Termine
27.-28. September 2001, Graz, Österreich
Der Mensch in der Pflege! Schafft Abhängigkeit Gewalt?
10 Jahre
GEFAS Steiermark „Ich liebe dich gewaltig!“
Kontakt-
und Anmeldeadresse: Sozial Service, Sozial- und
Gesundheitsstation, Flosslendstraße 18, A-8020 Graz, Tel:
+43/316/68 71 41; Fax: +43/316/68 71 41 41,
Ihre
AnsprechpartnerInnen: Gerlinde Stessel, E-Mail:
gerlindestessel@sozialservice.at, Hannes Körbler, E-Mail:
hanneskoerbler@sozialservice.at, GEFAS,
gefas@seniorweb.at,
Tel:
+43/316/380-2964, Fax: +43/316/380-9212
27.-29. September 2001, Wien, Österreich
Chronisch kranke Menschen zwischen Gesundheitsversorgung und Alltagsbewältigung
Tagung der
Sektion für Medizin- und Gesundheitssoziologie der Deutschen,
Österreichische und Schweizerische Gesellschaft für Soziologie.
Das Programm finden Sie auf unserer Kongress-Homepage:
http://www.univie.ac.at/medsoz2001.
Die Teilnahmegebühr beträgt ATS 700,--, für Studierende und
Arbeitslose beträgt die Teilnahmegebühr ATS 500,--. Wenn Sie
sich zur Tagung anmelden wollen, finden Sie ein Anmeldeformular
zum Downloaden auf der Homepage. Weitere Auskünfte: Rudolf
Forster, Institut für Soziologie der Universität Wien,
Universitätsstraße 7/2, A-1010 Wien,
Tel:
+43/1/4377-48221, E-Mail:
rudolf.forster@univie.ac.at.
5.-6. Oktober 2001, Graz, Österreich
Neue Wege in der Geburtshilfe und Wochenbettperiode
Kongress
Information: Die TeilnehmerInnenanzahl ist beschränkt – die
Aufnahme erfolgt ausschließlich nach Zahlungseingängen!
Teilnahmegebühr: ATS 1.900,--, Bankverbindung: CA-BLZ 11870,
Ktonr 09-8737 307/00. Veranstalter: Eltern-Kind Zentrum,
Bergmanngasse 10, A-8010 Graz, Tel: +43/316/378 140, Fax:
+43/316/378 140/22
18. Oktober 2001, Linz, Österreich
Symposion Macht fremdsein krank?
Das Symposion mit dem Titel „Macht fremdsein krank?“ wird vom Verein zur
Betreuung der AusländerInnen in OÖ, in Zusammenarbeit mit der
ARGE Migration und Gesundheit, dem Verein für prophylaktische
Gesundheitsarbeit (PGA) und der Oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse veranstaltet.
Anmeldung und Information: PGA, Verein für prophylaktische
Gesundheitsarbeit, Kaplanhofstr. 1, A-4020 Linz, Tel:
+43/732/787810-38, Fax: +43/732/787810-22,
E-Mail:
seminare@pga.at
18.-20. Oktober 2001, Alpbach-Tirol, Österreich
9. Internationale Wissenschaftliche Tagung
Kongress Essstörungen 2001, Magersucht, Ess-Brechsucht, Ess-Sucht, Fettsucht
Dieser
Kongress ist für Betroffene, Angehörige und Experten zugänglich.
Ziel des Kongresses ist es, den aktuellen Stand der Forschung,
Behandlung und Prävention von Magersucht, Ess-Brechsucht,
Ess-Sucht und Adipositas (Fettsucht) darzustellen und den Dialog
zwischen ExpertInnen , Betroffenen und Angehörigen zu fördern.
