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Termine
18.
April 2002, Linz, Österreich:
6.
Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für
Gesundheitswissenschaften und Public Health
"Integration in der Versorgung und Pflege"
Die Tagung
beschäftigt sich mit den Themen: Solidarität in der
individualisierten Risikogesellschaft, der mündige Patient,
Kontinuität in der Versorgung, dem weiten Weg von Datentransfer
zur Kommunikation zwischen den Medizinberufen und der
Finanzierung des Gesundheitswesens.
Tagungsgebühr: € 29,07/€ 58,14 (Mitglieder/Nichtmitglieder)
Anmeldungen: ÖGGW&PH, c/o OÖ Gebietskrankenkasse, zH Frau
Susanne Lilpop, Gruberstraße 77, 4021 Linz
Tel. (+43) 07 32/78 07-32 89, Fax (+43) 07 32/78 07-32 46,
E-Mail:
susanne.lilpop@ooegkk.at
19. April 2002, Wien, Österreich:
Symposium Pflegewissenschaft der Gesundheit verpflichtet
Tagungsort: Großer Festsaal im Haus der Industrie, 1030 Wien,
Schwarzenbergplatz 4
Veranstalter: Abteilung Pflegeforschung des IPG, Universität
Linz, ÖGB – Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe,
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
Tagungsgebühr: ATS 1.200,--/ € 87,21, Studierende des IDS
Pflegewiss.: ATS 400,--/ € 29,07, Raiffeisen Landesbank: BLZ:
32000, Konto: 2-07302078
Anmeldung und Information:
office@pflegewissenschaft.ac.at,
www.pflegewissenschaft.ac.at
26. 31. Mai 2002, Wien, Österreich:
XVI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Innovation und Prävention
Kongressbüro: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt,
Kongressbüro, Adalbert-Stifter-Str. 65, A-1200 Wien
Tel.: +43 (1) 33 111-537, Fax: +43 (1) 33 111-469, E-mail:
Safety2002@auva.sozvers.at
9.- 12. Juni 2002, Berlin, Deutschland:
18. Jahrestreffen der International Society of Technology Assessment in Health Care
Die
zunehmende Bedeutung der Evaluation medizinischer Leistungen (Health
Technology Assessment/HTA) als Steuerungs- und
Beratungsinstrument in Ländern mit Sozialversicherungssystemen
wird durch die Entscheidung der ISTAHC/International Society of
Technology Assessement in Health Care, die Jahreskonferenz 2002
in Berlin abzuhalten, unterstrichen. Der inhaltliche Schwerpunkt
wird u.a. auf Bedarf und Einsatz von HTA in
Sozialversicherungssystemen liegen. Weitere Konferenzinhalte
werden sich mit HTA vor Marktzulassungen,
HTA-Methodenstandardisierung und unkonventionelle
Methoden/Verfahren in der Medizin, HTA in Spezialbereichen wie
der Zahnheilkunde beschäftigen.
Anmeldung
unter:
www.istahc2002.de

Berichte/Projekte
Partizipative Strukturen in der Schule und die Gesundheit von Jugendlichen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren
Das Ludwig Boltzmann Institut für Medizin-und Gesundheitssoziologie
führt derzeit eine Studie zum Einfluß des personalen und
organisationalen Empowerments in der Schule auf die Gesundheit
von Kindern und Jugendlichen durch. Konkret wird danach gefragt,
inwieweit der Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten am
Beispiel Rauchen durch die Beteiligung der SchülerInnen an
Entscheidungen und Prozessen der Schulgestaltung, durch die
Unterstützung der LehrerInnen oder durch das Klassenklima
negativ oder positiv beeinflusst wird. Dabei wird dieser
Einfluss im Verhältnis zu Persönlichkeitsmerkmalen, zur
Familiensituation und der Peergruppe untersucht. Neben seiner
wissenschaftlichen Zielsetzung wird das Projekt Empfehlungen für
empowermentspezifische Interventionen zur Verwendung in
gesundheitfördernden Schulen erarbeiten. Basierend auf den Daten
des WHO-HBSC-Surveys von 1998 werden Modelle zur Beschreibung
des Zusammenhanges von organisationaler Tiefenstruktur und
Gesundheit entwickelt. Diese Modellberechnungen werden als
statistische Mehrebenenanalysen in Kooperation mit dem Institut
für Statistik und Decision Support Systems der Universität Wien
(Leiter Wilfried Grossmann) durchgeführt. Basierend auf diesen
Ergebnissen werden mit Hilfe von ExpertInnengesprächen und
Tiefen- und Gruppeninterviews Organisationanalysen an
ausgewählten Schulen durchgeführt, die sich in Hinblick auf
Empowermentprozesse unterscheiden. In einem ersten
Zwischenbericht, der im März 2001 vorgelegt wurde, wurden
theoretische Konzepte und Modelle dargestellt. Die Studie wird
aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich finanziert und wird im
Sommer 2002 abgeschlossen sein.
