Termine
20.-21. März 2003, Linz, Österreich
7.
Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für
Gesundheitswissenschaften und Public Health: Unter-, Über- und
Fehlversorgung im Gesundheitswesen
Im Rahmen
der Tagung soll geklärt werden, ob Fallmanagement und
Disease-Management Wege zur Fehlervermeidung sind, welche Rolle
die Patientenbeteiligung bei der Fehlervermeidung spielt, wie
Qualitätssicherung im ambulanten Bereich in diesem Zusammenhang
zu bewerten ist, welche Rolle wissensbasiertes Handeln im
Gesundheitssystem spielt, ob Gesundheitsförderung aus Sicht der
Gesundheitssoziologie zur Optimierung des Systems beiträgt, und
wie Kommunikationsprobleme an Schnittstellen gelöst werden
können. Anlässlich der Tagung wird es auch die Gelegenheit einer
Posterpräsentation geben. Interessenten, die ihre Projekte oder
Forschungsergebnisse als Poster präsentieren wollen, können sich
ab sofort dafür im
Tagungsbüro ÖGGW&PH, Nina Wurm, c/o OÖ Gebietskrankenkasse,
Gruberstraße 77, 4021 Linz, Österreich
(E-Mail:
nina.wurm@ooegkk.at, Tel.: +43 (0)732/7807-3221) anmelden.
17.-18. Juni 2003, Graz, Österreich
Werkstatt „Gesundheit und Soziale Sicherheit“
Mittelverwendung versus Mittelverschwendung
Vier
Themenkreise sollen jeweils mit internationalen
Plenar-Referenten aus universitärer Sicht und mit
Impuls-Referenten, großteils aus der österreichischen
Sozialversicherung, in der Praktiker-Sicht bearbeitet werden.
Zu der datenbasierten Beurteilung von Qualität und
Wirtschaftlichkeit der Krankenversorgung, Disease- und
Case-Management, zu Versorgungsnetzen und Krankheitsprävention
ist geplant, Informationen über ausgewählte neue Entwicklungen
zur Verfügung zu stellen, Chancen und Gefahren dieser neuen
Entwicklungen auf Basis praktischer Erfahrungen der
TeilnehmerInnen abzuwägen, und Schlussfolgerungen für die
tägliche Aufgabenerledigung im Gesundheitswesen abzuleiten.
Für Fragen
zu dieser Veranstaltung steht Mag. Werner Bencic, OÖ
Gebietskrankenkasse, Gruberstraße 77, 4021 Linz, Österreich zur
Verfügung (E-Mail:
werner.bencic@ooegkk.at, Tel.: +43 (0)732/7807-2357).
Berichte/Projekte
Das Gespenst der Rationierung
Markus Narath hat im Rahmen der Vortragsreihe der Plattform
Gesundheitsökonomie (Plattform Gesundheitsökonomie siehe Public
Health Newsletter 3/2001) zur rechten Zeit wieder auf einen
Aspekt aufmerksam gemacht, der in der aktuellen
gesundheitspolitischen Diskussion wohl nicht übersehen werden
darf: Die Drohung mit dem Gespenst der Rationierung von
Leistungen im Gesundheitswesen ist interessensgeleitet und ohne
ausreichende empirische Basis. Dieser Rationierungsdiskussion
soll (in einem der reichsten Länder der Welt) mit Gelassenheit
begegnet werden, und Narath zählt Gründe dafür auf, die er auch
mit Belegen absichert:
- Höhere Ausgaben für das Gesundheitswesen sind keineswegs
zwangsläufig mit einer höheren Qualität der
Gesundheitsversorgung oder einem besseren Gesundheitszustand
der Bevölkerung verbunden. Ob das scheinbare Verhindern von
Rationierung, das heißt mehr Geld in das Gesundheitswesen zu
investieren, die Qualität der Versorgung oder die Gesundheit
der Bevölkerung verbessert, ist fraglich.
- Die Variabilität der Versorgung von Region zu Region, und
von Staat zu Staat auch innerhalb Europas wirft die Frage auf,
ob diese unterschiedliche Behandlung bei vergleichbarer
Epidemiologie bereits Rationierung bedeuten muss.
- Ausgaben des Gesundheitswesens sind Einnahmen von
Anbietern im Gesundheitswesen.
Besonders das von Narath gesammelte Material über die
Zusammenhangslosigkeit zwischen Gesundheitsausgaben und
Versorgungsqualität bzw. Versorgungszufriedenheit, sollte Anlass
für Nachdenkprozesse in der alltäglichen gesundheitspolitischen
Diskussion sein. Narath, Mitarbeiter in der medizinischen
Direktion der Steiermärkischen Krankenanstalten-Gesellschaft
KAGES, bietet interessante Inputs für solche Nachdenkprozesse.