Kongressorganisation: Mag. Elisabeth Grabner-Niel, Netzwerk
Essstörungen,
Fritz-Pregl-Straße 5, A-6020 Innsbruck, Tel: & Fax: +43/512/-57
60 26,
E-Mail:
netzwerk-essstoerungen@uibk.ac.at

Berichte
Plattform Gesundheitsökonomie
Die Plattform verfolgt folgende Ziele:
·
Gesundheitsökonomische Bewusstseinsbildung durch
Öffentlichkeitsarbeit
·
Verbreiterung der Wissensbasis
·
Identifikation von gesundheitspolitischen Zielen und
Überprüfung ihrer Operationalisierbarkeit
·
Über interne Kommunikation zu Integration
Die Aktivitäten der Plattform lassen sich wie folgt zusammenfassen:
·
Auf- und Ausbau eines Netzwerkes nationaler und
internationaler ExpertInnen im und um den Bereich
Gesundheitswesens.
·
Monatliche Abhaltung von Vorträgen mit einem für die
Gesundheitsökonomie relevanten Thema von nationaler und
internationaler Reichweite.
·
Planung und Durchführung größerer Workshops mit renommierten
ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen im Gesundheitssektor.
·
Errichtung einer Webpage zur Abhaltung von
Online-Diskussionen und zur laufenden Berichterstattung über
Ziele und Aktivitäten der plattform Gesundheitsökonomie.
·
Errichtung einer Jobbörse: Ein wichtiger Schritt in Richtung
Objektivierung und Qualitätsverbesserung von Entscheidungen im
Gesundheitsbereich war die Errichtung einer Jobbörse für
Besetzungen von Expertenpositionen im nationalen und
internationalen Gesundheitswesen. Die Jobbörse steht für
Mitglieder kostenlos zur Verfügung. Organisationen und Projekte,
die Experten aus dem Gesundheitswesen suchen, können unter der
E-Mail Adresse:
jobboerse.plattform@telering.at ihre Jobangebote zur
weiteren Verteilung an die Mitglieder übermitteln. Die
eingehenden Bewerbungen werden geprüft und an den Anbieter
übermittelt.
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
-
Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Obmann, Institut für Sozialmedizin,
Medizinische Fakultät der Universität Wien,
A-1080 Wien, Alser Str. 21, Tel: +43/1/4085681,
E-Mail:
bernhard.schwarz@univie.ac.at;
-
Mag. Hermann Fried, Obmann Stellvertreter, Ludwig Boltzmann
Institut für Medizinökonomie,
A-1130 Wien, Wolkersbergenstrasse 1,
Tel: +43/1/80 110 2646, E-Mail:
hermann.fried@telering.at;
-
Dr. Ursula Fronaschütz, Schriftführerin, Leiterin Abt.
Gesundheitsökonomie, VII/B/8, Bundesministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales, A-1031 Wien, Radetzkystr. 2, Tel:
+43/1/711724881,
Fax: +43/1/715 58 30, E-Mail:
ursula.fronaschuetz@bmg.gv.at
Projekt Handbuch für Gesundheitsberufe
ArbeitnehmerInnen entwickeln Modellprojekt
In Österreich setzen ArbeitnehmerInnen eine beispielhafte Aktivität:
VertreterInnen der Arge-hiv/pflege des ÖGKV (Österreichischer
Gesundheits- und Krankenpflegeverband), die mit dem
Gesundheitsrisiko der Stich- und Schnittverletzungen im
täglichen Berufsalltag konfrontiert sind, initiieren gemeinsam
mit zahlreichen ExpertInnen aus dem Gesundheitsbereich
(Pflegepersonal, ÄrztInnen, Rettungswesen, Arbeitsmedizin,
Laborpersonal, Hebammen, Sicherheitsfachkräfte), mit der AUVA
Wien sowie dem Institut für Sozialmedizin der Universität Wien
ein Modellprojekt zur Verhütung blutübertragbarer Infektionen.
Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das „Handbuch für
Gesundheitsberufe“: In Form von Empfehlungen liefert das
Handbuch, das in einen Präventions- und einen Notfall-Teil
untergliedert ist, Hilfestellung bzw. Anleitung zur Erarbeitung
krankenhausinterner Richtlinien zur Verhütung blutübertragbarer
Infektionen. Vorrangiges Anliegen ist, die Standardisierung von
Arbeitsabläufen sowie das Schaffen von Qualitätsbewusstsein in
der Verwendung von Sicherheitsprodukten. Das Handbuch ist ein
erster Schritt in Richtung eines österreichweiten Standards zur
Verhütung blutübertragbarer Infektionen in Gesundheitsberufen
und ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung in diesem
Bereich. Da die Nachfrage nach dem Handbuch sehr groß ist, sind
derzeit schon Folgeprojekte, wie eine CD-ROM mit begleitendem
Printmedium, ein Schulungsvideo sowie eine Neuauflage samt
erstem Update zum neuen Hepatitis-Impfschema in Planung. Damit
sollen die Inhalte des Handbuchs erweitert und auch anderen
Zielgruppen, die in ihrer täglichen Arbeit mit dem Risiko der
Stich- und Schnittverletzungen konfrontiert sind, wie
Pflegeheimen, niedergelassenen ÄrztInnen, Labors,
Rettungseinrichtungen, Justizanstalten, Heeressanitätsanstalten,
Polizei und Feuerwehr sowie Krankenpflegeschulen und anderen
Schulungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Auch eine
Ausweitung des Projektes auf EU-Ebene ist derzeit im Gespräch.
Zur Realisierung der Folgeprojekte werden wieder
Kooperationspartner aus Wirtschaft und Öffentlicher Hand
gesucht. Einzelexemplare des Handbuchs stehen noch zur
Verfügung, Bestellungen eines größeren Kontingents werden
ebenfalls entgegengenommen und bei der Neuauflage
berücksichtigt. Das Handbuch ist für Personen aus dem
Gesundheitsbereich kostenlos erhältlich, lediglich die
Portokosten für die Zusendung sind zu tragen. Interessenten aus
anderen Bereichen können das Handbuch um ATS 800,-- inkl. MWSt.
erwerben.
Nähere Informationen zum Projekt unter
www.gesundheitsberufe.at
Gesundheitsmanagement OEG, Straußengasse 14, A-1050 Wien, Tel: +43/1/585
76 21
Why Controlling Health Care Expenditures (Part One)
Controlling health care expenditures has been on the political
agenda for decades. Not surprisingly so. Utilizing a sizeable
part of Gross Domestic Products (GDP), health expenditures in
Europe are mainly financed through public funds. In the European
Union, about three-quarter of total health spending is financed
either through (social) health insurance contributions and/or
taxes. Whereas this share has been declining some 3 to 4
percentage points during the 90ties, average total expenditures
on health – at 8.7 percent of GDP in 1998 – increased about 1
percentage-point throughout Europe including in accession
countries; on average health spending rose even slightly more in
Central- Eastern European Countries. At 8.2 percent of GDP in
1999, health spending in Austria is somewhat below the EU-average.
Furthermore, when compared to other social insurance countries,
Austria's spending share compares favourable, ranging second but
last. Nevertheless, recent data suggest that real per capita
growth of health expenditures has soared surpassing real GDP
growth in the order of 2 percentage points between 1998 and
1999. Evidence of rising health care expenditures is widespread.
At current prices total health expenditures in Austria grew at a
rate of 4.2 percent annually from 1994 through 1999, reaching in
1999 109 percent of the level in 1995. Although health sector
growth rates in the time span 1994 to 1999 were considerably
lower than in previous periods, they consistently tend to exceed
both GDP growth rates and growth rates of general government
expenditures by a margin up to two percentage points through the
entire period. Growth rates of private expenditures on health
remained well above GDP growth rates at current prices, and at
3.7 percent per year from 1994 through 1999 they level to GDP
growth at current prices, reaching 114 percent of the 1995 level
in 1999. At constant 1995 prices health care expenditures have
been growing at an average rate of 3.1 percent annually from
1994 through 1999, as compared with a rate of 2.7 percent from
1989 through 1994. General government expenditures on the other
hand grew only at a rate of 0.6 percent annually, thus well
below the rate of 5.3 percent from 1989 through 1994. Whereas
price increases in the private health sector appear to have
slowed recently perhaps due to increasing competitiveness among
private sector providers, relative prices in the public health
sector exceeded the general price level in the order of one
percentage points, indicating possibly price distortions due to
non-market-led price setting as purchasers tend to compromise in
collective price bargaining with suppliers organizations.