Nähere Auskünfte zur Studie erhalten Sie beim Ludwig Boltzmann Institut
für Medizin und Gesundheitssoziologie
(Projektleitung Wolfgang Dür; wissenschaftliche Mitarbeit:
Katharina Mravlag; Monika Bauer, Tel.: 4277/48293)
Über
die selbst wahrgenommene (selbstberichtete) Gesundheit und
Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen sind aus der
Gesundheitsberichterstattung der EU-Länder nur wenig Daten
verfügbar, die noch dazu zumeist nicht vergleichbar sind. Das
Projekt will ein standardisiertes Screening-Instrument zur
Messung von Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen in einer
europäischen Kooperative von acht teilnehmenden Partnerländern
entwickeln, welches in nationalen und europäischen
Gesundheitssurveys verwendet werden soll. Gleichzeitig will das
Projekt spezifische Populationen von Kindern mit erhöhten
Risiken in Bezug auf ihre subjektive Gesundheit identifizieren,
um die Möglichkeit zur Einleitung entsprechender Maßnahmen zu
eröffnen. Weiters will das Projekt den Impact chronischer und
akuter Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Lebensqualität
untersuchen sowie den Einfluss von sozialen und
verhaltensmäßigen Determinanten. Nach der Entwicklung und
Standardisierung des Instrumentes wird das Instrument in einem
großen Survey implementiert und getestet. Für weitere
Implementationen wird ein Benutzer-Design erstellt und die
Akzeptanz des Instruments geprüft. Als Erhebungsinstrument soll
ein in Fokusgruppen entwickelter Selbstausfüller-Fragebogen, der
von den Kindern selbst und zu Hause ausgefüllt werden soll,
verwendet werden. Sowohl die Teilnahme an der Erhebung als auch
das Ausfüllen des Fragebogens wird erst nach Einholung der
elterlichen Zustimmung erfolgen. In den Survey werden ca. 1.800
Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren einbezogen. Es
werden in der Auswertung Prädiktoren für HRQoL untersucht sowie
der Impact, den akute und chronische Erkrankungen auf HRQoL
haben. Die internationale Koordination wird vom Robert
Koch-Institut (Berlin) gemeinsam mit dem Institut für
medizinische Psychologie, Universität Hamburg durchgeführt. In
Österreich wird die Studie vom Ludwig Boltzmann Institut für
Medizin-und Gesundheitssoziologie unter der Projektleitung von
Wolfgang Dür durchgeführt. Nähere Auskünfte zur Studie erhalten
Sie bei Monika Bauer, Tel.: 4277/48288
GEK-Arzneimittel-Report 2001: Ein bedeutender
Entwicklungsschritt in der Versorgungsforschung
Die
bundesweit tätige Gmünder Ersatzkasse (GEK) mit dem Sitz der
Hauptverwaltung in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) betreut
rund 1,3 Millionen Versicherte und hat mit dem
GEK-Arzneimittel-Report 2001 einen bedeutenden Schritt in
Richtung Versorgungsforschung im Gesundheitssystem gemacht.
Jährlich sind weitere aktuelle Arzneimittel-Reports für die
GEK-Edition "Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse" geplant.
