Liebe
Leserin, lieber Leser!
Nahezu
alle europäischen Länder sind auf dem Weg, ihre Gesundheits-
und Sozialsysteme umzubauen. Auch in Österreich ist man
dabei, Reformen einzuleiten. Die bisher gesetzten Maßnahmen
lassen zwar noch keine deutliche Richtung erkennen, es scheint
aber klar zu sein, dass Eckpfeiler wie Pflichtversicherung und
Selbstverwaltung in der sozialen Krankenversicherung zur
Disposition stehen. Ob dies in der Tat der erste Ansatzpunkt
sein kann, um das Gesundheitssystem ohne Qualitätsverluste zu
verändern, ist auf jeden Fall zu hinterfragen. Der
Reformbedarf des Gesundheitssystems ist allerdings
unbestritten. Neue Versorgungs- und Steuerungsmodelle können
ein Ansatz sein, um den freien und gleichen Zugang zum
Gesundheitssystem auch bei relativ knapper werdenden Budgets
zu sichern. Die 5. Wissenschaftliche Jahrestagung beschäftigt
sich mit derartigen Ansätzen.
7.-8.
Juni 2001, Raiffeisen Landesbank OÖ, Linz:
Reform
des Gesundheitswesens. Wer profitiert – wer verliert?
Schwerpunktthemen
der Tagung: Outcomeorientierte
Steuerung; Zugang zur gesundheitlichen Versorgung – Sozioökonomische
Determinanten; Gesundheitswesen zwischen Angebots- und
Nachfragesteuerung; Prävention – Gesundheitsförderung;
Primary Health Care Modelle
Teilnehmerbeitrag:
ATS 800 (Mitglieder 400) Anmeldung: Frau Susanne Lilpop, OÖ Gebietskrankenkasse,
c/o ÖGGW&PH, Gruberstr. 77, 4021 Linz, Tel:
0732/7807-3289, Fax: 0732/7807-3246, e-mail: susanne.lilpop@ooegkk.at
Über
Ihren Besuch würden wir uns freuen.
Dr. Dr.
Oskar Meggeneder, Präsident der ÖGGW&PH

TTermine
30.
– 31. März 2001, Kongresshaus Bad Ischl, Oberösterreich,
Österreich:
Tagung
„1. EBN-Praxiswerkstatt“ Evidence based nursing
Call
for papers and posters:
Zum Generalthema
„Evidence based nursing“ laden wir zu Beiträgen ein, die
sich u.a. folgenden Fragen widmen:
- Wie
kann die Pflegeforschung besser auf dieBedürfnisse der
Praxis abgestimmt werden?
- Welche
Möglichkeiten und neuen didaktiktische Modelle bieten
sich, EBN bereits in die Ausbildung des Pflegenachwuchses
zukunftsweisend und praxisnah
zu integrieren?
- Wie
kann der Informationsfluss (Knowledge Management) zw.
Theorie u. Praxis verbessert, effizienter und effektiver
organisiert und dauerhaft gesichert werden?
- Welche
positiven Auswirkungen zeigt die Umsetzung des
EBN-Konzeptes in Bezug auf die zunehmende
Knappheit der Ressourcen an Personal, Zeit und Geld
für den Pflegealltag ? usw.
Die Anmeldung der Beiträge
erfolgt mittels Kurzfassung (Abstract) von max. einer
DIN-A4-Seite bis spätestens 30. November 2000. Eine Vorlage
hierfür kann aus dem Internet (PflegeNetz Werk AustroCare, www.austrocar.org)
heruntergeladen ausgefüllt und sogleich per E-Mail versandt
oder ausgedruckt und per Fax übermittelt werden FaxNr.:
+43/2743-8797)
22.
– 25. March 2001, Sarajevo, Federal Republic of Bosnia and
Herzegovina:
„Health
care systems in countries member-states of the stability
pact“
First
congress of social medicine – public health of the Federal
Republic of Bosnia & Herzegovina. Call for papers:
- Health
status of population and possible trends in member-states
of stability pact
- Public
health measures in investigation of health care needs in
countries under transition
- Reform,
management and information systems as a condition to
approach the European countries
Application:
Medical faculty of Sarajevo, Cekalusa 90, 71000 Sarajevo; Tel:
+387/33 444-714, Fax: +387/33 444-714, +387/33 663-742,
+387/33 663-743;
E-Mail: imasic@utic.net.ba
20.