Maria M.
Hofmarcher, Economist, Consultant to the World Bank, Institut
für Höhere Studien, Stumpergasse 56, A-1060 Wien, tel:
+43/1/59991-127, fax: +43/1/5970635,
mobil: +43/676/5485997020, e-mail:
hofmarch@ihs.ac.at,
e-mail:
hofmarch@aol.com

N
Neuerscheinungen
Gerhard Polak (Hrsg.): Going International
Medicine & Health. Kurskatalog 2001.
Eigenverlag, Wien 2001, 246 S., ATS 275,- ISBN 3-901969-05-5
(Bezugsadresse: AK Wien, Auslandsbüro, Wehburggasse 10-12,
A-1010 Wien, Tel: +43/1-51501-1404)
Im
zweisprachigen Kurskatalog (deutsch/englisch) sind mehr als 2000
Studiengänge, Kurse und Workshops von 45 Universitäten,
akademischen Einrichtungen, nationalen und internationalen
Organisationen sowie Nicht-Regierungsorganisationen angeführt.
Die Publikation ist ein unverzichtbares Nachschlagwerk für
Mediziner und Medizinerinnen die an einer fachlichen
Weiterbildung oder einem medizinischen Zusatzdiplom interessiert
sind.
Max Laimböck:
Die soziale Krankenversorgung zwischen Staat, Monopol und Wettbewerb
Vor- und
Nachteile des Wettbewerbs im Gesundheitswesen. Berenkamp Buch-
und Kunstverlag, Hall in Tirol 2000, 255 S., ATS 365,- ISBN
3-85093-127-7
Laimböck
hat die seltene Gabe ein komplexes System – welches das
österreichische Gesundheitssystem zweifellos ist – übersichtlich
und verständlich darzustellen. Der Verfasser ist um Sachlichkeit
bemüht und stellt die Vor- und Nachteile eines eher
wettbewerbsorientierten Gesundheitssystems einem weitgehend
regulierten System gegenüber. Laimböck plädiert für eine
prinzipielle Beibehaltung des bestehenden Systems und schlägt
die Einführung einiger moderater Wettbewerbselement vor.
Abgeschlossen wird der materialreiche Band mit einer kritischen
Einschätzung der Reformpläne der gegenwärtigen Bundesregierung.
Laimböck hat ein insgesamt sehr empfehlenswertes Buch vorgelegt.
Klaus-Peter Real (Hrsg.):
Thema Alter 2001
Verzeichnis aller lieferbaren Bücher. Mabuse-Verlag, Frankfurt
am Main 2001, 497 S.,
ATS 291,- ISBN 3-933050-78-2
Das
jährlich erscheinende Verzeichnis aller lieferbaren
deutschsprachigen Bücher zum Thema Alter enthält mehr als 6.000
Titel. Diese sind nach 21 Schlagwortgruppen aufgegliedert; unter
anderem: Heimunterbringung, Bauen, Wohnen; Vorbereitung auf das
Alter, Bildung Älterer, Weiterbildung Älterer; Soziale Dienste,
Ambulante Dienste, Häusliche Pflege; Gesundheit, Ernährung,
Sport; Aktivierung, Therapie, Rehabilitation, Pflege; Ratgeber.
Das Verzeichnis führt nicht nur Bücher auf, sondern auch schwer
zugängliche Broschüren sowie sämtliche Veröffentlichungen des
Kuratoriums Deutsche Altershilfe, des Deutschen Zentrums für
Altersfragen und der Arbeitsgemeinschaft angewandte soziale
Gerontologie. Das Verzeichnis ist eine ausgezeichnete Fundgrube
für alle, die sich aus Interesse oder beruflich für das Thema
Alter interessieren.