Die Recherche-Ergebnisse von Narath zum Thema Rationierung im
Gesundheitswesen, stehen an mehreren Stellen zur Verfügung: Als
Beitrag zu einer Broschüre des Sozialmedizinischen Zentrums
Liebenau in Graz (Kontakt: Dr. Beatrix Hackhofer, Liebenauer
Hauptstraße 102-104a, 8041 Graz;
smz@smz.at)
mit dem Titel „Die (Miss)Wirtschaft mit der Gesundheit“, in der
die Ergebnisse einer Veranstaltung im Rahmen des Forums für
sozialmedizinische Praxis im Oktober 2001 wiedergegeben werden;
der Beitrag von Markus Narath findet sich hier neben Artikeln
des Redakteurs der Schweizer Zeitschrift „Soziale Medizin“,
Ruedi Spöndlin, und des Theologen, Philosophen und Ethikers
Frank Mathwig von der Universität Bern sowie Wortmeldungen aus
der Veranstaltung. Naraths Beitrag steht weiters als Link in der
Oktober 2002 Ausgabe des HTA-Newsletters aus dem Institut für
Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (http://www.oeaw.ac.at/ita/hta-news.htm)
zur Verfügung. Die aktuellen Folien für den Vortrag im Rahmen
der Plattform Gesundheitsökonomie finden sich auf deren Homepage
(http://www.telemedizin.at/plattform/aktivitaeten.htm).
PensionsbezieherInnen und Umgang mit Krankheit
In einer im Oktober 2002 fertiggestellten Diplomarbeit wurde
versucht herauszufinden, wie sich
PensionistInnen der unterschiedlichen Einkommens- und
Altersgruppen ihr Leben organisieren, wenn sie erkranken. Im
Folgenden wird der erste Teil der Ergebnisse dieser Untersuchung
dargestellt (der zweite Teil wird im Public Health Newsletter
2/2003 folgen). Es zeigt sich, dass zu einem größeren Teil
Männer im Alter zwischen 51 und 70 Jahren die Fragebögen
ausgefüllt haben. Das Bildungsniveau der SeniorInnen ist als
sehr gut zu bezeichnen. Vorwiegend handelt es sich um ehemalige
Angestellte mit einem Pensionsbezug im oberen Bereich (über €
1.451). Sehr deutlich zeigt sich, dass Altersarmut ein
frauenspezifisches Phänomen ist. Rund 40 % der befragten Frauen
müssen mit einer Pension bis zu € 730 das Auslangen finden.
Hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Befragten, zu dessen
Feststellung die drei Kriterien: Häufigkeit des Arztbesuches,
Krankenhausaufenthalte im letzten Jahr sowie die regelmäßige
Medikamenteneinnahme herangezogen wurden, kann davon ausgegangen
werden, dass die befragten SeniorInnen über eine gute Gesundheit
verfügen. 68 % gehören zur Gruppe der „Gesunden“, das sind jene,
die angeben nie oder selten zum Arzt zu gehen, keine
Krankenhausaufenthalte im letzten Jahr aufweisen und auch nicht
regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Der Anteil der gesunden
Männer ist geringfügig höher als jener der Frauen, obwohl der
Anteil der jüngeren Frauen in der Befragung größer ist. Die
Tatsache, dass die bis zu 50 Jahre alten PensionistInnen
über den schlechtesten Gesundheitszustand verfügen, lässt
den Schluss zu, dass es sich bei dieser Altersgruppe großteils
nur um Personen handeln kann, die eine Leistung aus dem
Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit beziehen.
Dies widerspricht der vielfach geäußerten Kritik eines
„unberechtigten“ Pensionsbezuges. Die Pensionshöhe ist offenbar
eine nicht unbedeutende Determinante für den Gesundheitszustand
der befragten Pensionsbezieher: geringe Pension ist
gleichbedeutend mit schlechterem Gesundheitszustand - hohe
Pension mit gutem Gesundheitszustand. Die entsprechende Analyse
zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und
sozialem Status vorliegt. BezieherInnen einer niedrigen Pension
sowie Angehörige der unteren Bildungsschicht hatten oder haben
eine höhere Krankheitsbelastung und eine schlechtere Gesundheit.
Hinsichtlich der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
kann davon ausgegangen werden, dass diese bekannt sind und
auch häufig genutzt werden. Auffallend ist allerdings der
geringe Bekanntheitsgrad des Unterstützungsfonds der
Gebietskrankenkasse. Interessant dabei ist, dass Akademiker im
Vergleich zu den anderen Bildungsklassen diesen am häufigsten in
Anspruch nehmen. Bei allen anderen Leistungen sind
bildungsspezifische Differenzen nicht bemerkbar. Zieht man die
Pensionshöhe als Messinstrument für die Inanspruchnahme von
Leistungen des Krankenversicherungsträgers heran, bestätigt sich
das bereits in diversen Studien thematisierte, wenig ausgeprägte
Gesundheitsbewusstsein von sozial schwächeren
Gruppen. Auch in der vorliegenden Untersuchung wird
sichtbar, dass die PensionsbezieherInnen im mittleren
Einkommensbereich die „größten Nutzer“ sind, die PensionistInnen
der niedrigsten Pensionshöhe die „kleineren Nutzer“.