- 21. April 2001, Universität Linz, Österreich:
"Gesundheit
im Brennpunkt: Der Patient zwischen Vernetzung und
Isolation"
Dieses
10. Linzer Gesundheitssymposion behandelt in 10
unterschiedlichen Arbeitskreisen wichtige und aktuelle Fragen
des Gesundheitswesens und versucht, Theorie und Praxis und
unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, verschiedenste
Gesundheitsberufe und direkt und indirekt Betroffene
miteinander ins Gespräch zu bringen.
Ansprechpartner:
Universität Linz, Institut für Soziologie, Abteilung für
Politik- und Entwicklungsforschung, 4040 Linz, Altenbergerstraße
69, Univ.-Prof. Dr. Klaus Zapotoczky, Gisela Rinner
Tel:
0732/2468/8576, Fax: 0732/2468/8594
E-Mail:
gisela.rinner@jk.uni-linz.ac.at
9th
– 12th May 2001, London, United Kingdom:
12th European Conference of the International Association of
Health Policy (Europe), London,
Developing and supporting public health care in a neo-liberal
environment
The
time-line for the conference is as follows:
·
The
deadline for submission of abstracts is Friday January 26th
2001,
·
Abstracts
will be reviewed by a panel of referees and authors informed
of acceptance by Wednesday February 28th
·
The
conference program will be finalised on Friday March 9th
·
The
final date for registration including accommodation will be
Friday March 30th (Registration without
accommodation can be accepted at any time)
Information:
Patricia Labro, Department of Primary Care & Population
Sciences, Royal Free Campus, Rowland Hill St., London NW3 2PF,
UK, E-mail: plabro@rfhsm.ac.uk
17.
-19. Mai 2001,Wien, Österreich:
4.
Wiener Internationaler Geriatriekongress „Altern im Gespräch“
Informationen:
Ilse Howanietz, Ludwig Boltzmann Institut für Interdisziplinäre
Rehabilitation in der Geriatrie, Apollogasse 19, 1070
Wien.
Tel: +43/1/52103-5770, Fax: +43/1/52103-5779
E-Mail: ilse.howanietz@sop.magwien.gv.at

Berichte /Projekte
Kurzbericht
der European Public Health Association Kongress 2000
Der Europäischer Public
Health Kongress im Dezember 2000 hatte mit 1000
TeilnehmerInnen doppelt so viele Besucher als erwartet. Aus
ganz Europa kamen akademische Experten und Public Health
Praktiker unter dem Motto „Reduktion der Ungleichheit der
Gesundheit in Europa“ in Paris zusammen. Die politischen Führungsebenen
war mit europäischen Parlamentariern, den Sozial- und der
Gesundheitsministerinnen Frankreichs, der
Gesundheitsministerin Schwedens und dem EU-Kommissar Byrne,
zuständig für Verbraucherschutz, und Gesundheit in den
Hauptplena vertreten. Die Qualität und Zielgerichtetheit vor
allem der Aussagen Byrne´s zu den Gesundheitsauswirkungen von
BSE und der Ernährungssitutation in Europa (Projekt Euro-Diet)
waren überraschend und zeigten die Entschlossenheit der EU
hier zu handeln. Es geht nämlich laut Byrne um die Relation
der 82 Toten der BSE–Epidemie zu den 140.000 jährlichen
Herz-Kreislauf Toten in Großbritanien. BSE erfordert rasches
Handeln, die Herz-Kreislauftoten jedoch entscheidende und
nachhaltige Maßnahmen. Wenn es um den Nutzen durch sichere
und gesunde Lebensmittel geht, steht nicht die „Aufklärung
der Konsumenten“ im Vordergrund; Landwirtschafts- und Ernährungspolitik
sind zentrales Manövrierfeld der europäischen Gesundheits(förderungs)politik.
