhöhung der Effizienz des Krankenhäuser einen Eckpunkt. Zentraler Ansatzpunkt war und ist die überhöhte durchschnittliche Patientenverweildauer bei einem zunehmenden Anteil der Alten an der Wohnbevölkerung. Lebok beschäftigt sich daher mit der Bedeutung der demographischen Entwicklung für die Krankenhausversorgung und analysiert, ob die Krankenhausverweildauer ein geeigneter Indikator zur Effizienzmessung ist. Die vorliegende Arbeit ist zweifellos auch für Österreich von Bedeutung.

 

Dorothee Ringel:

Ekel in der Pflege – eine „gewaltige“ Emotion

Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2000, 92 S.,

ATS 161,– ISBN 3-933050-30-8

 Obwohl die Pflege alter, kranker und behinderter Menschen die Pflegenden in viele unangenehme Situationen bringt, gilt das Thema „Ekel“ nach wie vor als ein Tabu in der Pflege. Ringel geht der Frage nach, inwieweit in Pflegesituationen Ekel für Gewalt und entwürdigendes Verhalten gegenüber Patienten sein kann. Die grundlegende Ursache aller Reaktionen auf Ekel wird in der Angst der/des Pflegenden vor Integritätsverletzung gesehen.
Die Autorin stellt konkrete Lösungsansätze für die Praxis dar.

 

Regina Fenk:

Teilnahme an der Gesundenuntersuchung

Wissen, Motivation, Einstellungen und subjektiv eingeschätzter Nutzen. Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik Johannes Kepler Universität, Linz 2000, 267 S., ATS 291,– ISBN 3-900581-30-4

 

Ein überwiegender Teil der Bevölkerung beurteilt die Gesundenuntersuchung grundsätzlich positiv, aber nur ein sehr kleiner Teil nimmt sie auch tatsächlich in Anspruch. Die Autorin geht vor diesem Hintergrund – anhand einer breit angelegten empirischen Erhebung – der Motivation und dem Wissen bezüglich der Gesundenuntersuchung nach. Die Auswertung (mehr als 2.200 Befragte) lässt differenzierte Vergleiche zwischen Personengruppen zu, welche die Untersuchung in Anspruch genommen haben, und jenen Personen die bislang von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch gemacht haben.

 

Stefan Gutensohn:

Endstation Alzheimer?

Ein überzeugendes Konzept zur stationären Betreuung. Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2000, 128 S.,

ATS 181,– ISBN 3-933050-55-3

 

Der vorliegende Erfahrungsbericht eines Betreuungskonzepts in einer Wohn- und Pflegeeinrichtung zur Betreuung demenzkranker Menschen basiert auf dem personenzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers. Einfühlendes Verstehen, Echtheit und Wertschätzung bilden die Grundlage des Umgangs miteinander. Der Verfasser will mit seinem Buch dazu beitragen, die Betreuung Demenzkranker zu verbessern, die Qualität der Begegnung zu fördern und eine hoffnungsvolle Perspektive für einen würdevollen Lebensabend Betroffener aufzeigen. Es bietet praxisnahe Beiträge für Pflegende und Angehörige und richtet sich an alle, die sich mit dem Problemfeld Demenz beschäftigen.

 

Fischer, Robert, Karl-Heinz Tragl (Hrsg.)

Qualitätssicherung in der Medizin

Beiträge zu Theorie und Praxis in Österreich. ÖÄK-Verlag, Wien 2000, 285 S., ATS 585,– ISBN 3-901488-03-0

 

Das von der Österreichischen Ärztekammer herausgegebene Buch versucht Probleme der medizinischen Qualitätssicherung in Österreich zu beleuchten und umfasst Beiträge zu Qualitätsfragen im Krankenhaus sowie im niedergelassenen Bereich. Es ist ein (erster) Schritt, den Stand der medizinischen Qualitätssicherung aus verschiedenen Perspektiven in Österreich darzustellen und weitere Entwicklungen aufzuzeigen.