Auszuklammern sind dabei aber die einkommensrelevanten
Leistungen, wie Unterstützungsfonds und Rezeptgebührenbefreiung.
Von den in den letzten Jahren vorgenommenen gesetzlichen
Änderungen sind die Einführung der Ambulanzgebühren sowie die
Erhöhung der Rezeptgebühren die bekanntesten Maßnahmen. Am
wenigsten wissen die Befragten Bescheid über die Einführung von
Gebühren für Taxifahrten und Sitzend-Rettungsfahrten zur
Behandlung. Die Diplomarbeit von Monika Wukonig: „PensionsbezieherInnen
und Umgang mit Krankheit“ kann zum Preis von € 7,50 erworben
werden.
Kontakt: Nina Wurm, OÖ Gebietskrankenkasse, 4020 Linz,
Gruberstraße 77 (Tel.: +43 (0)732 /7807-3221) oder E-Mail:
nina.wurm@ooegkk.at
Informations- und Schulungsmedien für Gesundheitsberufe
Die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und
Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie der AUVA unterstützte
„CD-ROM für Gesundheitsberufe“ ist Teil eines umfassenden
Maßnahmenpaketes, welches gemäß der Forderung nach
kontinuierlicher Verbesserung von Arbeitsprozessen als
Grundprinzip des Qualitätsmanagement, einen wichtigen Schritt
zur Einführung verbindlicher Qualitätsstandards zur Verhütung
von blutübertragbaren Infektionen darstellt. Neben dieser CD-ROM
stehen auch ein Schulungsfilm, ein Handbuch und eine Website zur
Verfügung. Diese Informations- und Schulungsmedien leisten durch
Vorführen bewährter Praktiken sowie durch Anleitung zu
eigenverantwortlichem Handeln einen wichtigen Beitrag zur
Unfallverhütung. Eines der Ziele des Projektes ist die
österreichweite Standardisierung von Arbeitsabläufen zur
Verhinderung von Stich- und Schnittverletzungen. Ebenso werden
Normierungen zur Qualitätssteigerung von Sicherheitsprodukten
und persönlicher Schutzausrüstung angestrebt sowie erweiterte
gesetzliche Regelungen zu deren Verwendung. Die CD-ROM, der
Schulungsfilm (auf VHS und DVD in deutsch und englisch
erhältlich) sowie das Handbuch können im Internet unter
www.gesundheitsberufe.at
oder über die Gesundheitsmanagement OEG kostenlos
bestellt werden. Kontaktperson:
wieland@gesundheitsmanagement.at
Neuerscheinungen
Thomas Kopetsch: Zur Rationierung medizinischer Leistungen im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Nomos Verlagsgesellschaft. Baden-Baden 2001, 204 S., € 29,60
ISBN 3-7890-7142-0
Im ersten Teil des vorliegenden Buches werden die Ursachen
analysiert, die für das dynamische Wachstum des
Gesundheitsmarktes verantwortlich sind. Als wesentlichste
Ursache wird herausgearbeitet, dass der medizintechnologische
Fortschritt - in welcher Form auch immer - immer zu
Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen führt.
Medizintechnologischer Fortschritt, der zu Ausgabensenkungen
führt, scheint ins Reich der Mythen zu gehören. Auch der von
vielen Experten favorisierte Ausbau der Prävention erweist sich
letztendlich als ausgabensteigernd und nicht als ausgabensenkend.
Für den Autor ist die Rationierung medizinischer Leistungen
unausweichlich, soll das Gesundheitswesen auch in Zukunft
finanzierbar sein. Im zweiten Teil des Buches wird die
Rationierungsproblematik unter medizinischen, ethischen und
ökonomischen Aspekten beleuchtet und systematisiert. Zugleich
werden die Rationierungspraktiken in verschiedenen Ländern
dargestellt. Im dritten Teil seines Buches stellt der Autor sein
eigenes Rationierungsmodell vor.
Doris Schaeffer und Michael Ewers (Hrsg.): Ambulant vor stationär Perspektiven für eine integrierte ambulante Pflege Schwerkranker.
Verlag Hans Huber, Bern 2002, 415 S., € 34,95
ISBN 3-456-83662-7
Die gesundheitspolitische Leitidee: „Ambulant vor stationär“
gibt es im deutschen Sprachraum bereits seit 30 Jahren.