Während des Kongresses wurden 350 wissenschaftliche Beiträge
in 50 Parallelworkshops und 10 Plenarvortäge in 3 Tagen
absolviert. Die Vielfalt und hohe Qualität der europäischen
Public Health Szene wurde mit den 50 Themenkomplexen sichtbar
gemacht. Diese reichten von Qualitätssicherungsprojekten und
den Nutzen von LKF-Systemen, über Migrantinnengesundheit, der
Euro-Diät bis zur Outcome-Forschung. Europa kann methodisch zunehmend mit den USA mithalten, und im Umsetzungsbereich hat es sicher eine globale Führerschaft. So zeigte etwa ein erfolgreiches Langzeitprojekt aus Frankreich eine den Integrierten Sozial- und Gesundheitssprengeln ähnliche Institution als Steuerungs- und Finanzierungsinstrument für die regionalen niedergelassenen Ärzte. Sensationell waren die Erkenntnisse, dass sich der eherne negative Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und Gesundheit in einigen südlichen Regionen Europas umkehrt. Ernsthafte Epidemiologen (Gruppe um Mackenbach J, Erasmus Univ. Rotterdam) haben innerhalb von Regionen Portugals und Südfrankreichs eine niedrigere Herz-Kreislauf Mortalität für die unterste soziale Schicht festgestellt. Diese Nachweise eröffnen neue Strategiemöglichkeiten für die Gesundheitsförderung in Europa. Die Ablösung der Lebenserwartung als Basisstandard der Gesundheitsmessung durch die Disability Adjusted Life Expectancy (DALE) ist ein weiteres Zukunftszeichen und wird derzeit für Europa von einigen Forschergruppen methodisch verfeinert. Für weiter Interessierte bieten ein umfangreicher Tagungsband von 420 Seiten, als Sondernummer der La Revue Santé Publique (ISSN 0995-3914) sowie die Homepage des European Public Health Association (EUPHA) einen Überblick.
Franz
Piribauer, franz.piribauer@stmk.gv.at
Salzburger
Frauengesundheitsbericht 2000
Der
„Salzburger Frauengesundheitsbericht 2000“ basiert auf einer Kombination von quantitativen Methoden
(Fragebogenerhebung, sekundärstatistische Datenanalyse) und
qualitativen Methoden (teilstrukturierte Interviews und
aktivierende Gruppenarbeit ) und wurde zwischen 1998 und 2000
im Bundesland Salzburg durchgeführt. Im Rahmen dieser
handlungsorientierten Studie konnte nachgewiesen werden, dass
eine Potenzierung verschiedener Belastungsfaktoren im
Lebensalltag von Frauen das Gesundheitsrisiko (extrem)
erhöht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung bestätigen
aufgrund vieler Detailaussagen, dass die gesundheitliche
Situation der Frauen in hohem Maße von der Verknüpfung
körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren beeinflusst
wird. Die Basis vielfältiger Belastungsstrukturen bilden die
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die umfassende
Benachteiligung der Frauen in der Arbeitswelt, das
traditionelle Geschlechterverhältnis und die traditionellen
Rollenerwartungen haben letztendlich gesundheitsgefährdende
Auswirkungen zur Folge. Vor allen Dingen aufhorchen lässt das
Ergebnis, dass es einen ausgeprägten Zusammenhang zwischen
Alter und Gesundheit gibt. Mit zunehmendem Alter fühlen sich
Frauen nicht nur stärker beeinträchtigt, sondern es steigt
die Anfälligkeit für Krankheiten.
Es existiert außerdem ein ausgeprägter Zusammenhang zwischen
Bildungsniveau und Gesundheitszustand: Frauen mit den
höchsten Schulabschlüssen haben etwa die geringsten
Prozentwerte bei Operationen. Frauen mit Pflichtschulabschluss
haben eine deutlich höhere Rate an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an Schilddrüsen- sowie an
Gefäßerkrankungen. Diese Frauen nehmen auch auffallend
häufiger den hausärztlichen Dienst in Anspruch.
28
Prozent der befragten Frauen haben im Laufe ihres Lebens
körperliche Gewalt, 16 Prozent sexuelle Gewalt erfahren.