Margarete Landenberger und Matthias Münch (Hrsg.):
Innovation in der Pflege
Verlag
Hans Huber, Bern-Göttingen-Toronto-Seattle 2001, 176 S., ATS
291,- ISBN 3-456-83546-9
Die Pflege
alter, kranker und behinderter Menschen steht vor neuen
Herausforderungen: Betreuungskontinuität, Beseitigung von
Qualitätsmängeln und Informationsdefiziten, Partizipation von
Patienten und Mitarbeitern werden immer nachdrücklicher
gefordert. Im vorliegenden Band werden innovative Konzepte für
das Pflegesystem vorgestellt sowie Bedarf, Chancen und Grenzen
wissenschaftlicher Ansätze zur Neustrukturierung von
Arbeitsabläufen in der Pflege diskutiert. Zentrale Themen sind
dabei Arbeitsorganisation, Vernetzung und der Einsatz
elektronischer Unterstützung bei der Pflege. Das Buch richtet
sich in erster Linie an Pflegende und Praktiker im
Gesundheitswesen, ist aber auch für Gesundheitswissenschafter
und Gesundheitspolitiker von hohem Interesse.
Jürg Baumberger:
So funktioniert Managed Care
Anspruch
und Wirklichkeit der integrierten Gesundheitsversorgung in
Europa. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2001, 274 S., ATS 577.-
ISBN 3-13-128391-2
Der
Reformbedarf der europäischen Gesundheitssysteme erzeugt
allenthalben Verunsicherungen. Die Befürchtungen reichen von der
Einführung einer Zwei-Klassen-Medizin bis zum Verschwinden des
freien Berufsstandes der Ärzte. Die Idee von Managed Care findet
mittlerweile auch in Europa Nachahmer, womit auf die Möglichkeit
neuer Organisationsformen und Versorgungsmodelle im
Gesundheitswesen verwiesen wird. Der Autor, ein Kenner der
Materie, der in Europa eine Health Maintenance Organization
gegründet hat, erläutert aus seiner Sicht und Erfahrung die
Chancen und Risiken von Managed Care. Die praxisnahe Darstellung
enthält Musterverträge, Erfahrungsberichte und Fallbeispiele.
Thomas Gaertner:
Managed Care Eine Perspektive für die GKV?
Georg
Thieme Verlag, Stuttgart 2001, 92 S., ATS 732,- ISBN
3-13-124981-1
Im
Gegensatz zu Österreich, besteht in Deutschland schon lange die
Möglichkeit, aufgrund des sogenannten Experimentierparagraphen,
innovative Versorgungsmodelle zu erproben. Verschiedene
Hausarztmodelle und Praxisnetze sind Vorläufer einer Entwicklung
mit tiefgreifenden Veränderungen für die ambulante und
stationäre Krankenbehandlung. Eine Projektgruppe der
Medizinischen Dienste der Krankenversicherung hat die möglichen
Auswirkungen von Managed Care auf das deutsche Gesundheitssystem
untersucht. Dabei wurden Erfahrungen in den Vereinigten Staaten
und Skandinavien berücksichtigt.
Ferdinand M. Gerlach:
Qualitätsförderung in Praxis und Klinik
Eine
Chance für die Medizin. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2001, 331
S., ATS 1.088,- ISBN 3-13-125891-8
Der Autor
des vorliegenden Buches kann auf eine langjährige praktische und
wissenschaftliche Erfahrung auf dem Gebiet der
Qualitätsförderung in der Medizin zurückblicken. Nach einem
Überblick über den internationalen Stand des Wissens zur
Qualitätsförderung in der Medizin, werden Werkzeuge zur
praktischen Umsetzung qualitätsfördernder Maßnahmen vorgestellt.