Für den
Report wurden Daten aus den Arzneimittelrezepten der GEK
analysiert. In dieser Analyse wird neben einem umfassenden
Tabellenwerk auch der Zusammenhang zu den Rahmenbedingungen des
Gesetzes, der knappen Mittel, der Gebührenordnungen und der
Strukturen der medizinischen Versorgung hergestellt. Der Report
ist darüber hinaus gut befüllt mit Ansätzen zur Optimierung des
Gesundheitssystems. Dabei scheuen die Autoren nicht davor
zurück, gängige Klischees der gesundheitspolitischen Diskussion
auch aus kritischen Blickwinkeln zu beleuchten. So stellen sie
beispielsweise fest, "wenn schon Kriterien einer
angebotsorientierten Marktwirtschaft in der gesetzlichen
Krankenversicherung Einzug halten sollen, dann sollten die sich
auf den Wettbewerb von Versorgungsqualität und medizinischer
Kompetenz der Leistungsanbieter beziehen und in einer
ergebnisorientierten Honorierung wiederspiegeln, in der die
Effektivität und Effizienz der verordneten medizinischen
Maßnahmen bewertet wird". An einer Reihe von Beispielen, unter
anderem mit den Schwerpunktthemen "Arzneimittel für Kinder" und
"Geschlechterspezifischer Arzneimittelverbrauch" werden positive
Auswirkungen und Gefahren der Arzneimittelversorgung der Gmünder
Ersatzkasse und ganz allgemein dargestellt. So wird durchaus
hervorgestrichen, dass die modernen Psychopharmaka die
Entwicklung zu einer "offenen Psychiatrie" weg von geschlossenen
Abteilungen mitermöglichen. Andererseits wird aber davor
gewarnt, dass der zur Zeit entgegen manchen Berichten der
Tagespresse zufriedenstellend geringe Verbrauch von
Psychopharmaka durch Kinder rasch in eine Fehlversorgung
umschlagen könnte, wenn spezifisch in der Arzneimittelgruppe der
Psychostimulanzien wie in den USA in eine sehr großzügige
Verwendung Einzug hält. Der GEK-Arzneimittel-Report profiliert
die Versorgungsforschung als Ergänzung zu all den Assessments
und Evaluationen auf Basis klinischer Studien in ihrer Funktion
als Rückkoppelungsschleife für versorgungspolitische
Entscheidungen, welche die Versorgung unter Alltagsbedingungen
mitberücksichtigen. Der GEK-Arzneimittelreport ist im Internet
abrufbar auf der GEK-Homepage
http://www.gek.de und auch in Buchform (Papenbach)
erhältlich: GEK-Arzneimittel-Report 2001. Asgard-Verlag, St.
Augustin 2001 ISBN 3-537-44020-0
Kontakt zu Gerd Glaeske (verantwortlicher Autor):
gglaeske@zes.uni-bremen.de

Neuerscheinungen
Joachim Klose und Henner Schnellschmidt:
Finanzierung und Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung
Einnahmen-
und ausgabenbezogene Gestaltungsvorschläge im Überblick.
Wissenschaftliches Institut der AOK, Bonn 2001, 250 S., € 11,25
ISBN 3-922093-24-8
Die
Diskussion über die Finanzierung der sozialen
Krankenversicherung und über die Änderungen bei ihrem
Leistungsspektrum hat nicht nur in Österreich, sondern auch in
Deutschland erneut an Schärfe gewonnen. Diese bewegt sich
hierbei um die Einbeziehung weiterer Einkommensarten, die
Unterscheidung zwischen Grund- und Wahlleistungen oder die
Familienmitversicherung. Unverändert ist auch die Frage des
effektiven Mitteleinsatzes, im System von zentraler Bedeutung
für die Qualität und Finanzierbarkeit des solidarischen
Gesundheitssicherungssystems. Die vorliegende Studie formuliert
keine eigenen Vorschläge und führt auch keine Bewertung von
bestimmten Ideen durch. Vielmehr werden ausgewählte Maßnahmen
beschrieben, in ihren Pro- und Kontra-Argumenten aufgearbeitet
und deren finanzielle Auswirkungen analysiert. Das Buch gibt
einen strukturierten Überblick über die aktuellen
Reformvorschläge für das deutsche Gesundheitswesen.
Carl E. Speicher:
Evidenzbasierte Labordiagnostik
Verlag
Hans Huber, Bern-Göttingen 2001, 447 S., € 49,95
ISBN 3-456-83213-3
In Zeiten
erhöhten Kostenbewusstseins ist die Entscheidung für sinnvolle
und vertretbare Diagnosemethoden wichtiger denn je. Im Sinne
eines evidence-based diagnosic reasoning liefert das von
Speicher verfasste Buch begründete praktische Richtlinien für
die Auswahl und Bewertung medizinischer Labortests bei den 70
wichtigsten diagnostischen Problemstellungen.
Michael Faure und Helmut Koziol (Hrsg.):
Cases on Medical Malpractice in a Comparative Perspective
Springer
Verlag, Wien-New York 2001, XIX + 331 S., € 85,40
ISBN 3-211-83595-4
Haftungsfragen für medizinische Behandlungsfehler gewinnen im
Rahmen des Schadenersatzrechts ständig an Bedeutung. Die
vorliegende Studie stellt einen Überblick über die rechtlichen
Rahmenbedingungen, die anzuwendenden Normen sowie das Case law
in neun europäischen Staaten, unter anderem Österreich, dar.