Frauen mit Gewalterfahrungen sind in größerem Ausmaß von
psychischen und physischen Beeinträchtigungen sowie von
Krankheit betroffen. Sie nehmen dreimal so häufig
psychotherapeutische Angebote in Anspruch als Frauen ohne
Gewalterfahrung. Die Ergebnisse dieser Untersuchung dienen als
Grundlage für Entwicklung und Implementierung einer
frauenspezifischen Gesundheitspolitik. Neben Maßnahmen der
sozialen Absicherung werden
unter anderem niederschwellige Angebote zur Information,
Aufklärung und Bewusstseinsbildung entlang der Lebensphasen
empfohlen. Aber auch Maßnahmen im Bereich der Förderung der
Kommunikationsfähigkeit, der Implementierung eines
geschlechtssensiblen Gesundheitsverständnisses sowie der
Förderung eines ganzheitlichen Gesundheitsbegriffes im
Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe erscheinen als
wichtige Voraussetzung für eine bedürfnisorientierte
Gesundheitsversorgung.
Dr.
Brigit Buchinger und Mag. Ulrik Gschwandtner; Anforderung des
Gesundheitsberichts: Solution@salzburg.co.at
ISTAHC 2002 in
Berlin
Die
zunehmende Bedeutung von Health Technology Assessment/HTA als
Steuerungs- und Beratungsinstrument in Ländern mit
Sozialversicherungssystemen wird durch die Entscheidung der
ISTAHC/International Society of Technology Assessment in
Health Care, die Jahreskonferenz 2002 in Berlin abzuhalten,
unterstrichen. ISTAHC/ International
Society of Technology Assessment in Health Care ist eine –
1985 gegründete - Non-Profit-Organisation: Die Gesellschaft
engagiert sich in der Forschung, Ausbildung, Kooperation und
dem Austausch von Informationen zu klinischen, ökonomischen
und sozialen Implikationen von Technologien/Interventionen im
Gesundheitswesen. ISTAHC versteht sich als internationales
Forum für alle, die sich mit der Evaluation medizinischen
Technologien beschäftigen. Die Jahrestagungen dieser
internationalen Fachgesellschaft werden in abwechselnder Folge
an europäischen und amerikanischen Konferenzorten abgehalten.
Die diesjährige Veranstaltung fand vom 18. - 21. Juni in Den
Haag/ Niederlande statt: Insgesamt waren etwa 650 Teilnehmer
aus der ganzen Welt anwesend, die 400 wissenschaftliche
Beiträge lieferten. Insbesonders in Deutschland, aber auch
der Schweiz hat Health Technology Assessment in den letzten
Jahren an Bedeutung gewonnen. So wurde die „Bewertung
medizinischer Technologien“ in die Gesundheitsreform 2000
(GKV-Gesundheitsreformgesetz) integriert. Die Entscheidung des
ISTAHC-Vorstands, die Tagung 2002 erstmals in einem
deutschsprachigen Land durchzuführen, soll dieser Entwicklung
Rechnung tragen und sie zusätzlich unterstützen. ISTAHC
Berlin 2002 (9-12. Juni) wird von einem deutschsprachigen
Komittee organisiert, das sich nicht nur aus deutschen,
sondern auch aus Schweizer, Luxemburgischen und
österreichischen Vertretern zusammensetzt (Österreich wird
durch eine Vertreterin des BMSG und durch das ITA vertreten).
Der inhaltliche Schwerpunkt wird auf Bedarf und Einsatz von
HTA in Sozialversicherungssystemen liegen. Weitere
Konferenzinhalte werden sich mit HTA vor Marktzulassungen,
HTA-Methodenstandardisierung sowie unkonventionellen
Methoden/Verfahren in der Medizin beschäftigen.
HTA-Aktivitäten aus den mittel- und osteuropäischen Staaten
werden einen weiteren Schwerpunkt bilden. Die ISTAHC
Konferenzen wurden bislang (außer von ITA-Vertretern) von
Österreichern nicht besucht. Mit dem wachsenden Interesse der
deutschsprachigen Nachbarländer und dem österreichischen
Organisationskomittee besteht die Erwartung, auch
österreichische Vertreter öffentlicher
Gesundheitsinstitutionen und Forschungseinrichtungen für das
Gesundheitsinstrument und für Berlin 2002 zu interessieren.