Allerdings war den damit verbundenen Bemühungen um eine
Verlagerung einzelner Leistungen und Patientengruppen aus dem
stationären in den ambulanten Bereich lange Jahre nur wenig
Erfolg beschieden. Den jüngsten Flop hat Österreich mit der
Einführung der Ambulanzgebühr zu verzeichnen. In letzter Zeit
gewinnt allerdings die häusliche Pflege und Versorgung -
internationalen Vorbildern folgend - auch in Deutschland und
Österreich mehr und mehr an Bedeutung. Ausschlaggebend sind
dafür nicht zuletzt die Einführung und Adaptierungen der
Krankenhausfinanzierung auf DRG-Basis. Der vorliegende
Sammelband gibt einen guten Einblick in den gegenwärtigen
Entwicklungsstand der häuslichen Pflege und Versorgung. Darüber
hinaus bietet er die Möglichkeit, sich über die diesbezüglichen
Entwicklungen in anderen europäischen Ländern sowie in den USA
und Australien zu informieren. Zudem werden ausgewählte
Problemfelder und Innovationen in der häuslichen Versorgung
Schwerkranker beleuchtet.
Herbert Emberger et al. (Hrsg.): Das ärztliche Gutachten
Verlagshaus der Ärzte, Wien 2002, 590 S., € 72,60
ISBN 3-901488-20-0
Die Bedeutung und Verantwortung der ärztlichen
Sachverständigen in Gerichtsverfahren, in Verfahren vor
Verwaltungsbehörden, bei Sozialversicherungsträgern und
Bundessozialämtern sind in den letzten Jahren ständig gestiegen.
Der juristische Teil des vorliegenden Buches vermittelt
grundlegendes Wissen über das österreichische
Gerichtsverfahrensrecht und Sachverständigenwesen sowie über die
Befundaufnahme zum Aufbau eines schlüssigen und
nachvollziehbaren Gutachtens. Daneben wird eine umfassende
fachlich-medizinische Darstellung aller wesentlichen zu
begutachtenden Bereiche geboten.
Reinhard Krepler et al.: Recht im Krankenhausalltag
Ein Ratgeber für Pflegepersonal, Ärzte und Patienten.
LexisNexis Verlag, Wien 2002, 151 S., € 25,-
ISBN 3-7007-2152-8
Die Verfasser des vorliegenden Buches zeigen in kurz
gefasster Form anhand von praktischen Beispielen, wie die
einschlägigen Rechtsvorschriften im Krankenhausalltag umgesetzt
werden können. Ausgewählt wurden häufige, aber auch schwierig zu
handhabende Probleme. Die Verfasser, der ärztliche Direktor
eines großen öffentlichen Krankenhauses, die Pflegedirektorin
einer Privatklinik und der Leiter des Rechtsbüros eines
Großkrankenhauses bemühen sich um eine gemeinsame, allen
Zielgruppen gerecht werdende Betrachtungsweise und vermitteln
somit einen vertieften Einblick in die Problemstellungen des
Krankenhausalltags.
Dieter Ahrens: Technologiebewertung und Public Health
Gesundheitsökonomische Evaluation und HTA am Beispiel Krebsfrüherkennung.
Verlag Hans Huber, Bern 2002, 238 S., 39,95
ISBN3-456-83870-0
Die Bewertung von neuen Technologien in der Medizin ist heute
weitgehend akzeptiert und ist state of the art in der modernen
Gesundheitspolitik. Angesichts knapper werdender Budgets im
Gesundheitswesen und der Einsicht, dass die üblichen
wettbewerblichen Marktsteuerungselemente im Gesundheitsmarkt
versagen, werden zunehmend Methoden nachgefragt, die geeignet
sind, eine effektive und effiziente Ressourcenallokation zu
gewährleisten. Gesundheitsökonomische Evaluation und Health
Technology Assessment (HTA) sind zwei Methoden, die diese
Bemühen unterstützen können. An den Beispielen
Mammographie-Screening und Zervixkarzinom-Screening werden die
Potenziale und Grenzen der beiden Evaluationsverfahren
dargestellt und diskutiert.
BIOSKOP-AutorInnenkollektiv: Sterbehilfe
Die neue Zivilkultur des Tötens?
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 96 S., € 14,90
ISBN 3-935964-02-1
„Über dem Thema Sterbehilfe liegt in Deutschland ein
dröhnendes Schweigen“. Dieser Einleitungssatz des vorliegenden
Buches trifft mindestens genauso für Österreich zu. Auch
hierzulande beschreitet die Politik den Weg des
„Nicht-Hinsehens“. Das allgemeine gesetzliche Verbot der
Sterbehilfe wird hoch gehalten, gleichzeitig lässt man aber
private Interessen gewähren und betrachtet mit mildem Interesse
die Entwicklungen in Belgien, den Niederlanden und der Schweiz.