Chancen und Risken der wichtigsten Instrumente, wie medizinische
Leitlinien und Qualitätszirkelarbeit werden dargestellt und zwar
sowohl für den Ambulanten als auch den stationären Bereich. Ein
Überblick über die rechtlichen Grundlagen und die
gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen sowie nützliche
Hinweise auf Internetadressen, Fachgesellschaften und Kurse
beschließen das praxisnahe Buch.
Peter Frenzel et al. (Hrsg.):
Klienten-/Personenzentrierte Psychotherapie
Kontexte,
Konzepte, Konkretisierung. Facultas, Wien 2001, 488 S., ATS
498,- ISBN 3-85076-481-8
Das
vorliegende Lehrbuch bietet in kompakter Form einen umfassenden
Überblick über Theorie und Praxis der Klienten- und
Personenzentrierten Psychotherapie, die im deutschen Sprachraum
auch unter der Bezeichnung Gesprächspsychotherapie firmiert.
Neben der geschichtlichen Entwicklung, werden der gegenwärtige
Stand des Therapiekonzeptes, seine vielfältigen Anwendungsformen
sowie seine philosophischen, anthropologischen und
entwicklungspsychologischen Hintergründe dargestellt. Die
Gruppentherapie, als eine Vollform des Klienten- beziehungsweise
Personenzentrierten Ansatzes, ihr spezifischer Beitrag zur
Psychotherapieforschung, ihre gesellschaftspolitischen Bezüge
und ihre Stellung zu anderen Therapierichtungen erfahren eine
zusammenfassende Darstellung.
Markus Hochgerner und Elisabeth Wildberger (Hrsg.):
Was heilt in der Psychotherapie?
Überlegungen zur Wirksamkeitsforschung und Methodenspezifische
Denkweisen, Facultas, Wien 2001, 429 S., ATS 498,- ISBN
3-85076-442-7
Was heilt?
Ist wohl jene Frage die gerade im Zusammenhang mit der
Psychotherapie in den letzten Jahren für eine anhaltende
Diskussion gesorgt hat. Ergebnisse aus der
Psychotherapieforschung werden dazu genutzt, um die Methoden
gegeneinander auszuspielen; etwa im Sinne: Welche Methode heilt
schneller und ist somit kostengünstiger?, oder bestimmte
Verfahren zu verdrängen, wie im deutschen Psychotherapiegesetz
geschehen. In der Tat besteht zwischen den
Psychotherapieforschern und Praktikern der verschiedenen Schulen
eine tiefe Kluft, die einer Zusammenarbeit im Wege stehen. Der
vorgelegte Sammelband stellt zehn Psychotherapiemethoden mit den
ihn eigenen Wirksamkeitskonzepten dar und versteht sich somit
als ein Beitrag, um über das Heilungsverständnis in der
Psychotherapie in einen Dialog zu treten.
Renate Stemmer:
Grenzkonflikte in der Pflege
Patientenorientierung zwischen Umsetzungs- und
Legitimationsschwierigkeiten. Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main
2001, 371 S., ATS 423,- ISBN 3-933050-79-0
Die
Existenz sexueller Elemente als Teil der pflegerischen Begegnung
gilt weithin als belastend. Die von Stemmer vorgelegte
Untersuchung zeigt jedoch, dass sexuell gefärbte Momente in der
Pflege erst dann ein Problem darstellen, wenn persönliche und
berufliche Grenzen berührt oder verletzt werden und die zur
Verfügung stehenden Leitlinien nicht ausreichen, die erwünschte
Beachtung dieser Grenze zu legitimieren. Das Konzept der
Patientenorientierung verspricht, pflegerische Entscheidungen zu
rechtfertigen und Handeln zu leiten. Eine Auseinandersetzung mit
den Potenzialen und Grenzen unterschiedlicher Dimensionen dieses
Begriffs deckt auf, dass Patientenorientierung als Leitidee der
Pflege kaum geeignet ist, die in Aussicht gestellte
Handlungsorientierung zu bieten.