Weitere
Informationen findet man unter http://www.istahc.org
und http://www.istahc2002.de.
Claudia Wild, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Strohgasse 45,
1030 Wien, cwild@oeaw.ac.at

N
Neuerscheinungen
Heidi
Schmocker et. Al. (Hrsg.):
Gesundheitsförderung
im Alter durch präventive Hausbesuche
Ein
neues Betreuungsmodell aus pflegerischer, geriatrischer und ökonomischer
Sicht. Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik,
Muri 2000, 242 S., SFR 46,- ISBN 3-85707-062-5
In
einem Modellprojekt, welches in Bern durchgeführt wurde,
konnte nachgewiesen werden, dass präventive Hausbesuche bei
älteren Menschen Behinderungen und Pflegebedürftigkeit
wirksam vermeiden oder hinausschieben können. Der Tenor einer
kritischen Betrachtung des Modellprojektes durch Experten
verschiedener Disziplinen lautet: Präventive Programme
sollten langfristig zu einem anerkannten und integrierten
Bestandteil der Altersvorbereitung werden, da nicht nur die
Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflusst wird,
sondern auch eine Ausgabenreduktion im Gesundheitswesen zu
erwarten ist.
Helga Strätling-Tölle
(Hrsg):
50 Tage intensiv
Oder:
Die menschliche Würde im Krankenhaus.
Mabuse-Verlag,
Frankfurt am Main, 192 S., ATS 218,- ISBN 3-933050-53-7
Im
vorliegenden Buch werden die Erfahrungen einer Frau
geschildert, deren Mann aufgrund einer Atemswegerkrankung 50
Tage auf einer Intensivstation verbracht hat. Ergänzt wird
ihr bewegender Bericht durch die Erinnerungen des Betroffenen
aus dem Koma. In der Akademie für Ethik in der Medizin in Göttingen
tätige Wissenschafter und Wissenschafterinnen haben die Texte
aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven kommentiert. Das
Buch gibt zweifellos wertvolle Anregungen zur Förderung eines
menschenwürdigen Umganges im Alltag eines Krankenhauses.
Manfred
Haubrock und Susanne Gohlke:
Benchmarking
in der Pflege
Mit
einer Benchmarking-Studie ambulanter Pflegeeinrichtungen
unterschiedlicher Trägerschaft sowie Fragekatalogen und
Auswertungsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen (inkl.
CD-ROM).
Verlag
Hans Huber, Bern 2001, 248 S., ATS 364,- ISBN 3-456-83369-5
Benchmarking
kann sich für ambulante Pflegedienste als ein
Managementinstrument bewähren, um sich am Markt besser
behaupten zu können. Im Regelfall ist bei Einsatz diese
Instrumentes aber auch die Möglichkeit der Qualitätsverbesserung
gegeben. Die Autoren beschreiben den Benchmarkingprozess, vor
allem unter dem Gesichtspunkt seiner Anwendung in ambulanten
Pflegeeinrichtungen. Anhand einer Benchmarkingstudie, die in
acht Pflegeeinrichtungen durchgeführt wurde, erhalten die
Leserinnen und Leser Anleitungen und Hinweise zur Durchführung
von derartigen Vorhaben.
Regina
Kunz et al.:
Lehrbuch Evidenzbasierte Medizin in Klinik und Praxis
Deutscher
Ärzte-Verlag, Köln 2000, 432 S., ATS 569,- ISBN
3-7691-0383-1
Einführend
wird der Bedarf, das Handwerkzeug und die Technik
evidenzbasierter Medizin dargestellt. Anschließend vermittelt
der Sammelband das Basiswissen evidenzbasierter Medizin anhand
von beispielhaften Diagnosen und Diagnosegruppen. Der Leser
wird Schritt für Schritt mittels konkreter Fallbeispiele aus
der Versorgungspraxis an die Grundlagen einer evidenzbasierten
Entscheidungsfindung herangeführt. Der Sammelband ist
didaktisch einheitlich aufgebaut und auf konkrete
Umsetzbarkeit ausgerichtet. Ein Anhang mit einem Glossar,
weiterführender Literatur und Kontaktadressen beschließt den
Sammelband.