Anhand von sechs praktischen Fällen, die im Kontext der neuen
nationalen Rechtsordnungen diskutiert werden, stehen Fragen im
Zusammenhang mit der Krankenhausorganisation, der Einwilligung
von Patienten, der Informationspflicht, von Fehldiagnosen,
Fehlbehandlungen, von notwendigen Pflegestandards, der Bedeutung
der Grenzen der Finanzierung, der medizinischen Dokumentation
und der Beweislast im Mittelpunkt. Zusätzlich enthält der Band
eine vergleichende Analyse, welche die Tendenzen im
medizinischen Schadenersatzrecht beleuchtet. Ein besonderes
Schwergewicht wird auf die ökonomischen Auswirkungen der
Haftung für medizinische Behandlungen gelegt
Siegfried Zabransky (Hrsg.):
Screening auf angeborene endokrine und metabole Störungen
Springer
Verlag, Wien-New York 2001, XI + 404 S., € 49,80
ISBN 3-211-83571-7
Ein Screening auf angeborene Endokrine und metabole Störungen
ermöglicht die Früherkennung von Krankheiten wie Hypothyreose,
Phenylketonurie, Galaktosämie, Biotinidindasemangel, Cystische
Fibrose, Homocystinurie und anderes mehr. Das von Zabransky
herausgegebene Handbuch beschreibt praxisbezogen die
biochemischen Grundlagen, die Grundsätze der Labor- und
Bestätigungsdiagnostik sowie Therapiemöglichkeiten. Zudem
werden präanalytische Fragen, wie Zeitpunkt und Art der
Blutentnahme und der möglichen Störfaktoren umfassend behandelt.
Der allgemeine Teil geht auf ethische und psychosoziale Aspekte
des Screenings ein. Ein Verzeichnis der Screeningzentren sowie
ein Adressenverzeichnis von Elterngruppen und
Informationsgruppen im Internet komplettieren dieses Buch
Andreas Frewer und Josef N. Neumann (Hrsg.):
Medizingeschichte und Medizintechnik
Kontroversen und Begründungsansätze 1900 – 1950.
Campus
Verlag, Frankfurt-New York 2001, 412 S., € 45,
ISBN 3-593-36850-1
Die
beachtenswerten Fortschritte der Medizin des 20. Jahrhunderts
haben die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten um ein vielfaches
ausgeweitet. Gleichzeitig sind aber die Grenzen medizinischen
Handels immer deutlicher hervorgetreten. In den Beiträgen des
vorliegenden Sammelbandes werden die Entwicklungen der Medizin
in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts unter dem Aspekt
der Medizinethik diskutiert
Claudia Pass:
Inanspruchnahme des Mutter-Kind-Passes
Ein
Beispiel für die Wechselwirkung zwischen sozialer Lage und
Gesundheit?
Institut
für Gesellschafts- und Sozialpolitik, Linz 2001, 280 S., € 21,15
ISBN 3-900581-34-7
Gesetzesänderungen im Jahr 1997 führten zu einem Rückgang der
Teilnahme an den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Die Autorin
untersucht, inwieweit die soziale Lebenslage der Mütter
Auswirkungen auf eine Untersuchungsbeteiligung hat. Im Rahmen
der vorliegenden Arbeit konnten die angenommenen Zusammenhänge
großteils bestätigt werden. Es zeigte sich, dass die
Untersuchungsbeteiligung auf monetäre Anreize basiert.
Allerdings verringern Informationsdefizite und Defizite in der
Kommunikation zwischen Arzt/Ärztin und Patientin die Motivation,
sich an den Untersuchungen zu beteiligen
Alf Trojan und Heiner
Legewie:
Nachhaltige Gesundheit und Entwicklung
Leitbilder, Politik und Praxis der Gestaltung
gesundheitsförderlicher Umwelt- und Lebensbedingungen.
VAS,
Frankfurt am Main 2001, 436 S., € 27,50
ISBN 3-88864-299-X
Nach Meinung der Autoren kann die verhältnisorientierte
Primärprävention einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter
Ungleichheiten von Gesundheitschancen leisten. Sie erläutern,
wie die Konzepte einer nachhaltigen ökonomischen, sozialen und
ökologischen Entwicklung mit einer verhältnisbezogenen
Gesundheitsförderung in Einklang gebracht werden können. Die
Leser erfahren, welche Anforderungen an Projekte zu stellen
sind, die Strukturveränderungen in Settings anstreben. Insgesamt
bietet das übersichtlich gegliederte Buch eine umfassende
Darstellung von Theorie und Praxis der gemeindebezogenen
Gesundheitsförderung und ein differenziertes Konzept zu deren
Unterstützung
Kerstin Kellermann et al.