Die Möglichkeiten der Intensiv- und Palliativmedizin, der um
sich greifende „Jugendwahn“ und die zu beobachtende
Entsolidarisierung der Gesellschaft verlangen aber geradezu nach
einer aktiven Auseinandersetzung mit diesem Thema. Der
vorliegende Sammelband gibt zwar keine Antworten; in den
Beiträgen werden aber sehr diffizil jene Fragen aufgeworfen, die
nur in einem gesellschaftlichen Konsens gelöst werden können
Sabine Hering und Gudrun Maierhof: Die unpässliche Frau
Sozialgeschichte der Menstruation und Pflege.
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 192 S., € 19,90
ISBN 3-933050-99-5
Hering und Maierhof beschreiben in ihrem Buch die bis heute
gängigen Vorurteile und Mythen bezüglich der Menstruation aus
einer historischen Perspektive. Viele der kuriosen
Überzeugungen, etwa von der Giftigkeit des Menstruationsblutes,
sind offensichtlich unausrottbar und sorgen auch noch heute für
Berufsverbote in der Lebensmittelindustrie. Es gibt aber auch
subtilere Methoden, um mit der Menstruation, angebliche (Leistungs)Schwächen
von Frauen in Beruf und Gesellschaft zu begründen. Man denke
hier nur an die gängige Werbung für Tampons und Monatsbinden. So
besehen ist das Buch nicht nur für die Betroffenen sondern auch
für Männer eine höchst aufschlussreiche Lektüre.
Wolfram Fischer: Diagnosis Related Groups (DRGs) und Pflege
Grundlagen, Codierungssysteme, Integrationsmöglichkeiten.
Verlag Hans Huber, Bern 2002, 472 S., € 59,95
ISBN 3-456-83576-0
Etwa die Hälfte der Gesundheitsausgaben in Österreich
entfällt auf den Krankenhaussektor. Dies war nicht zuletzt der
Grund, dass die Krankenanstaltenfinanzierung im Jahr 1997 neu
geregelt wurde. Seither werden die von den Krankenhäusern
erbrachten Versorgungsleistungen mit den sogenannten Landesfonds
abgerechnet, und zwar pro krankenversicherter Person nach
Diagnosenfallgruppen (Diagnosis Related Groups). Die Einführung
eines ähnlichen Systems in Deutschland steht bevor. Der Autor
beschreibt die Erfahrungen mit derartigen Systemen an den
Länderbeispielen: Belgien, Dänemark, Schweden und der Schweiz.
Der Verfasser analysiert die unterschiedlichen DRG-Systeme und
bringt in diesem Zusammenhang insbesondere den Aspekt der Pflege
ein, die seiner Meinung nach zu wenig in die Systeme integriert
ist. Eine entsprechende Berücksichtigung der Pflege könnte die
Qualität von DRG-Systemen entscheidend verbessern.
Hannelore Anthes, Janet Peters und Bettina Schubert-Hadeler: Innovation (in) der Pflege.
Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 230 S., € 19,80
ISBN 3-935964-03-X
Die drei im vorliegenden Buch enthaltenen Beiträge wurden mit
dem „Innovationspreis Gesundheit“ des Landesverbandes Hessen der
Betriebskrankenkassen ausgezeichnet. Peters weist in ihrer
Arbeit die Notwendigkeit nach, dass die Pflege bei der
Einführung von Diagnosis Related Groups, im Rahmen der
Einführung der neuen Krankenhausfinanzierung in Deutschland,
entsprechend berücksichtigt werden muss. Schubert-Hadeler
beleuchtet in ihrer Arbeit das Thema der Beratung pflegender
Angehöriger. Sie nimmt eine Inventur bestehender
Beratungsangebote für pflegende Angehörige vor und durchleuchtet
diese kritisch. Auf Grund der Kritik und dem eigenen
Beratungsverständnis entwickelt sie ein neues Strukturmodell der
Beratung in der häuslichen Pflege. Anthes verfolgt in ihrem
Beitrag ein ähnliches Anliegen. Sie entwirft am Beispiel
pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten einen
gesundheitsfördernden (salutogenetischen) Beratungsansatz
Bernd Röhrle (Hrsg.): Prävention und Gesundheitsförderung Bd. II
dgvt-Verlag, Tübingen 2002, 500 S., € 30,-
ISBN 3-87159-608-6
Der vorliegende Sammelband zum Thema Prävention und
Gesundheitsförderung legt den Schwerpunkt auf den Bereich der
Psyche, der, zumindest in der Gesundheitsförderung, häufig
vernachlässigt wird. Die einzelnen Beiträge beschäftigen sich
mit der Prävention und Gesundheitsförderung psychischer
Störungen (auf Grund von Scheidung und Fehlverhalten bei den
Essgewohnheiten), Stressbewältigung in weitestem Sinne,
Prävention von Sucht und Drogenmissbrauch, Gesundheitsförderung
in Settings (Arbeitswelt und Hochschule) sowie
Gesundheitsförderung für ältere Menschen, um deren
Lebensqualität zu heben. Eingeleitet wird der sehr
empfehlenswerte Sammelband mit drei Grundsatzbeiträgen zu
Gesundheitsförderung und theoriegeleiteten Präventionsansätzen.