Jan Böcken
et al. (Hrsg.):
Reformen im
Gesundheitswesen
Ergebnisse
einer internationalen Recherche.
Verlag
Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2000, 190 S., ATS 212,- ISBN
3-89204-515-1
Der
vorliegende Reader untersucht die Gesundheitssysteme von Dänemark,
Deutschland, Finnland, UK, Kanada, Niederlande, Schweiz und
USA. Ansatz der Analyse ist es, herauszufinden, welche
Anreizsysteme es in den einzelnen Ländern gibt, um die Kosten
im Gesundheitswesen zu senken, und die Qualität in den
medizinischen Versorgungsstrukturen zu stärken, damit die
medizinische Grundversorgung auch in Zukunft erhalten bleibt.
Bei aller Problematik, mit der Ländervergleiche üblicherweise
behaftet sind, so lassen sich doch Anregungen für unser
Gesundheitssystem ableiten, vor allem aber lernt man, welche
Fehler nicht unbedingt nachvollzogen werden sollten.
Jürgen
Klauber et al. (Hrsg.):
Innovation im
Arzneimittelmarkt
Springer-Verlag,
Heidelberg 2000, 254 S., ATS 716,- ISBN 3-540-67706-2
Der
vorliegende Sammelband stellt zunächst internationale
Erfahrungen zur Beurteilung von Arzneimittelinnovationen dar,
wobei schwerpunktmäßig der Umgang mit
Arzneimittelinnovationen in Japan, British Columbia,
Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland behandelt
wird. Das Buch enthält des weitern eine Bestandsaufnahme und
Beurteilung neuer Wirkstoffe (1978-1999), behandelt den
innovatorischen Wettbewerb am Arzneimittelmarkt und setzt sich
mit zahlreichen ökonomischen Aspekten auseinander, wie zum
Beispiel: Steuerung der Verordnungsgewohnheiten, Budgetierung,
Finanzierbarkeit, Kosten und Gewinnspannen. Abgerundet wird
der Sammelband mit einem Beitrag über Lebenszyklen von
Arzneimittelinnovationen.
Christina
Dietscher et al. (Hrsg.):
Das Krankenhaus als
gesundheitsfördernder Arbeitsplatz
Der
vorliegende Band fasst die Referate und Poster der 3. Österreichischen
Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser sowie
eingeladener Beiträge zum Thema zusammen. Anhand von
Beispielen aus der Praxis und empirischen Studien werden
schwerpunktmäßig Strategien, Konzepte und Erfahrungen zur
Entwicklung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze für Beschäftigte
im Krankenhaus vorgestellt. Gerade angesichts der steigenden
Lebensarbeitsdauer, welche die ohnehin vielfältigen und
erheblichen Belastungen am Arbeitsplatz Krankenhaus
prolongiert, ist der Einsatz gesundheitsfördernder Strategien
und Maßnahmen ein Gebot der Stunde.
Knut
Dahlgaard et al.:
Profit-Center-Strukturen
im Krankenhaus
Potenziale,
Risiken und (Neben-)Wirkungen. Mabuse-Verlag, Frankfurt am
Main 2000, 136 S., ATS 166,- ISBN 3-933050-51-0
Die
Schaffung dezentraler Organisationsstrukturen soll einen
Beitrag zur finanziellen Entlastung der Krankenhäuser
leisten. Gleichzeitig werden, unter dem Stichwort
Profit-Center, betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente
eingeführt, welche dezentrale Ergebnisverantwortung,
Motivationssteigerung und wirtschaftlichere
Leistungserstellung zum Ziel haben. Das Autorenteam beleuchtet
kritisch den konzeptionellen Hintergrund dieses Ansatzes,
stellt den Entwicklungsstand und Verbreitungsgrad dar und
beurteilt die Chancen und Risiken aus der Sicht des
wichtigsten Erfolgsfaktor eines Krankenhauses, nämlich den
Beschäftigten. Besondere Berücksichtigung findet der
Zusammenhang zwischen betrieblichen Steuerungselementen und
der den Krankenhäusern eigentümlichen Führungsstruktur

|