Thomas Hartmann und Eva Luber (Hrsg.):
Kinder Umwelt Gesundheit in den neuen Bundesländern
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2001, 155 S., ATS 239,- ISBN
3-933050-82-0
Kinder
sind umweltbedingten Gesundheitsgefahren infolge ihrer Größe und
den Besonderheiten im Stoffwechsel stärker ausgesetzt als
Erwachsene. Dies führte bislang weder in der Gesetzgebung noch
im Alltagsleben zu einem ausreichenden Vorsorgeschutz für
Kinder. Die Gegebenheiten in den sogenannten neuen Bundesländern
Deutschlands unterliegen im Zusammenhang mit Allergien,
armutsbedingten Umweltbelastungen, Lärm,
Gesundheitsberichterstattung und dem Recht der Kinder auf eine
gesunde Umwelt vielerlei Besonderheiten. Die im vorliegenden
Sammelband enthaltenen Beiträge versuchen, den derzeitigen
Kenntnisstand zu den genannten Bereichen zusammenzutragen.
Beate Hofstadler und Birgit Buchinger:
KörperNormen KörperFormen
Männer über Körper, Geschlecht und Sexualität. Turia+Kant, Wien 2001,
287 S., ATS 298,- ISBN 3-85132-294-0
Die Autorinnen gehen den Fragen nach, wie sich Männer selbst sehen,
welche Blicke sie auf ihren eigenen Körper und auch auf jenen
anderer Männer werfen oder welche Bedeutung Sexualität in ihrem
eigenen Leben hat. Die empirische Basis bildeten
Tiefeninterviews mit 29 Männern unterschiedlichster Herkunft und
unterschiedlichsten Alters. Die Unterschiede betreffen auch die
sexuelle Orientierung. Allen gemeinsam ist jedoch, dass jeder
auf seine Weise versucht, mit den gesellschaftlichen
Anforderungen an sein Mannsein zurechtzukommen. Das Buch gibt
Orientierung, indem es Normen hinterfragt, ohne neue zu setzen.
Gerhard Kocher und Willy Oggier (Hrsg.):
Gesundheitswesen Schweiz 2001/2002
Ein aktueller Überblick. Konkordat der Schweizerischen
Krankenversicherer, Solothurn 2001, 250 S., SFR 29,- ISBN
3-85962-125-4
Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 ist das
schweizerische Gesundheitswesen in Bewegung. Hierbei die
Übersicht zu behalten fällt selbst Expertinnen und Experten
schwer. Mangelnde Transparenz führt aber regelmäßig zu unnötigen
Ausgaben, weil Vergleichsmöglichkeiten zum Teil oder zur Gänze
fehlen. Die beiden Herausgeber, der Profession nach
Gesundheitsökonomen und Fachleute aus dem Bereich Krankenhäuser,
Ärzteschaft, Apotheken, Pflegediensten, Versicherern und
Gebietskörperschaften geben einen guten Überblick über das
Schweizer Gesundheitswesen.
Rainer Salfeld und Jürgen Wettke:
Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens
Perspektiven und Konzepte. Springer Verlag, Berlin-Heidelberg
2001, 314 S., ATS 504,- ISBN 3-540-41220-4
Die beiden
Autoren, Healthcare-Experten von McKinsey&Co stellen
internationale Trends in der Entwicklung der Gesundheitssysteme
dar, analysieren das deutsche Gesundheitssystem und diskutieren
Perspektiven und Lösungsansätze. Den Autoren geht es dabei nicht
um eine geschlossene, ideale Gesamtlösung, sondern um ein
Ausloten des Lösungsraums. Mittels Daten und Fakten wollen sie
einige hartnäckige Vorurteile und falsche Annahmen über das
deutsche Gesundheitssystem ausräumen und praktikable Wege zur
Lösung einiger Probleme des deutschen Gesundheitswesens
aufzeigen, ohne dass dessen freier Zugang, Leistungsfähigkeit
und Finanzierbarkeit gefährdet wird.

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