David G. Kleinbaum und Mitchell Klein: Logistic Regression
A Self-Learnung Test.
Springer Verlag, New York 2002, 520 S., € 87,95
ISBN 0-387-95397-3
Die 13 Kapitel des in zweiter Auflage in der Reihe „Statistics
for Biology and Health“ erschienenen Lehrbuchs zum Selbststudium
sind in gleicher Weise gegliedert. Einer Einführung zum
jeweiligen Kapitel folgt eine kurzgefasste Übersicht sowie eine
Beschreibung der Ziele des jeweiligen Kapitels. Darauf folgt
eine ausführliche Darstellung des Kapitelinhalts. Der nächste
Abschnitt des Kapitels enthält eine ausführliche Übersicht,
gefolgt von einem Kasten mit dem zum Kapitel gehörenden
mathematisch-statistischen Formeln. Anschließend folgen
Übungsbeispiele, dann Testaufgaben sowie die Lösungen zu den
Übungsbeispielen. Die Lösungen zu den Tests sind für sämtliche
Kapitel im Anhang enthalten. Gleichfalls im Anhang finden sich
Beschreibungen und Beispiele von Computerprogrammen die geeignet
sind, die im Haupttext enthaltenen statistischen Verfahren
durchzuführen. Folgende Programme werden dabei berücksichtigt:
ASA Version 8.0, SPSS Version 10.0 und STATA Version 7.0.
Abgeschlossen wird das Lehrbuch mit einer Bibliographie und
einem Sachindex.
Alfred Pritz (Hrsg.): Globalized Psychotherapy
Facultas Universitätsverlag, Wien 2002, 852 S., € 88,-
ISBN 3-85076-605-5
Die moderne Psychotherapie kann auf eine bereits
zweihundertjährige Geschichte zurückblicken. Sie stellt zwar
mittlerweile ein eigenes Berufsfeld und eine eigenständige
wissenschaftliche Disziplin dar. Dennoch ist auch heute vielen
noch unklar, welcher Stellenwert der Psychotherapie in der
Behandlung psychischer Konflikte zukommt. Aus diesem Grund hat
sich der Herausgeber des Sammelbandes die Mühe gemacht, nicht
weniger als 46 Länderbeiträge zu sammeln, die einen Überblick
über den Stand der Psychotherapie und die bevorzugten Methoden
im jeweils dargestellten Land geben. Weitere 21 Beiträge
beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten
psychotherapeutischen Methoden und Schulen. Dem materialreichen
Sammelband ist eine Einführung des Herausgebers vorangestellt
ICA-Deutschland e.V. (Hrsg.): Interstitielle Cystitis
The State of the Art.
Biermann Verlag, Köln 2002, 254 S., € 39,-
ISBN: 3-930505-39-8.
Obwohl der Begriff der interstitiellen Cystitis (IC) bereits
Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt wird, gilt diese Erkrankung
auch nach über 100 Jahren noch als letztlich unklare, unheilbare
und chronisch verlaufende Blasenerkrankung. Für die IC gibt es,
vermutlich auf Grund ihres unklaren Charakters, vergleichsweise
wenig wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die IC ist
definitionsgemäß zwar „gutartig“, vom Charakter her jedoch alles
andere als „gutmütig“. Sie schränkt durch quälende Symptome, wie
häufiges Wasserlassen, Dranggefühl und Schmerzen eine normale
Lebensführung bereits in banalen Alltagssituationen ein. Das
Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden
Epidemiologie, Ätiologie, Diagnostik der interstitiellen
Cystitis behandelt. Teil zwei setzt sich mit den therapeutischen
Ansätzen bei der interstitiellen Cystitis auseinander während
der dritte Teil ergänzende Beiträge zur Behandlung der IC
enthält. Eine Literatur- und Adressenliste runden den Sammelband
ab.
Oskar Meggeneder und Horst Noack (Hrsg.): Integration in der Versorgung und Pflege
Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Universität
Linz, Linz 2002, 161 S., € 14,40
ISBN 3-900581-38-X
Ein wesentliches Merkmal des österreichischen
Gesundheitswesens ist seine Fragmentierung. Diese zeigt sich auf
den unterschiedlichsten Ebenen. So ist es bislang nur in
Ansätzen gelungen, die schwierige Schnittstelle zwischen intra-
und extramuraler Versorgung zu meistern. Verbesserungsbedürftig
ist auch die Kooperation der verschiedenen Gesundheitsberufe. Es
wird zwar zunehmend erkannt, dass der Patient Co-Produzent
seiner Gesundheit ist, im Alltagsgeschehen der Krankenbehandlung
sehen sich jedoch Patienten und Patientinnen paternalistischen
Strukturen gegenüber. Die neuen Informations- und
Kommunikationstechnologien werden zwar allgemein als Chance zur
Prozessoptimierung im Gesundheitswesen gesehen, es wird aber
auch befürchtet, dass technische Information zu Lasten
menschlicher Kommunikation geht. Die Fragmentierung des
Gesundheitswesens zeigt sich auch in seiner Finanzierung.