(Hrsg.):
Aktivierender Staat und aktive Bürger
Wegweiser
zu einer integrativen Gesundheitspolitik.
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2001, 298 S., € 23,90
ISBN 3-933050-65-0
Welche Entwicklungschancen hat eine Politik der
Gesundheitsförderung, der es um die Schaffung und Erhaltung von
Lebensqualitäten im Alltag geht? Sind Reformen in einem
Gesundheitssystem, das von korporatistischen Akteuren beherrscht
wird, möglich? Wie kann Gesundheit zu einer Sache der Bürger
selbst werden? Die 15 Beiträge im vorliegenden Sammelband
greifen aus interdisziplinärer Sicht mehrere aktuelle
Reformdiskussionen auf. Es wird danach gefragt, inwieweit
Konzepte einer solidarischen Bürgergesellschaft auf das
Gesundheitswesen übertragbar sind. Die einzelnen Beiträge
verstehen sich als praxisnahe Stellungnahmen zur
gesundheitspolitischen Willensbildung
Matthias David und Theda
Borde:
Kranksein in der Fremde?
Türkische
Migrantinnen im Krankenhaus.
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2001, 371 S., € 24,90
ISBN 3-933050-81-1
Das
vorliegende Buch enthält neueste quantitative und qualitative
Forschungsergebnisse der VerfasserInnen, die sie im Rahmen des
Projektes: „Unterschiede in der Inanspruchnahme klinischer
Notfallambulanzen durch deutsche Patienten und Migranten“
gewonnen haben. Neben grundsätzlichen Themen, wie Migration
sowie Migrations- und Versorgungsforschung beschäftigen sich die
AutorInnen mit dem Einfluss der Migrationserfahrung auf die
psychische Befindlichkeit, dem subjektiven Wohlbefinden, dem
Grad der Informiertheit, der Erwartungen an und die
Zufriedenheit mit der ambulanten und stationären Versorgung
türkischer Migrantinnen.
Marianne Springer-Kremser et
al. (Hrsg.): Patient Frau
Psychosomatik im weiblichen Lebenszyklus.
Springer,
Wien-New York 2001 (2. neu bearbeitete Aufl.), 244 S., € 34,80
ISBN 3-211-83638
Das Buch bietet eine umfassende Darstellung der theoretischen
Grundlagen zur weiblichen Psychologie in Verbindung mit in der
Frauenheilkunde relevanten Lebensphasen (Menarche, Adoleszenz,
Schwangerschaft, Geburt Menopause und hohes Alter) und
Sexualität. Ausgehend von in den einzelnen Lebensphasen
auftretenden Problemen werden die Zusammenhänge zwischen
weiblichem Körper und seelischen Strukturen sichtbar gemacht und
den Einflüssen der sozialen Systeme dargestellt. Viele Bereiche
des weiblichen Lebenszyklus, welche nicht den Idealanforderungen
entsprechen, werden oft pathologisiert und Frauen damit
unnötigerweise zu Patientinnen gemacht. Nicht jede Abweichung
von der Norm deutet auf einen pathologischen Sachverhalt. Die
Autoren und Autorinnen beschreiben die große Bandbreite normaler
Reaktionen und weisen auf Auslöser hin, die den Zusammenbruch
üblicher Bewältigungsstrategien signalisieren
Andreas Mielck und Kim
Bloomfield (Hrsg.): Sozialepidemiologie
Eine
Einführung in die Grundlagen, Ergebnisse und
Umsetzungsmöglichkeiten.