Etatistisches Denken verhindert eine Gesamtsicht auf das
Gesundheitswesen und damit auch eine optimale Allokation der
finanziellen Ressourcen. Namhafte deutsche und österreichische
Experten zeigen das derzeitige Gesundheitswesen kennzeichnende
Defizite auf und legen Lösungsansätze vor.
Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations (Hrsg.): Ergebnismessung in der Pflegepraxis.
Verlag Hans Huber. Bern 2002, 211 S., € 29,95
ISBN 3-456-83826-3
In einem Gesundheitswesen, in welches zunehmend
marktwirtschaftliche Elemente eingeführt werden, kommen
Kriterien der Effektivität, Effizienz und Qualität eine große
Bedeutung zu; nicht nur um Bestehendes zu verbessern sondern
auch, um Gutes zu erhalten. Ergebnisorientierung,
Ergebnismessung und Ergebnissicherung sind die dazu gehörenden
Begriffe. Die deutsche Übersetzung des amerikanischen Fachbuches
stellt die Grundlagen der Ergebnismessung und des
Outcome-Managements in der Pflege dar. Es erläutert die
praktische Umsetzung in den Prozessen der Pflege und der
interdisziplinären Versorgung im Zusammenhang mit der
Leistungsberechnung und der Qualitätssicherung.
Vlastimil Kozon und Elisabeth Seidl (Hrsg.): Pflegewissenschaft - der Gesundheit verpflichtet.
Facultas Verlag. Wien 2002, 156 S., € 19,90
ISBN 3-85076-603-9
Der vorliegende Sammelband behandelt aktuelle Themen der
Gesundheitsversorgung aus der Perspektive der Pflege und er
stellt Entwicklungen vor, die für die professionelle Pflege
richtungsweisend sind. In mehreren Beiträgen beschäftigen sich
die Autoren und Autorinnen mit der Thematik der universitären
Ausbildung und mit der Entwicklung der Pflegewissenschaft und
der Pflegeforschung auf nationaler und internationaler Ebene.
Weitere Schwerpunkte des Buches sind neueste
pflegewissenschaftliche Erkenntnisse zur Betreuung Alter,
chronisch kranker Menschen, die Situation von pflegenden
Angehörigen und der Ausbau neuer Pflegebereiche wie
beispielsweise ambulante und extramurale Pflege sowie
Palliativpflege.
Ludger Albers und Ottmar Leiß (Hrsg.): Körper-Sprache-Weltbild
Integration biologischer und kultureller Interpretationen in der Medizin.
Schattauer Verlag. Stuttgart 2002, 240 S., € 35,60
ISBN 3-7945-2119-6
Ärztliche Diagnosen sind Annahmen, die Mediziner über den
realen Gesundheitszustand ihrer Patienten treffen. Nur der
ständige kommunikative Abgleich ärztlicher Interpretationen mit
denen des Patienten kann eine gemeinsame Realität als
Handlungsgrundlage für das Heilungsbemühen von gesundheitlichen
Störungen innerhalb des Körpers oder in den
Körper-Umwelt-Beziehungen schaffen. In den einzelnen Beiträgen
des Sammelbandes werden einerseits die unterschiedlichen
biologischen und kulturellen Erklärungsmuster von Gesundheit und
Krankheit dargestellt und andererseits deren bewusste
Integration zu einer umfassenden medizinischen Deutung
dargestellt. Wie ein roter Faden zieht sich die Bedeutung der
Kommunikation zwischen Arzt und Patienten für ein integrative
medizinische Betrachtung von Krankheit und Gesundheit durch die
einzelnen Aufsätze.
Manfred Neuffer: Case Management
Soziale Arbeit mit einzelnen und Familien.
Juventa Verlag. Weinheim und München 2002, 224 S., € 14,80
ISBN 3-7799-0733-X
Case Management in der Sozialarbeit soll ähnlich dem Case
Management in der medizinischen Versorgung die zunehmend
spezialisierten sozialen Dienstleistungen koordinieren und den
Zugang für die Klienten zu diesen sichern helfen. Das
vorliegende Lehrbuch legt den Schwerpunkt auf der individuellen
Beziehungsarbeit mit Einzelnen und Familien. Und behandelt die
gegenseitige Wechselwirkung zu ihren persönlichen und
individuellen Netzwerken. Die aufeinander aufbauenden Phasen des
Case Management: Assessment, Hilfeplanung, Controlling,
Abschluss und Evaluation, werden praxisnahe dargestellt und
anhand von Dokumentationsmaterialen illustriert.
Schlüsselqualifikationen und Interventionstechniken für Case
Manager erweitern das Handlungsrepertoire. Das Buch gibt nicht
nur einen Einblick in zentrale Aufgabenstellungen der
Sozialarbeit, sondern bietet anhand von Fallbeispielen auch
Handlungsanleitungen für die berufliche Praxis.
Manfred Spitzer: Nervensachen
Perspektiven zu Geist, Gehirn und Gesellschaft.
Schattauer Verlag. Stuttgart 2003, 368 S., € 30,50
ISBN 3-7945-2202-8
Der Autor gibt in 60 Kurzbeiträgen informative, spannende und
zugleich unterhaltsame Einblicke in die Funktion des Gehirns. Er
beschäftigt sich dabei mit Fragen, wie: Warum gibt es
Auffahrunfälle im Nebel? Was und wie lernt das Ungeborene im
Mutterleib? Wie lernen und vergessen wir? Wie vollzieht sich der
Prozess des Kopfrechnens? Und anderes mehr. Aufgrund der
rasanten Fortschritte in den Neurowissenschaften, hat sich unser
Wissen über das menschliche Gehirn entscheidend verändert,
welches der Autor dem Leser auf spannende Weise näher bringt.
Das Buch enthält außerdem kurze Beiträge zur Geschichte der
Neurobiologie und ihrer klinischen Anwendung in der
Nervenheilkunde. Zugleich verlässt der Autor immer wieder das
engere Feld der Neurobiologie und setzt sich mit der
Gesellschaft von Menschen mit Gehirnen auseinander.
Christian Peinbauer und Manfred Mandl: Schulung und Coaching in der Gesundheits- und Krankenpflege.
Springer Verlag. Wien-New York 2003, 146 S., € 25,-
ISBN 3-211-83816-3
Der medizinische und technische Fortschritt bedingt eine
erhebliche Aufgabenerweiterung und Spezialisierung im
Gesundheitswesen und insbesondere im Krankenhausbereich.
Aufgrund der niedrigen Verbleibsrate im Beruf, besteht in den
Krankenhäusern beim Pflegepersonal eine erhebliche Fluktuation.
Daher kommt der Schulung und Betreuung von Mitarbeitern eine
enorm wichtige Bedeutung zu. Das vorliegende Buch unterstützt
die Führungspersonen im Pflegebereich bei der Schulung und dem
Coaching (Führen) von Mitarbeitern. Die Autoren haben
übersichtlich und praxisbezogen das einschlägige Wissen
zusammengefasst und eine strukturierte Coachingmappe für neue
Mitarbeiter erstellt. In jedem Kapitel werden im Anschluss an
die theoretischen Grundlagen die Möglichkeiten einer bewährten
praktischen Umsetzung beschrieben.
Regina Lorenz-Krause und Elisabeth Uhländer-Masiak (Hrsg.): Frauengesundheit
Perspektiven für Pflege- und Gesundheitswissenschaften.
Verlag Hans Huber. Bern 2003, 293 S., € 41,-
ISBN 3-456-83674-0
Das Thema Frauengesundheit ist für die Pflege von mehrfacher
Bedeutung, sind doch mehr als 80 Prozent der professionellen
Pflegepersonen Frauen. Frauen bilden die Bevölkerungsmehrheit
und die demographische Entwicklung bedingt eine Feminisierung
des Alters. Das vorliegende Fachbuch bietet aus der Sicht der
Pflege- und Gesundheitswissenschaften einen Überblick über die
Entwicklung des Themas Frauengesundheit. Es bemüht sich um einen
Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis; also zwischen
wissenschaftlichen Grundlagen und neuen Versorgungskonzepten,
und gibt Anregungen und Hinweise zur Verbesserung der
gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung von Frauen. Der
vorliegende Sammelband ist das erste Handbuch in deutscher
Sprache zur Frauengesundheit aus pflegewissenschaftlicher Sicht.
Wolfgang Freidl und Christine Neuhold: Gesundheitssurveyforschung im regionalen Setting.
Gesundheitsberichterstattung in der Steiermark unter Berücksichtigung psychosozialer Aspekte.
VAS. Frankfurt am Main 2002, 375 S., € 23,50
ISBN 3-88884-339-2
Das von Freidl und Neuhold vorgelegte Buch wendet sich an
Experten und Expertinnen, die sich mit dem Thema
Gesundheitsförderung auseinandersetzen und in der Praxis
arbeiten. Das Buch enthält die wesentlichen Ergebnisse der
Befragung und bietet einen informativen Überblick über den Stand
der wissenschaftlichen Diskussion: Von der biomedizinischen
Sicht von Gesundheit bis hin zu theoretischen Modellen der
Gesundheitsförderung; beispielsweise Empowerment oder
Lebensstilkonzept. Im Anhang findet sich die Linearauszählung
des gesamten Fragebogens
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