Juventa
Verlag, Weinheim-München 2001, 416 S., € 33,
ISBN 3-7799-1194-9
Die Verfasser des vorliegenden Sammelbandes geben einen
Überblick über den aktuellen Forschungsstand der relativ jungen
Disziplin der Sozial-Epidemiologie. Diese geht der Frage nach:
Welchen Einfluss haben die sozialen Bedingungen auf die
Entstehung und die Erhaltung von Gesundheit und den Verlauf von
Krankheit? Die Autoren im ersten Teil des Buches beleuchten den
Zusammenhang von Merkmalen sozialer Ungleichheit und Gesundheit
und belegen dies mit empirischen Ergebnissen. Unter dem Kapitel:
„Krankheitsspezifische Betrachtungen“ werden
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Munderkrankungen im Hinblick auf
soziale Ungleichheit analysiert. Im dritten Teil werden
unterschiedliche Belastungsfaktoren (aufgrund von
Arbeitsbedingungen, Schadstoffeinwirkungen und Lebensereignisse;
somatische und verhaltensbezogene Risikofaktoren) in ihrem
Zusammenhang zu psychosozialen Belastungen angesprochen. Die
nachfolgenden Beiträge fokussieren auf die notwendige Vernetzung
der Sozial-Epidemiologie mit den angrenzenden
Wissenschaftsbereichen, mit den Akteuren der gesundheitlichen
Versorgung sowie mit der Gesundheits- und Sozialpolitik.
Abgeschlossen wird der Sammelband mit einem Ausblick auf
künftige Aufgaben der Sozial-Epidemiologie
Klaus Hurrelmann und Anja
Leppin (Hrsg.): Moderne Gesundheitskommunikation
Vom
Aufklärungsgespräch zum E-Health.
Verlag
Hans Huber, Bern 2001, 311 S., € 34,95 ISBN 3-456-83640-6
Das von Hurrelmann und Leppin herausgegebene Handbuch bietet
eine systematische Übersicht über die Entwicklung der jungen
Disziplin „Gesundheitskommunikation“. Es werden die
entsprechenden Modelle, Konzepte, Strategien und Programme
vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf den neueren
Entwicklungen. Interaktive Informationstechnologien ermöglichen
es, in der Gesundheitskommunikation neue Akzente zu setzen.
Angesichts der wachsenden Flut medialer Angebote kann es künftig
aber nicht die Aufgabe sein, immer mehr Informationen zur
Verfügung zu stellen, sondern vor allem die Qualität der
gesundheitsbezogenen Informationen zu heben sowie deren
problemlose und benutzerfreundliche Übermittlung zu
gewährleisten
Birgit Buchinger und Ulrike
Gschwandtner: Plötzlich ist das Leben anders
Eine
sozialwissenschaftliche Studie zu frauengerechter
Gesundheitsversorgung am Beispiel des Brustkrebs.
Frauengesundheitszentrum Kärnten, Salzburg-Villach 2002, 167 S.,
ISBN 3-9501552-0-1
kostenlos
zu beziehen bei: Frauengesundheitszentrum Kärnten, Völkendorfer
Str. 23, A-9500 Villach, Tel.: 04242-53055,
E-Mail:
fgz.steinhauser@fgz-kaernten.at
Die
vorliegende Publikation enthält die Ergebnisse einer Studie, in
deren Rahmen erstmals ExpertInnen aus allen Fachbereichen, die
Frauen bei einer Brustkrebsbehandlung durchlaufen müssen, in
drei Modellarbeitskreisen zusammengeführt wurden. Damit wurde
ein erster Schritt zur interdisziplinären Zusammenarbeit im
Bereich frauengerechter Gesundheitsversorgung in Kärnten
gesetzt. Die betroffenen Frauen sind in der Brustkrebsstudie in
ihrem gesamten Lebenszusammenhang präsent. Ihr Wissen, ihre
Erklärungsmuster und ihre Ressourcen werden in der vorliegenden
Studie herausgearbeitet. Der Betroffenensichtweise wird jene der
ExpertInnen gegenübergestellt und die Analyse beider
Perspektiven mündet in ein praktikables Maßnahmenbündel ein, das
für alle Beteiligten hilfreich sein kann.
Sylvia Groth und Éva Rásky
(Hrsg.):
Sexualitäten
Interdisziplinäre Beiträge zu Frauen und Sexualität.
Studien
Verlag, Innsbruck-Wien-München-Bozen 2001, 181 S., € 18,
ISBN 3-7065-1500-8
Der vorliegende Reader spannt einen bunten Themenbogen über das
im Untertitel genannte Generalthema. Institutionalisierte
Sexualberatung, Umgang mit Erotik und Sexualität in der
frauenärztlichen Praxis, Sexualität von Frauen in Österreich,
Legenden Mythen und Vorurteile in der Sexualität, die verhütete
Sexualität in Form medizinischer Bemächtigung des Lebens sowie
kulturwissenschaftliche Überlegungen zu Frauen im Zusammenhang
von Altern und Sexualität sind einige der Themen, die mit
unterschiedlichen methodischen Zugängen und Sichtweisen aus
Praxis und Theorie behandelt werden
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